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So, 19:31 Uhr
24.06.2001

Gips hinterlässt tiefe Eindrücke

Ellrich/Rottlebereode (nnz). Die Arbeitsgemeinschaft Harzer Gipsunternehmen hatte am Wochenende zu einem Tag der offenen Gipssteinbrüche eingeladen. Im Landkreis Nordhausen wurde zum Beispiel am Pilotprojekt Rüsselsee über Renaturierung und Ausgleichsmaßnahmen informiert. In Rottleberode gab es jede Menge Technik zu sehen und auch zum Anfassen. nnz hat sich umgesehen und angefaßt.


Auf der Spur der Steine „Der Stein ist buchstäblich ins Rollen gebracht, der Tag der offenen Gipssteinbrüche war ein voller Erfolg“ äußert sich Erich Hahn, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Harzer Gipsunternehmen begeistert. An fünf Standorten, in Stadtoldendorf, Osterode, Walkenried, Ellrich und Rottleberode, nutzten rund 4.200 Menschen nach Angaben der Unternehmen das vielseitige Informations- und Unterhaltungsangebot der neun beteiligten Gipsunternehmen in Harz und Weserbergland. In Walkenried, Ellrich und Rottleberode konnten mehr als 2.000 Gäste begrüßt werden. Organisiert wurde der Aktionstag von der Arbeitsgemeinschaft Harzer Gipsunternehmen in Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung nachhaltiger regionaler Wirtschaftsentwicklung.

Im Mittelpunkt des Tages stand der Dialog mit der Bevölkerung. Dies war den Veranstaltern, die sich seit langem im Spannungsfeld von Politik und Umweltschutz bewegen, ein Bedürfnis. „Informieren, diskutieren, das ist der richtige Weg zum Dialog“, erklärte Dr. Volker Müller, Geschäftsführer des FNW. Diesen Weg seien Mitarbeiter und Besucher auch gemeinsam gegangen. So waren während der Führungen durch Steinbrüche und Betriebsstätten allerorts interessierte Fragen zu Abbau und Gipsverarbeitung, aber auch zu den Renaturierungsmaßnahmen der Industriebetriebe zu hören, weiß Hahn zu berichten.

Große Technik und kleine Leute „Wir wollten unseren Besuchern alles zeigen und dies wurde auch gerne angenommen. Alle Mitarbeiter waren offen für jede Frage und Kritik“, resümiert er.

Großes Erstaunen bei vielen Besuchern löste nicht nur der hohe technologische Standard in den Werken aus, die fast unerschöpflichen Verwendungsmöglichkeiten des Gipses waren ebenfalls vielen neu. „Von der Medizin, über die Nahrungsmittelindustrie bis hin zur Keramikindustrie und Kosmetik wird Gips benötigt. Dazu sind REA-Gipse, das ist ein aus Rauchgasentschwefelungsanlagen gewonnener Industriegips, häufig nicht geeignet“, so Thomas Bremer, Vorsitzender des Bundesverbandes der Gips- und Gipsbauplattenindustrie. Die Informationen überzeugten schließlich: „Ohne Naturgips geht es wohl nicht“, lautete das Statement eines Familienvaters, der mit Blick auf seine Sprösslinge jedoch nachhaltigen Naturschutz einforderte.

„Nach diesem Tag fällt es nicht schwer, den Dialog mit der Region fortführen und gemeinsam für die Zukunft Lösungen zu finden, die Naturschutz und Arbeitsplätze gleichermaßen sichern“, so Hahn in seiner abschließenden Bewertung dieses Tages.
Autor: nnz

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