Sa, 18:16 Uhr
23.06.2001
Polizei feierte in großer Runde
Nordhausen (nnz). Wenn man als Institution seinen 10. Geburtstag feiert, dann ist das schon Anlaß für ein Fest. Wenn die Polizei in Nordhausen ein derartiges Event organisiert, dann liegt quasi etwas mehr in der Luft. Aus der Polizeidirektion berichtet nnz.
Pressesprecherin Helga Jürgens hatte in den zurückliegenden Tagen fast kein Ohr mehr für das normale Geschäft. Sie war als Chefin eines Organisationskomitees für die Vorbereitung der Geburtstagsparty verantwortlich. Die Arbeit hatte sich gelohnt, das Fest konnte kurz nach 10 Uhr beginnen. In modernen Mannschaftswagen der Polizei kamen die Mannen in ihren historischen Uniformen des Bleicheröder Schützenvereins. Ihre Kanonen, die sie zum Beispiel am 11. November immer durch die Stadt Bleicherode ziehen, die stellten sie mitten in der Direktion auf. Dann wurde geböllert und der Leiter der Polizeidirektion Günter Lierhammer begrüßte die Gäste, die sich trotz ungemütlichen Wetters schon am Vormittag zur Darre aufgemacht hatten.
In erster Linie galt der Gruß von Lierhammer der Politprominenz aus Thüringen, angeführt vom Chef der CDU-Landtagsfraktion, Dieter Althaus, über CDU-Landtagsabgeordnete der Thüringer Region bis hin zum Nordhäuser Landrat Joachim Claus (CDU). Wenn Sie als nnz-Leser jetzt annehmen, die Aufzählung der Gäste wäre zu Beginn der Veranstaltung parteipolitisch einseitig, so muß an dieser Stelle enttäuscht werden. Aus den Reihen der PDS und der SPD ließ sich zumindest kein Landespolitiker zur offiziellen Eröffnung in Nordhausen sehen.
Einer, der nicht übersehen wurde, war Wolfgang Ruske. Der Vorgänger von Günter Lierhammer war ein gern gesehener Gast und Gesprächspartner. Händeschütteln hier, Schulterklopfen da, dem RR (rüstigen Rentner) geht es gut in seinem Unruhestand. Voll eingespannt ist er zum Beispiel mit Vorbereitungen in seinem Grenzlandmuseum im Schifflersgrund bei Bad Sooden Allendorf. Mitglied ist er immer noch in fast 100 Vereinen, auch in der Nordthüringer Region.
Die Organisatoren hatten sich viel vorgenommen für diesen Tag der offenen Tür. Die Erwartungen der mehr als Tausend Besucher wurden durchweg erfüllt. Es war eine Polizei zum Anfassen, es war die Neugier, hinter die Mauern, in die Arrestzelle zu schauen, mal ein mit Technik vollgestopftes Fahrzeug zu inspizieren. Welcher Bengel oder Vater (?) wollte nicht schon mal am Steuerknüppel eines Hubschrauber sitzen. Und mancher Steppke fragte den Piloten, wie denn so ein Ding überhaupt in der Luft still stehen kann. Es war ein Tag, an dem die Polizei für den Bürger da war, diesmal jedoch in einer anderen Form - zwischen Zapfhahn und Hüpfburg, zwischen Spielmobil und Tombola. Der Erlös der Tombola, auch das hat polizeiliche Tradition, kommt einem sozialen Zweck zugute.
Die Mühen haben sich gelohnt, der Verantwortliche für das Wetter hat ein Einsehen mit Gastgebern und Gästen gehabt. Viele Fragen sind in den sechs oder sieben Stunden am Darrweg beantwortet worden, einige bleiben vielleicht noch offen. Aber vielleicht fragen die, die am Samstag keine Antwort erhalten haben, einfach mal den Polizeibeamten um die Ecke, in der Inspektion oder ihren KOOB im Ort.
Autor: nnz
Pressesprecherin Helga Jürgens hatte in den zurückliegenden Tagen fast kein Ohr mehr für das normale Geschäft. Sie war als Chefin eines Organisationskomitees für die Vorbereitung der Geburtstagsparty verantwortlich. Die Arbeit hatte sich gelohnt, das Fest konnte kurz nach 10 Uhr beginnen. In modernen Mannschaftswagen der Polizei kamen die Mannen in ihren historischen Uniformen des Bleicheröder Schützenvereins. Ihre Kanonen, die sie zum Beispiel am 11. November immer durch die Stadt Bleicherode ziehen, die stellten sie mitten in der Direktion auf. Dann wurde geböllert und der Leiter der Polizeidirektion Günter Lierhammer begrüßte die Gäste, die sich trotz ungemütlichen Wetters schon am Vormittag zur Darre aufgemacht hatten.In erster Linie galt der Gruß von Lierhammer der Politprominenz aus Thüringen, angeführt vom Chef der CDU-Landtagsfraktion, Dieter Althaus, über CDU-Landtagsabgeordnete der Thüringer Region bis hin zum Nordhäuser Landrat Joachim Claus (CDU). Wenn Sie als nnz-Leser jetzt annehmen, die Aufzählung der Gäste wäre zu Beginn der Veranstaltung parteipolitisch einseitig, so muß an dieser Stelle enttäuscht werden. Aus den Reihen der PDS und der SPD ließ sich zumindest kein Landespolitiker zur offiziellen Eröffnung in Nordhausen sehen.
Einer, der nicht übersehen wurde, war Wolfgang Ruske. Der Vorgänger von Günter Lierhammer war ein gern gesehener Gast und Gesprächspartner. Händeschütteln hier, Schulterklopfen da, dem RR (rüstigen Rentner) geht es gut in seinem Unruhestand. Voll eingespannt ist er zum Beispiel mit Vorbereitungen in seinem Grenzlandmuseum im Schifflersgrund bei Bad Sooden Allendorf. Mitglied ist er immer noch in fast 100 Vereinen, auch in der Nordthüringer Region.
Die Organisatoren hatten sich viel vorgenommen für diesen Tag der offenen Tür. Die Erwartungen der mehr als Tausend Besucher wurden durchweg erfüllt. Es war eine Polizei zum Anfassen, es war die Neugier, hinter die Mauern, in die Arrestzelle zu schauen, mal ein mit Technik vollgestopftes Fahrzeug zu inspizieren. Welcher Bengel oder Vater (?) wollte nicht schon mal am Steuerknüppel eines Hubschrauber sitzen. Und mancher Steppke fragte den Piloten, wie denn so ein Ding überhaupt in der Luft still stehen kann. Es war ein Tag, an dem die Polizei für den Bürger da war, diesmal jedoch in einer anderen Form - zwischen Zapfhahn und Hüpfburg, zwischen Spielmobil und Tombola. Der Erlös der Tombola, auch das hat polizeiliche Tradition, kommt einem sozialen Zweck zugute.Die Mühen haben sich gelohnt, der Verantwortliche für das Wetter hat ein Einsehen mit Gastgebern und Gästen gehabt. Viele Fragen sind in den sechs oder sieben Stunden am Darrweg beantwortet worden, einige bleiben vielleicht noch offen. Aber vielleicht fragen die, die am Samstag keine Antwort erhalten haben, einfach mal den Polizeibeamten um die Ecke, in der Inspektion oder ihren KOOB im Ort.

