nnz-tv Eichsfelder Nachrichten Kyffhäuser Nachrichten Mansfeld-Südharz-Zeitung Unstrut-Hainich Zeitung
Do, 09:12 Uhr
24.09.2015
Rosengartenbrunnen eingeweiht

Neuer Glanz für alten Brunnen

88 Jahre ist er alt und der Zahn der Zeit hatte den alten Steinen zuletzt stark zugesetzt. Die Rede ist vom Brunnen im Rosengarten. Jetzt erstrahlt er wieder in neuem Glanz. Und wie schon im vergangenen Jahrhundert war es auch heute bürgerschaftlichem Engagement, welches das Wasserspiel in den Rosengarten brachte...

Anno 1927 war der Rosengartenbrunnen auf Initiative der Nordhäuser Ortsgruppe des „Vereins Deutscher Rosenfreunde“ nach einem Entwurf von Gartenbaudirektor Rohscheid entstanden.

digital
Wie so vieles andere auch viel die Rosenpracht den Kriegswirren zum Opfer, der Garten viel in tiefen Schlummer, der erst in den 60er Jahren mit dem Pflanzen frischer Rosen endete. Der Wert des Rosengartens als Erholungs- und Entspannungsort stieg mit der Eröffnung des Krankenhauses in den 80er Jahren. Zu dieser Zeit entstand die auch markante Kupferrose in der Mitte der Anlage. Die metallene Blütenpracht hat man dem Geschick des Schachtbau-Mitarbeiters Melchior Rutkowski zu verdanken.

Nach der Wende drohte dem Park erneuter Schlummer, bis die Stadtverwaltung Mitte der 90er Jahre die Pflege der Anlage übernahm. Seitdem hat der Rosengarten jährlich etwa 1.200 Besucher, die sich an 3.500 Rosen in über 100 verschiedene Rosensorten erfreuen können.

Trotz aller Fürsorge musste der Rosengartenbrunnen im Sommer 2012 abgeschaltet werden. Das Alter machte sich bemerkbar: am Brunnenbecken zeigten sich irreparable statische Probleme und an den Leitungen aus Urgroßvaters Zeiten kam es zu wiederholten Rohrbrüchen.

Pläne zur Sanierung des Gartens wurden zügig erarbeitet und Herzstück der grundhaften Erneuerung des Rosengartens sollte von Beginn an die Sanierung des Brunnens sein, allein die Finanzierung des ganzen Unterfangens blieb fragwürdig.


Eine Möglichkeit den Brunnen doch noch ins 21. Jahrhundert zu retten bot schließlich der Nordhäuser Lions Club. Die Zusammenarbeit von Club und Stadt hatte sich schon bei der Sanierung des Meerpferdchenbrunnens bewährt und die Nordhäuser Lions signalisierten das man sich auch für den Rosengarten stark machen wolle.

Auch die Geschäftsführung des Klinikums stand schnell als Projektpartner für den Rosengarten zur Seite, schließlich nutzen viele Patienten den Rosengarten für kleine Spaziergänge und zur Erholung.

Der Lions Club startete im September des Jahres 2013 einen Spendenmarathon für den Rosengarten, der erste Scheck kam damals von der Kreissparkasse. Allein durch die Initiative der "Löwen" konnte das Brunnenbecken mit 20.000 Euro weitgehend finanziert, gefördert und durch das Nordhäuser Bauunternehmen WARESA gebaut werden.

Doch damit war es nicht getan: insgesamt kostete der Neubau des Brunnens einschließlich Abriss und Neubau der Wege und Beete rund 150.000 Euro. Die Versorgungsleitungen wurden weitgehend durch städtische Mitarbeiter in Kooperation mit dem Wasserverband Nordhausen eingebaut. Neben umfangreichen Planungs- und Bauleistungen durch städtische Mitarbeiter hat die Stadt aus dem kommunalen Haushalt etwa 130.000 Euro über zwei Jahresanteile eingebracht.

Dies war möglich, da die Stadt im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung durch das Südharzklinikum bei der Unterhaltung des Rosengartens unterstützt wird. Im Gegenzug wurden dem Klinikum erweiterte Nutzungsmöglichkeiten eingeräumt.

Das Klinikum gehört zusammen mit dem Wasserverband, dem Schachtbau und der Firma WARESA denn auch zu den größten Förderern, die sich auch mit einer entsprechenden Ehrung im Park wiederfinden. Besonderer Dank galt den Herren Peters und Gottwald, die mit ihren Schachtbau Azubis die alte Kupferrose wieder aufgearbeitet haben.
→ Druckversion
← zum Nachrichtenüberblick

Kommentare

24.09.2015, 11.27 Uhr
habauchwaszusagen | Parken
...hat deshalb der Oberbürgermeister ein Sonderparkrecht? schräg auf dem Rasen vor den offiziellen Parkplätzen?

0   |  0     Login für Vote
→ Kommentar hinzufügen



Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.

 
Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.