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Mi, 12:34 Uhr
02.09.2015
Arbeitsschutzpreis verliehen

Nordthüringer Firmen ganz vorn

Die Thüringer Arbeits- und Sozialministerin, Heike Werner (DIE LINKE), hat heute in Erfurt den Thüringer Arbeitsschutzpreis verliehen und eine Anerkennungsurkunde vergeben. Damit werden im Freistaat Unternehmen geehrt, die für den Arbeits- und Gesundheitsschutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit innovativen Ideen und Lösungen einen wesentlichen Beitrag geleistet haben...


Eine neunköpfige Jury hat aus den eingereichten Vorschlägen drei Preisträger zur Auszeichnung vorgeschlagen.

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Arbeits- und Sozialministerin Heike Werner sagte: "Die Gesundheit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist ein hohes Gut, das es zu schützen gilt. Mit dem Thüringer Arbeitsschutzpreis ehren wir Unternehmen, die sich um eine menschengerechte Gestaltung der Arbeit verdient gemacht haben. Die prämierten Lösungen dienen dem präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz. Sie sind besonders für Klein- und Mittelbetriebe geeignet und sind damit auch übertragbar. Die Auszeichnung ist Dank und Anerkennung. Zugleich soll sie die Bedeutung des Arbeitsschutzes hervorheben und motivieren, mehr für einen funktionierenden Arbeitsschutz zu tun."

In diesem Jahr wird der Thüringer Arbeitsschutzpreis "Johannes Bube" (Medaille und 2.000 Euro Preisgeld) an zwei Firmen verliehen. Preisträger sind die Deuna Zement GmbH in Deuna (Landkreis Eichsfeld) und die F.C. Nüdling Betonelemente GmbH in Heringen/Helme (Landkreis Nordhausen).

Die Deuna Zement GmbH hat mit einem selbstentwickelten Heißmehlhemmschuh die Sicherheit bei Arbeiten am Wärmeaustauscher im Zementwerk erhöht. Die spezielle Vorrichtung kommt zum Einsatz, wenn am Wärmeaustauscher eine Verstopfung beseitigt werden muss.

Das Werk ist ein Betrieb des Konzerns Dyckerhoff, der seit mehr als 150 Jahren Produkte für die Baustoffbranche herstellt. Der Hauptsitz befindet sich in Wiesbaden. Es werden Norm- und Spezialzemente, weiße Portland-zemente, Spezialbindemittel, Kalkmischprodukte, Mörtel, Transportbeton und Spezialprodukte produziert. Der Nordthüringer Betrieb ist eines von sieben Zementwerken des Unternehmens Dyckerhoff. Die Deuna Zement GmbH beschäftigt 230 Mitarbeiter, für 60 Mitarbeiter wird die Maßnahme wirksam.

Das Betonwerk Heringen wird für ein Verfahren ausgezeichnet, das den Mitarbeitern eine sichere und sachgerechte Reinigung des Ringtrogmischers ermöglicht. Durch einen zusätzlichen Antriebsmotor können Mischwerkzeuge exakt so positioniert werden, dass eine ordnungsgemäße Reinigung des Ringtrogmischers ohne hohen Zeitaufwand und Unfallrisiken möglich ist. Der Betrieb ist eine Niederlassung der F. C. NÜDLING Basaltwerke GmbH + Co. KG Fulda. Seit 1893 werden Baustoffe aus Natursteinen und Beton für den Wohnungs-, Industrie-, Tief- und Wegebau, für das Fernmeldewesen und die Garten- und Landschaftsgestaltung hergestellt. Im Thüringer Werk sind 86 Mitarbeiter beschäftigt.

Eine Anerkennungsurkunde mit einem Anerkennungsgeld für vorbildliche Lösungen zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit in Höhe von jeweils 500 Euro erhält die WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG in Sondershausen (Kyffhäuserkreis).

Die WAGO hat in Sondershausen für die Verladerampen ein spezielles Warnsystem installiert. Im Bereich der Verladerampen werden durch optische Signalanlagen Unfälle verhindert und die Sicherheit erhöht. Es wird angezeigt, welche Tore befahren werden bzw. wo gerade Förderverkehr stattfindet. Das international tätige Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Minden, produziert werden Bauteile der elektrischen Verbindungs- und Automatisierungstechnik. Der Firmenbau in Nordthüringen im Gewerbegebiet Hainleite wurde im Oktober 1993 eröffnet. Heute sind am Standort Sondershausen in den Bereichen Produktion und Logistik mehr als 1.200 Mitarbeiter beschäftigt.

Hintergrund: Der Thüringer Arbeitsschutzpreis ist nach dem Gothaer Arzt Johannes Bube (1687-1747) benannt. Bube gilt als Pionier der Arbeitsmedizin. Er hatte sich mit dem Zusammenhang von Arbeitsbedingungen, Lebensverhältnissen und Gesundheitszustand der Arbeiter in den Seeberger Sandsteinbrüchen beschäftigt.
Autor: red

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