Do, 13:27 Uhr
20.08.2015
Mehr als nur Beaufsichtigung
Immer mehr Kinder besuchen Hort
Seit der Kommunalisierung der Schulhorte im Jahr 2009 hat sich die Betreuungsquote in den Landkreisschulen kontinuierlich erhöht. Beim Start des Modellprojekts Weiterentwicklung der Thüringer Grundschule besuchten zwei Drittel der Grundschüler den Hort – heute sind es rund 80 Prozent...
Im jetzt beginnenden Schuljahr werden 1360 Schüler in den zwölf Grundschulen in Trägerschaft des Landkreises Nordhausen lernen. Davon sind derzeit gut 1070 Kinder für den Hort angemeldet.
Drei neue Erzieher hat der Landkreis in diesem Jahr eingestellt. Damit sind derzeit 53 Erzieher in den zwölf Grundschulhorten im Einsatz, zum Beginn des Modellprojekts waren es 40. Eine Erzieherin betreut im Schnitt 20 Hortkinder, was eine qualitativ gute Arbeit mit den Schülern ermöglicht, sagt Landrat Matthias Jendricke.
Seitdem der Landkreis die Hortbetreuung in eigener Regie übernommen hat, konnten wir das Modell der Ganztagesbetreuung weiterentwickeln. Dass immer mehr Kinder unsere Horte besuchen zeigt uns, dass unser Angebot gut ist und entsprechend angenommen wird. Gerade für berufstätige Eltern ist der Hort eine wichtige Einrichtung, um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können. Das Prinzip Hort hat sich in Thüringen durchgesetzt.
Längst bieten Horte mehr als nur Hausaufgabenbetreuung und freies Spiel. Im Hort geht es um vielfältige Themen, die abgestimmt sind mit den jeweiligen Schulkonzepten: gesunde Ernährung und Bewegung, die Pflanzenwelt – angefangen vom Gestalten einer Pflanzenfibel bis zum Ausprobieren von Koch- und Backrezepten mit Pflanzen, kleine Forschungsprojekte zu Licht, Wasser und Luft.
Es gibt Lesepaten und Oster- und Weihnachtsprojekte gehören ebenso zum festen Programm wie die vielen Schulweihnachtsmärkte. Die Kinder werden vielfach aktiv einbezogen, zum Beispiel bei der Gestaltung der Gruppenräume oder beim Frühjahrsputz auf dem Spielplatz. Auch in diesem Schuljahr erweitern zusätzlich Honorarkräfte die außerschulischen Angebote in den Grundschulhorten.
Die Anzahl solcher Arbeitsgemeinschaften ist in den vergangenen sechs Jahren ebenfalls stetig gestiegen. Unsere Kinder betätigen sich als Imker, musizieren auf der Flöte, lernen Line Dance, Englisch und Schach, spielen Theater, erwerben erste Fähigkeiten beim Kochen und Backen, in der Holzbearbeitung und vieles mehr, berichtet Bildungsdezernent Stefan Nüßle. Die Lehrer- und Erzieherteams setzen am Vor- und Nachmittag und auch in den Ferien Projekte mit verschiedenen Kooperationspartnern um, beispielsweise zur Verkehrserziehung mit der Kreisverkehrswacht, Gesundheitstage mit der AnGel des Horizont-Vereins, Bienenprojekte mit der Arbeitsgemeinschaft Junger Imker oder generationenübergreifende Angebote wie Seniorenspielenachmittage, an denen Hortkinder in Pflegeeinrichtungen mit älteren Menschen gemeinsam spielen.
Im Projekt Klasse Wald erleben die Kinder, wie sich die Pflanzen- und Tierwelt im Wandel der Jahreszeiten in den Wäldern des Landkreises verändert und das Gewalt-Präventionsprojekt STUPS-Stark wird besonders jetzt zu Beginn eines Schuljahres eingesetzt, wenn sich neue Gruppen oder Klassen gebildet haben, damit die Kinder ihre Stärken und Schwächen besser kennen und verstehen lernen.
Der Grundschulhort ist eine familienergänzende Einrichtung, so Stefan Nüßle. Hier ermöglichen wir den Kindern zu lernen, ihre Freizeit auf vielfältige Weise sinnvoll zu gestalten. Sie werden angeleitet, ihre Hausaufgaben selbständig anzufertigen ebenso wie das freie Spiel mit Freunden zu genießen, denn auch dafür bleibt genügend Zeit.
Autor: redIm jetzt beginnenden Schuljahr werden 1360 Schüler in den zwölf Grundschulen in Trägerschaft des Landkreises Nordhausen lernen. Davon sind derzeit gut 1070 Kinder für den Hort angemeldet.
Drei neue Erzieher hat der Landkreis in diesem Jahr eingestellt. Damit sind derzeit 53 Erzieher in den zwölf Grundschulhorten im Einsatz, zum Beginn des Modellprojekts waren es 40. Eine Erzieherin betreut im Schnitt 20 Hortkinder, was eine qualitativ gute Arbeit mit den Schülern ermöglicht, sagt Landrat Matthias Jendricke.
Seitdem der Landkreis die Hortbetreuung in eigener Regie übernommen hat, konnten wir das Modell der Ganztagesbetreuung weiterentwickeln. Dass immer mehr Kinder unsere Horte besuchen zeigt uns, dass unser Angebot gut ist und entsprechend angenommen wird. Gerade für berufstätige Eltern ist der Hort eine wichtige Einrichtung, um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können. Das Prinzip Hort hat sich in Thüringen durchgesetzt.
Längst bieten Horte mehr als nur Hausaufgabenbetreuung und freies Spiel. Im Hort geht es um vielfältige Themen, die abgestimmt sind mit den jeweiligen Schulkonzepten: gesunde Ernährung und Bewegung, die Pflanzenwelt – angefangen vom Gestalten einer Pflanzenfibel bis zum Ausprobieren von Koch- und Backrezepten mit Pflanzen, kleine Forschungsprojekte zu Licht, Wasser und Luft.
Es gibt Lesepaten und Oster- und Weihnachtsprojekte gehören ebenso zum festen Programm wie die vielen Schulweihnachtsmärkte. Die Kinder werden vielfach aktiv einbezogen, zum Beispiel bei der Gestaltung der Gruppenräume oder beim Frühjahrsputz auf dem Spielplatz. Auch in diesem Schuljahr erweitern zusätzlich Honorarkräfte die außerschulischen Angebote in den Grundschulhorten.
Die Anzahl solcher Arbeitsgemeinschaften ist in den vergangenen sechs Jahren ebenfalls stetig gestiegen. Unsere Kinder betätigen sich als Imker, musizieren auf der Flöte, lernen Line Dance, Englisch und Schach, spielen Theater, erwerben erste Fähigkeiten beim Kochen und Backen, in der Holzbearbeitung und vieles mehr, berichtet Bildungsdezernent Stefan Nüßle. Die Lehrer- und Erzieherteams setzen am Vor- und Nachmittag und auch in den Ferien Projekte mit verschiedenen Kooperationspartnern um, beispielsweise zur Verkehrserziehung mit der Kreisverkehrswacht, Gesundheitstage mit der AnGel des Horizont-Vereins, Bienenprojekte mit der Arbeitsgemeinschaft Junger Imker oder generationenübergreifende Angebote wie Seniorenspielenachmittage, an denen Hortkinder in Pflegeeinrichtungen mit älteren Menschen gemeinsam spielen.
Im Projekt Klasse Wald erleben die Kinder, wie sich die Pflanzen- und Tierwelt im Wandel der Jahreszeiten in den Wäldern des Landkreises verändert und das Gewalt-Präventionsprojekt STUPS-Stark wird besonders jetzt zu Beginn eines Schuljahres eingesetzt, wenn sich neue Gruppen oder Klassen gebildet haben, damit die Kinder ihre Stärken und Schwächen besser kennen und verstehen lernen.
Der Grundschulhort ist eine familienergänzende Einrichtung, so Stefan Nüßle. Hier ermöglichen wir den Kindern zu lernen, ihre Freizeit auf vielfältige Weise sinnvoll zu gestalten. Sie werden angeleitet, ihre Hausaufgaben selbständig anzufertigen ebenso wie das freie Spiel mit Freunden zu genießen, denn auch dafür bleibt genügend Zeit.

