Do, 11:32 Uhr
06.08.2015
Offener Brief an Inge Klaan
SPD erwartet politische Neutralität
Seit dem 1. August ist Inge Klaan neue Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWG). Gleich zu Beginn ihrer Amtszeit hat Andreas Wieninger ihr einen offenen Brief geschrieben...
Sehr geehrte Frau Klaan,
ich wünsche Ihnen als Fraktionsvorsitzender der SPD Stadtratsfraktion viel Erfolg als neue Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft.
Wir als SPD Fraktion haben ihre Wahl mehrheitlich unterstützt, da wir überzeugt sind, dass Sie über die notwendigen Kompetenzen verfügen, um diese wichtige und wirtschaftlich gesunde Gesellschaft zu führen.
Der Erfolg der letzten Jahre gründete auf der kontinuierlichen Partnerschaft zwischen Gesellschafter, Aufsichtsrat und Geschäftsführung. Hier erwarten wir von Ihnen, dass sie als hauptamtliche Geschäftsführerin eines städtischen Unternehmens wie ihre Vorgängerin handeln und nun auch politische Neutralität in der Kommunalpolitik an den Tag legen. Ihr Souverän ist der gesamte Stadtrat.
Ein Wechsel in der Geschäftsführung führt bei den Mitarbeitern und Geschäftspartnern immer zu Neugier, Skepsis und vielleicht auch zu Sorgen. Werden Sie eine gute Chefin und zeigen Sie, dass Sie kontinuierlich und dauerhaft zum Wohl der Gesellschaft handeln. Eine Hauptamtliche Tätigkeit als Geschäftsführerin eines der wichtigsten städtischen Unternehmen sollte keine Überbrückungshilfe zwischen zwei politischen Ämtern sein. Es wäre gut wenn sie dies nochmals klarstellen!
Der Erfolg der SWG, unabhängig davon, wer als Oberbürgermeister die Stadt als Gesellschafter vertritt, war auch der sachlichen Arbeit des Aufsichtsrates geschuldet. Dieses Aufsichtsorgan handelt ehrenamtlich und unabhängig. Der derzeitige Aufsichtsrat setzt sich aus Stadtratsmitgliedern der CDU, der SPD, der Linken und der Grünen zusammen.
Ein Aufsichtsratsmitglied ist beruflich im Vorstand des JugendSozialwerk Nordhausen, in dem Sie seit kurzem ebenfalls im Aufsichtsrat vertreten sind. Eine wechselseitige Präsenz in den Aufsichtsorganen halte ich für schwierig, denn es führt zu Abhängigkeiten und erzeugt Interessenskonflikte. Das würde die Integrität des Unternehmens schwächen. Vielleicht überdenken Sie ihr Engagement im JugendSozialwerk auch aus dem Grund, da zwischen dem Verein und der von Ihnen vertretenen Gesellschaft diverse Geschäftsbeziehungen bestehen.
Sehr geehrte Frau Klaan,
führen Sie unsere städtische Wohnungsbaugesellschaft in bewährter Form weiter, seien Sie uns und vor allen Dingen den Mietern der SWG eine gute Partnerin. Auf eine gute Zusammenarbeit.
Andreas Wieninger
Autor: redSehr geehrte Frau Klaan,
ich wünsche Ihnen als Fraktionsvorsitzender der SPD Stadtratsfraktion viel Erfolg als neue Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft.
Wir als SPD Fraktion haben ihre Wahl mehrheitlich unterstützt, da wir überzeugt sind, dass Sie über die notwendigen Kompetenzen verfügen, um diese wichtige und wirtschaftlich gesunde Gesellschaft zu führen.
Der Erfolg der letzten Jahre gründete auf der kontinuierlichen Partnerschaft zwischen Gesellschafter, Aufsichtsrat und Geschäftsführung. Hier erwarten wir von Ihnen, dass sie als hauptamtliche Geschäftsführerin eines städtischen Unternehmens wie ihre Vorgängerin handeln und nun auch politische Neutralität in der Kommunalpolitik an den Tag legen. Ihr Souverän ist der gesamte Stadtrat.
Ein Wechsel in der Geschäftsführung führt bei den Mitarbeitern und Geschäftspartnern immer zu Neugier, Skepsis und vielleicht auch zu Sorgen. Werden Sie eine gute Chefin und zeigen Sie, dass Sie kontinuierlich und dauerhaft zum Wohl der Gesellschaft handeln. Eine Hauptamtliche Tätigkeit als Geschäftsführerin eines der wichtigsten städtischen Unternehmen sollte keine Überbrückungshilfe zwischen zwei politischen Ämtern sein. Es wäre gut wenn sie dies nochmals klarstellen!
Der Erfolg der SWG, unabhängig davon, wer als Oberbürgermeister die Stadt als Gesellschafter vertritt, war auch der sachlichen Arbeit des Aufsichtsrates geschuldet. Dieses Aufsichtsorgan handelt ehrenamtlich und unabhängig. Der derzeitige Aufsichtsrat setzt sich aus Stadtratsmitgliedern der CDU, der SPD, der Linken und der Grünen zusammen.
Ein Aufsichtsratsmitglied ist beruflich im Vorstand des JugendSozialwerk Nordhausen, in dem Sie seit kurzem ebenfalls im Aufsichtsrat vertreten sind. Eine wechselseitige Präsenz in den Aufsichtsorganen halte ich für schwierig, denn es führt zu Abhängigkeiten und erzeugt Interessenskonflikte. Das würde die Integrität des Unternehmens schwächen. Vielleicht überdenken Sie ihr Engagement im JugendSozialwerk auch aus dem Grund, da zwischen dem Verein und der von Ihnen vertretenen Gesellschaft diverse Geschäftsbeziehungen bestehen.
Sehr geehrte Frau Klaan,
führen Sie unsere städtische Wohnungsbaugesellschaft in bewährter Form weiter, seien Sie uns und vor allen Dingen den Mietern der SWG eine gute Partnerin. Auf eine gute Zusammenarbeit.
Andreas Wieninger

