So, 14:31 Uhr
02.08.2015
nnz-Galerie: Harz Klassik startet zum Altstadtfest
Von Nordhausen in den Harz hinein
Zum 21. Altstadtfest startete der Ost-Klassikerclub Wolkramshausen zusammen mit dem MC Roland Nordhausen zur "Harz Klassik 2015". Rund 70 historische Fahrzeuge starteten von der Altendorfer Stiege in Richtung Harz...
Dabei kam es nicht darauf, wer die Strecke von Nordhausen nach Hasselfelde und zurück als erster bewältigte, sondern darum dass alle alten Fahrzeuge wieder heil ankommen. Die "Harz Klassik" ist eine sogenannte "Zuverlässigkeitsfahrt" und kein Rennen, erklärte Hubert Rein, der Chef des Ost-Klassikerclubs. Die Tour durch den Harz gab es schon in den 60er Jahren, geriet aber in Vergessenheit. Seit drei Jahren haben die beiden Vereine die Tradition nun wiederbelebt.
Das älteste Fahrzeug auf der Strecke war heute ein Wartburg DA3 aus dem Jahr 1938, der damals noch in Eisenach vom Band gegangen war. Aber es fanden sich auch viele andere Hingucker vom Trabant, Wartburg und Co. in verschiedensten Farben und Formen, bis zu schicken Edelkarossen aus einer anderen Zeit.
Während den Zuschauern am Start die Details der einzelnen Fahrzeuge erläutert wurden, ging es für die Oldtimerfreunde nach und nach in Richtung Harz. Und einen besseren Tag hätte man sich nicht aussuchen können: unter blauem Himmel ging es durch tiefe Wälder und verschlafene Dörfer, vorbei an sommerlichen Blumenwiesen und manch staunendem Passanten.
Oldtimerfahrten und Szenetreffen erfreuen sich auch unter Laien und Nicht-Schraubern großer Beliebtheit. Angefangen habe das mit einem Umdenken nach der Wende, meint Oldtimerfreund Hubert Rein, "im Osten wurde alle Fahrzeuge ersteinmal sehr schnell entsorgt und nur einige waren übrig geblieben, als bei den Leuten ein Nostalgieverhalten einsetzte und sie sich an ihre alten Fahrzeuge erinnerten. Heute werden sie wieder hervorgeholt, restauriert und gepflegt".
Und zwar mit Leidenschaft. Peter Süsselmilch, zu DDR-Zeiten Rennfahrer im Trabant, hat mehrere "Ost-Klassiker". Nach Nordhausen sind er und seine Frau aber mit ihrem Liebling gekommen: einem Wartburg-Kübel der eine echtes Unikat ist. Der Wartburg in 4-Zylinder Ausstattung ging in Eisenach nämlich nur zwei mal vom Band, wie Herr Süsselmilch auf der Fahrt durch den Harz berichtet, eine Sonderanfertigung die Führungsriege der DDR.
Hubert Rein ist seit 1999 stolzer Besitzer eines Oldtimers (Foto: Angelo Glashagel)
"Oldtimerfahrer sind auch ein bisschen Eitel", sagt Hubert Rein, "die stecken viel Geld und Zeit in ihre Fahrzeuge und genießen das dann auch durch Orte zu fahren und fröhliche Gesichter zu sehen". Das nächste große Event für den Ost-Klassiker Klub wird aber für die alten Fahrzeuge nicht nur ein Schaulaufen, sondern auch wieder ein Leistungstest - demnächst will man in Prag zur "Bergfahrt" starten.
Und im kommenden Jahr werden die Tollkühnen Männer (und Frauen) in ihren alten (und wunderschönen) Kisten dann hoffentlich auch wieder durch Nordhausens Altstadt tuckern.
Angelo Glashagel
Autor: redDabei kam es nicht darauf, wer die Strecke von Nordhausen nach Hasselfelde und zurück als erster bewältigte, sondern darum dass alle alten Fahrzeuge wieder heil ankommen. Die "Harz Klassik" ist eine sogenannte "Zuverlässigkeitsfahrt" und kein Rennen, erklärte Hubert Rein, der Chef des Ost-Klassikerclubs. Die Tour durch den Harz gab es schon in den 60er Jahren, geriet aber in Vergessenheit. Seit drei Jahren haben die beiden Vereine die Tradition nun wiederbelebt.
Das älteste Fahrzeug auf der Strecke war heute ein Wartburg DA3 aus dem Jahr 1938, der damals noch in Eisenach vom Band gegangen war. Aber es fanden sich auch viele andere Hingucker vom Trabant, Wartburg und Co. in verschiedensten Farben und Formen, bis zu schicken Edelkarossen aus einer anderen Zeit.
Während den Zuschauern am Start die Details der einzelnen Fahrzeuge erläutert wurden, ging es für die Oldtimerfreunde nach und nach in Richtung Harz. Und einen besseren Tag hätte man sich nicht aussuchen können: unter blauem Himmel ging es durch tiefe Wälder und verschlafene Dörfer, vorbei an sommerlichen Blumenwiesen und manch staunendem Passanten.
Oldtimerfahrten und Szenetreffen erfreuen sich auch unter Laien und Nicht-Schraubern großer Beliebtheit. Angefangen habe das mit einem Umdenken nach der Wende, meint Oldtimerfreund Hubert Rein, "im Osten wurde alle Fahrzeuge ersteinmal sehr schnell entsorgt und nur einige waren übrig geblieben, als bei den Leuten ein Nostalgieverhalten einsetzte und sie sich an ihre alten Fahrzeuge erinnerten. Heute werden sie wieder hervorgeholt, restauriert und gepflegt".
Und zwar mit Leidenschaft. Peter Süsselmilch, zu DDR-Zeiten Rennfahrer im Trabant, hat mehrere "Ost-Klassiker". Nach Nordhausen sind er und seine Frau aber mit ihrem Liebling gekommen: einem Wartburg-Kübel der eine echtes Unikat ist. Der Wartburg in 4-Zylinder Ausstattung ging in Eisenach nämlich nur zwei mal vom Band, wie Herr Süsselmilch auf der Fahrt durch den Harz berichtet, eine Sonderanfertigung die Führungsriege der DDR.
Hubert Rein ist seit 1999 stolzer Besitzer eines Oldtimers (Foto: Angelo Glashagel)
"Oldtimerfahrer sind auch ein bisschen Eitel", sagt Hubert Rein, "die stecken viel Geld und Zeit in ihre Fahrzeuge und genießen das dann auch durch Orte zu fahren und fröhliche Gesichter zu sehen". Das nächste große Event für den Ost-Klassiker Klub wird aber für die alten Fahrzeuge nicht nur ein Schaulaufen, sondern auch wieder ein Leistungstest - demnächst will man in Prag zur "Bergfahrt" starten.Und im kommenden Jahr werden die Tollkühnen Männer (und Frauen) in ihren alten (und wunderschönen) Kisten dann hoffentlich auch wieder durch Nordhausens Altstadt tuckern.
Angelo Glashagel















































