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Mi, 11:26 Uhr
22.07.2015

Jeder dritte Azubi will weg

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt hat ausgewählte Absolventen zu ihrer Berufsausbildung befragt. Das Stimmungsbild der Jugendlichen zeigt dabei eine hohe Zufriedenheit mit den jeweiligen Ausbildungsbetrieben. Eine langfristige Perspektive im Freistaat sehen aber nicht alle Umfrageteilnehmer...

Rund 60 Prozent der befragten Jugendlichen beurteilten ihre duale Ausbildung positiv. Ein Viertel gab den Lehrbetrieben und Firmen der Region sogar die Note 1 für ihre Ausbildungsleistung. „Beängstigend ist jedoch, dass jeder dritte Umfrageteilnehmer seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt zukünftig nicht in Thüringen sieht“, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.

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Dabei wären die Absolventen der Berufsausbildung äußerst wichtig für die Fachkräftesicherung im Freistaat. Um dem Nachwuchs eine langfristige Perspektive zu geben, seien noch größere Anstrengungen als bisher nötig. „Nur zwei Drittel der Jugendlichen gaben an, dass sie nach ihrer Ausbildung einen Arbeitsvertrag im Unternehmen erhalten haben“, so Grusser.

Die Zukunftspläne der Befragten zeigten eine hohe Leistungsbereitschaft und Motivation zur beruflichen Qualifizierung: Nach Beendigung der Lehre strebten immerhin 26 Prozent ein Studium an und 17 Prozent wollten eine Aufstiegsweiterbildung starten.

„Doch auch jeder Fünfte würde aus heutiger Sicht einen anderen Beruf wählen. Dies verlangt noch größere Anstrengungen in der Berufsorientierung, in der neben den Schulen auch die Eltern und Berufsberater der Kammern und Arbeitsagenturen verstärkt in die Pflicht genommen werden müssen“, fordert der IHK-Chef.

Im Moment suchten noch viele Thüringer Betriebe nach geeignetem Nachwuchs für das kommende Ausbildungsjahr. Pünktlich zum Ferienbeginn hatte die IHK Erfurt daher in der vergangenen Woche eine Telefonhotline eingerichtet. Unter der Rufnummer 0361 3484-244 informieren IHK-Bildungsexperten über freie Lehrstellen, erläutern Ausbildungsinhalte und geben Tipps zur Bewerbung. Derzeit sind über 300 offene Ausbildungsplätze in der Lehrstellenbörse der Kammer registriert. „Da ist sicher für fast jeden etwas Passendes dabei“, ermuntert Grusser die Jugendlichen zum raschen Handeln.
Autor: red

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