Mo, 15:17 Uhr
20.07.2015
KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
Internationales Summer Camp
Erstmalig wird in diesem Jahr in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora ein Summer Camp gemeinsam mit dem Service Civil International (SCI) organisiert. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen, internationalen Organisation in den nächsten Jahren ist geplant...
Kenntlichmachung des ehemaligen Standorts einer Lagerbaracke beim Summer Camp 2008. (Foto: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora )
Das Lager Dora wurde als Außenlager des KZ Buchenwald im Sommer 1943 gegründet. Es diente anfangs der Verlagerung der Raketenproduktion von Peenemünde in vor Luftangriffen geschützte Stollenanlagen bei Nordhausen. Später kamen weitere Rüstungsprojekte hinzu:
Zehntausende KZ-Häftlinge mussten 1944/45 Zwangsarbeit beim Ausbau unterirdischer Flugzeug- und Treibstoffwerke leisten. Zu ihrer Unterbringung richtete die SS neue Außenlager ein, die im Herbst 1944 mit dem Lager Dora zum selbständigen KZ Mittelbau zusammengefasst wurden. Mehr als 60 000 KZ-Häftlinge verschleppte die SS in den KZ-Komplex Mittelbau. Mindestens ein Drittel von ihnen erlebte das Kriegsende nicht.
Nach 1945 wurden die Baracken im Hauptlager abgebaut und als Bau- oder Brennmaterial in der zerstörten Stadt Nordhausen und im Landkreis verwendet. Übrig blieben Fundamente und Gebäudereste, die bald unter der Vegetation verschwanden.
Die rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Summer Camps werden in den ersten zwei Augustwochen auf dem ehemaligen Lagergelände die bereits in früheren Summer Camps begonnene Sichtbarmachung der ehemaligen Barackenstandorte fortsetzen. Die jungen Erwachsenen reisen unter anderem aus Deutschland, Japan, Russland, Serbien und Taiwan an.
Autor: red
Kenntlichmachung des ehemaligen Standorts einer Lagerbaracke beim Summer Camp 2008. (Foto: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora )
Das Lager Dora wurde als Außenlager des KZ Buchenwald im Sommer 1943 gegründet. Es diente anfangs der Verlagerung der Raketenproduktion von Peenemünde in vor Luftangriffen geschützte Stollenanlagen bei Nordhausen. Später kamen weitere Rüstungsprojekte hinzu:
Zehntausende KZ-Häftlinge mussten 1944/45 Zwangsarbeit beim Ausbau unterirdischer Flugzeug- und Treibstoffwerke leisten. Zu ihrer Unterbringung richtete die SS neue Außenlager ein, die im Herbst 1944 mit dem Lager Dora zum selbständigen KZ Mittelbau zusammengefasst wurden. Mehr als 60 000 KZ-Häftlinge verschleppte die SS in den KZ-Komplex Mittelbau. Mindestens ein Drittel von ihnen erlebte das Kriegsende nicht.
Nach 1945 wurden die Baracken im Hauptlager abgebaut und als Bau- oder Brennmaterial in der zerstörten Stadt Nordhausen und im Landkreis verwendet. Übrig blieben Fundamente und Gebäudereste, die bald unter der Vegetation verschwanden.
Die rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Summer Camps werden in den ersten zwei Augustwochen auf dem ehemaligen Lagergelände die bereits in früheren Summer Camps begonnene Sichtbarmachung der ehemaligen Barackenstandorte fortsetzen. Die jungen Erwachsenen reisen unter anderem aus Deutschland, Japan, Russland, Serbien und Taiwan an.

