Mo, 10:31 Uhr
20.07.2015
IHK kritisiert Höhe der Insolvenzabgabe
Firmenpleiten gehen zurück
Auch in den ersten Monaten des Jahres 2015 ist die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen rückläufig. Eine Tendenz, die nach Angaben der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt seit Jahren beobachtet werden kann. Bisher ist jedoch die Insolvenzabgabe nicht an die positive Entwicklung angepasst worden, moniert der Wirtschaftsverband...
Deutschlandweit sinkt die Zahl der Firmenpleiten. Dieser Trend hat verschiedene Ursachen: Neben der stabilen Konjunktur der letzten Jahre tragen die gegenwärtig günstigen Finanzierungsbedingungen mit Niedrigzinsen zu der positiven Entwicklung bei, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Hinzu komme, dass die Unternehmen ihre Hausaufgaben gemacht und die Eigenkapitaldecke erhöht hätten. Die Mehrzahl der Betriebe befände sich also in einer guten Verfassung mit einer kontinuierlich wachsenden Kapazitätsauslastung.
Umso unverständlicher ist es deshalb, dass für Firmen weiterhin die Insolvenzabgabe in Höhe von 0,15 Prozent der gezahlten Löhne fällig wird. Diese saldiert sich für die deutsche Wirtschaft allein im Jahr 2014 auf rund 1,3 Milliarden Euro, gibt der IHK-Chef zu bedenken.
Die Umlage dient dazu, Mittel für die Zahlung des Insolvenzgeldes aufzubringen, wenn Arbeitnehmer im Falle einer Pleite keinen Lohn mehr erhalten. Angesichts der positiven Entwicklung wird allerdings rund die Hälfte des über die Insolvenzumlage gesammelten Geldes nicht benötigt. Deshalb sollten die Betriebe, welche die Umlage allein finanzieren, auch davon profitieren. Eine Absenkung wäre daher nur konsequent und könnte die Unternehmen weiter entlasten, fordert Grusser.
Autor: redDeutschlandweit sinkt die Zahl der Firmenpleiten. Dieser Trend hat verschiedene Ursachen: Neben der stabilen Konjunktur der letzten Jahre tragen die gegenwärtig günstigen Finanzierungsbedingungen mit Niedrigzinsen zu der positiven Entwicklung bei, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Hinzu komme, dass die Unternehmen ihre Hausaufgaben gemacht und die Eigenkapitaldecke erhöht hätten. Die Mehrzahl der Betriebe befände sich also in einer guten Verfassung mit einer kontinuierlich wachsenden Kapazitätsauslastung.
Umso unverständlicher ist es deshalb, dass für Firmen weiterhin die Insolvenzabgabe in Höhe von 0,15 Prozent der gezahlten Löhne fällig wird. Diese saldiert sich für die deutsche Wirtschaft allein im Jahr 2014 auf rund 1,3 Milliarden Euro, gibt der IHK-Chef zu bedenken.
Die Umlage dient dazu, Mittel für die Zahlung des Insolvenzgeldes aufzubringen, wenn Arbeitnehmer im Falle einer Pleite keinen Lohn mehr erhalten. Angesichts der positiven Entwicklung wird allerdings rund die Hälfte des über die Insolvenzumlage gesammelten Geldes nicht benötigt. Deshalb sollten die Betriebe, welche die Umlage allein finanzieren, auch davon profitieren. Eine Absenkung wäre daher nur konsequent und könnte die Unternehmen weiter entlasten, fordert Grusser.

