Fr, 10:57 Uhr
28.05.2004
Appell an Vernunft
Nordhausen (nnz). Der Ausbildungsboykott-Aufruf von Innungen in den Kreisen Eichsfeldkreis und Nordhausen war Thema der jüngsten Vorstandssitzung der Handwerkskammer Erfurt. Zu welchem Ergebnis die Kammer kam, das erfahren Sie mit dem bekannten Klick.
Der Vorstand der Erfurter Handwerkskammer befürchtet, dass das Handwerk in Nordthüringen mit dieser Drohung bereits heute für sich selbst, für die Region und die dort lebenden Jugendlichen großen Schaden anrichtet. Denn das Handwerk ist auf selbst ausgebildete Fachkräfte angewiesen, um die Betriebe zukunftssicher aufzustellen. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist das Handwerk Ausbilder der Nation.
Sollten die Innungsbetriebe im Eichsfeld und in Nordhausen im kommenden Jahr einen weißen Ausbildungsfleck als Resultat ihres Aufrufes hervorrufen, werden sie eines weiter beschleunigen: Die Abwanderung der Jugend. Wir wollen, dass unsere Jugend hier in Thüringen ihre Zukunft sieht und eine Zukunftschance bekommt. Dafür stehen wir als Handwerk und werden alles versuchen, den jungen Menschen hier berufliche Perspektiven zu geben, betonte der Präsident der Handwerkskammer Erfurt, Rolf Ostermann, während der Vorstandssitzung.
Der Vorstand appellierte daher an die Handwerkervernunft der Innungsmitglieder in der Kreishandwerkerschaft Nordthüringen. Kein Betrieb bilde für die Handwerkskammer aus. Daher könne auch kein Betrieb mit einem Boykott gegen die Kammer zu Felde ziehen. Vielmehr sei Ausbildung betriebliche Zukunftssicherung, gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Unternehmen und regionale Fachkräftegewinnung und -sicherung. Der Vorstand forderte deshalb die Innungen auf, den Ausbildungsboykott umgehend zurückzunehmen und damit die Möglichkeit einer sachlichen Auseinandersetzung zu eröffnen.
Autor: nnzDer Vorstand der Erfurter Handwerkskammer befürchtet, dass das Handwerk in Nordthüringen mit dieser Drohung bereits heute für sich selbst, für die Region und die dort lebenden Jugendlichen großen Schaden anrichtet. Denn das Handwerk ist auf selbst ausgebildete Fachkräfte angewiesen, um die Betriebe zukunftssicher aufzustellen. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist das Handwerk Ausbilder der Nation.
Sollten die Innungsbetriebe im Eichsfeld und in Nordhausen im kommenden Jahr einen weißen Ausbildungsfleck als Resultat ihres Aufrufes hervorrufen, werden sie eines weiter beschleunigen: Die Abwanderung der Jugend. Wir wollen, dass unsere Jugend hier in Thüringen ihre Zukunft sieht und eine Zukunftschance bekommt. Dafür stehen wir als Handwerk und werden alles versuchen, den jungen Menschen hier berufliche Perspektiven zu geben, betonte der Präsident der Handwerkskammer Erfurt, Rolf Ostermann, während der Vorstandssitzung.
Der Vorstand appellierte daher an die Handwerkervernunft der Innungsmitglieder in der Kreishandwerkerschaft Nordthüringen. Kein Betrieb bilde für die Handwerkskammer aus. Daher könne auch kein Betrieb mit einem Boykott gegen die Kammer zu Felde ziehen. Vielmehr sei Ausbildung betriebliche Zukunftssicherung, gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Unternehmen und regionale Fachkräftegewinnung und -sicherung. Der Vorstand forderte deshalb die Innungen auf, den Ausbildungsboykott umgehend zurückzunehmen und damit die Möglichkeit einer sachlichen Auseinandersetzung zu eröffnen.

