So, 18:26 Uhr
17.06.2001
Nohra feierte sein 23. Reitturnier
Nohra (nnz). Das 23. Reitturnier von Nohra ist Geschichte. Vier Tage lang stand das kleine Dorf wiederum im Mittelpunkt des Thüringer Pferdesportinteresses. Heute noch einmal ging es um den Mitsubishi Cup 2001. Wer gewonnen hat, das sagte Ihnen schon heute die nnz.
Der pferdesportliche Höhepunkt des Sonntags war ohne Zweifel das Springen um den Mitsubishi Cup 2001. Nach einem spannenden ersten Durchlauf musste das Stechen entscheiden, wer den goldenen Pokal mitnehmen durfte. Angetreten waren Jan Peters, Jörg Schäfer und Gerold Kögele. Während Peters und Schäfer mit ihren Pferden jeweils am letzten Hindernis scheiterten (vier Punkte Abzug), konnte Kögele mit Richelieu das Stechen mit einem fehlerfreien Durchlauf für sich entscheiden. Peter Prengel konnte denn auch an den glücklichen Gewinner den Mitsubishi-Pokal überreichen (siehe Foto), für's Pferd gab es eine goldene Schleife.
Nohra 2001 war auch in diesem Jahr wieder mehr, als nur das Glück auf dem Rücken der Pferde. Der SV Friesen hat erneut bewiesen, dass auch in einer kleinen Gemeinde etwas Großes auf die Beine gestellt werden kann. Sicher, es müssen Sponsoren vorhanden sein, die mit ihren Mitteln das Anliegen unterstützen. Doch weit wichtiger ist die Resonanz eines Festes und seiner Vorbereitung in der Bevölkerung des Ortes. Und dann macht das kleine Nohra mach anderen Kommunen doch etwas vor. Neben dem Pferdesport boten die Nohraer in diesem Jahr natürlich auch viele kulturellen Leckerbissen wie die schon zur Tradition gewordene Horse-Night-Show. Neu war in diesem Jahr der Polit-Frühschoppen. Noch waren wenige am Sonntagmorgen um 10 Uhr für ernsthafte Politik zu interessieren. Doch
die, die zum Beispiel mit der SPD-Europaabgeordneten Margot Keßler, oder mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Egon Primas über das Leben im ländlichen Raum diskutieren wollten, hatten unbequeme Fragen auf Lager und: Sie erhielten klare Antworten. Mit in der Diskussionsrunde auch Landrat Joachim Claus (CDU), VG-Chef Bernd Gassmann und der Bürgermeister von Nohra, Wolfgang Stübe. Der Polit-Frühschoppen war eine weiterer Versuch der Organisatoren, das Angebot des Reitturniers zu erweitern.
Nicht nur die Pferdesportfreunde können also gespannt sein, was sich die Macher des SV Friesen in zwei Jahren einfallen lassen werden. In erster Linie wird Bewährtes beibehalten, vielleicht manches noch perfektioniert. Man wird erneut nach Partnern Ausschau halten und neue Programmpunkte auflegen. Nohra präsentierte sich an den zurückliegenden Tagen von einer Seite, die für die ländlichen Gemeinden im Landkreis Nordhausen typisch ist: Hier zieht ein Großteil der Einwohner - auch die Jungendlichen - nicht nur an einem Strick, sondern auch noch gemeinsam an einer Seite des Strickes.
Autor: nnz
Der pferdesportliche Höhepunkt des Sonntags war ohne Zweifel das Springen um den Mitsubishi Cup 2001. Nach einem spannenden ersten Durchlauf musste das Stechen entscheiden, wer den goldenen Pokal mitnehmen durfte. Angetreten waren Jan Peters, Jörg Schäfer und Gerold Kögele. Während Peters und Schäfer mit ihren Pferden jeweils am letzten Hindernis scheiterten (vier Punkte Abzug), konnte Kögele mit Richelieu das Stechen mit einem fehlerfreien Durchlauf für sich entscheiden. Peter Prengel konnte denn auch an den glücklichen Gewinner den Mitsubishi-Pokal überreichen (siehe Foto), für's Pferd gab es eine goldene Schleife.Nohra 2001 war auch in diesem Jahr wieder mehr, als nur das Glück auf dem Rücken der Pferde. Der SV Friesen hat erneut bewiesen, dass auch in einer kleinen Gemeinde etwas Großes auf die Beine gestellt werden kann. Sicher, es müssen Sponsoren vorhanden sein, die mit ihren Mitteln das Anliegen unterstützen. Doch weit wichtiger ist die Resonanz eines Festes und seiner Vorbereitung in der Bevölkerung des Ortes. Und dann macht das kleine Nohra mach anderen Kommunen doch etwas vor. Neben dem Pferdesport boten die Nohraer in diesem Jahr natürlich auch viele kulturellen Leckerbissen wie die schon zur Tradition gewordene Horse-Night-Show. Neu war in diesem Jahr der Polit-Frühschoppen. Noch waren wenige am Sonntagmorgen um 10 Uhr für ernsthafte Politik zu interessieren. Doch
die, die zum Beispiel mit der SPD-Europaabgeordneten Margot Keßler, oder mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Egon Primas über das Leben im ländlichen Raum diskutieren wollten, hatten unbequeme Fragen auf Lager und: Sie erhielten klare Antworten. Mit in der Diskussionsrunde auch Landrat Joachim Claus (CDU), VG-Chef Bernd Gassmann und der Bürgermeister von Nohra, Wolfgang Stübe. Der Polit-Frühschoppen war eine weiterer Versuch der Organisatoren, das Angebot des Reitturniers zu erweitern. Nicht nur die Pferdesportfreunde können also gespannt sein, was sich die Macher des SV Friesen in zwei Jahren einfallen lassen werden. In erster Linie wird Bewährtes beibehalten, vielleicht manches noch perfektioniert. Man wird erneut nach Partnern Ausschau halten und neue Programmpunkte auflegen. Nohra präsentierte sich an den zurückliegenden Tagen von einer Seite, die für die ländlichen Gemeinden im Landkreis Nordhausen typisch ist: Hier zieht ein Großteil der Einwohner - auch die Jungendlichen - nicht nur an einem Strick, sondern auch noch gemeinsam an einer Seite des Strickes.


