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So, 11:11 Uhr
05.07.2015

„Kunst und Kaffee“ jetzt auch in Ellrich?

Es war ein Entschluss, der das weitere Leben der Familie Weyand bestimmen sollte: sie als gebürtige Ellricherin zurück in ihre Heimatstadt – er verlässt seinen geliebten Westerwald, um mit ihr in Ellrich ein Café zu betreiben. Und da es nicht nur bei Kuchen, Kaffee und Eis bleiben soll, wenden sich beide an den Kunsthaus Meyenburg Förderverein, ob man nicht ein wenig helfen könne...

Herr Weyand am Tresen (Foto: privat) Herr Weyand am Tresen (Foto: privat)
Man wolle eben den Gästen auch etwas Kunst bieten, aber auch andere Besonderheiten, wie zum Beispiel eine speziell für Ellrich bereitete Röstung. Und da Frau Dr. Pientka eine „Alt-Ellricherin“ ist und ihr Ehemann den Förderverein des Kunsthauses leitet, gab es eine sofortige Zusage, mehrere Abstimmungen unter anderem mit Gerd Mackensen, der einige Grafiken speziell für dieses neue Kleinod am Nikolaiplatz, eines schönsten Flecke in diesem Städtchen, schuf.

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Und so können seit Samstag die Gäste fünf Arbeiten dieses Künstlers bewundern – zwei mit Motiven der Ellricher Johanniskirche, der Kirche, die auf dem Marktplatz nach der Wende „wieder aus Ruinen auferstand“ und zwei weitere nach Motiven und in der Art von Lyonel Feininger. Das fünfte Werk lieh Frau Dr. Pientka auf Wunsch von Antje Weyand aus ihrem Privatbesitz.

Doch nicht nur Kunst ‚an den Wänden‘ ist zu bewundern, sondern auch Unikate aus Porzellan – auf den Tischen als Milch- und Zuckerdöschen, zu kaufen in Form von speziell designten Tassen, Dosen und anderen Schmuckstücken. Die spezielle ‚Ellricher Röstung‘ kann ebenfalls in Tüten mit entsprechendem Label mit nach Hause genommen werden.

Mit diesem Cafè ist Ellrich wieder ein „Stück bunter“ geworden. Und damit auch dieses „Buntsein“ nicht verblassen soll, wurde schon mit weiteren Künstlern und der Kunst Zugewandten gesprochen. So gibt es bereits Zusagen für die nächsten ‚Hängungen‘ von Dieter Kerwitz und Ulrike Heise und für Fotoarbeiten von Manuela Sitz und Bettina Wernowsky, die ihre in Magdeburg bereits viel bewunderten Bilder von Island zeigen wird.

Dass dieses Café gern von den Ellrichern angenommen wird, zeigte der trotz fast unerträglicher Hitze nicht nachlassende Besucherstrom – und letztendlich wird mit diesem speziellen Angebot eine Lücke geschlossen, die die Zeit der DDR und die grenznahe Lage hinterließ. Die Ecke mit dem Café Hoppe mit dem echt italienischen Eis und die Konditorei am Markt – heute Domizil der Sparkasse – sind vielen Ellrichern noch gegenwärtig.

Bleibt zu hoffen, dass diese Verbindung von hochwertiger Kunst und Kaffee eine ähnliche Beliebtheit auch bei ‚auswärtigen‘ Besuchern erlangen möge wie Einrichtungen mit ähnlichem Angebot in Dörfern wie beispielsweise Harzungen, Limlingerode und Rothesütte, nicht zu vergessen und unvergessen Kaffee und Kuchen unter Ostbäumen serviert von Frau Kerwitz in Rüdigsdorf – leider heute Vergangenheit.

So bleibt abschließend festzustellen, dass die beliebte Reihe „KUNST und KAFFEE“ im Kunsthaus Meyenburg mit Unterstützung des Kunsthaus Meyenburg MEYENBURG Fördervereins auch eine kleine Schwester in Ellrich haben wird; hier aber mit Betonung auf Kaffee und nur an den Wänden mit Kunst.
Dr. Hannelore Pientka
Café-Chefin mit kleinem Hilfskoch (Foto: privat)
Frau Dr. Pientka als Leihgeberin (Foto: privat)
Mackensen im Feininger-Stil (Foto: privat)
Nische mit Panorama von Ellrich (Foto: privat)
Autor: red

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