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Fr, 11:29 Uhr
15.06.2001

Thüringer Konjunktur schwächt sich ab

Nordhausen (nnz/tls). Die 1.724 Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe (Industrie) erzielten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im April 2001 einen Umsatz von 3.019 Millionen Mark und überboten das Ergebnis des vergleichbaren Vorjahresmonats um 4,3 Prozent. Konkrete Zahlen liefert Ihnen die nnz.

Unter Ausschaltung von Saison- und Kalendereinflüssen ergab sich ein Wachstum von 3,9 Prozent. Diese Entwicklung wurde besonders durch die Verbrauchsgüterproduzenten (+ 19,3 Prozent) und die Vorleistungsgüterproduzenten (+ 13,2 Prozent) beeinflusst. Die Gebrauchsgüterproduzenten erzielten einen Zuwachs von 5,7 Prozent. Die Investitionsgüterproduzenten unterschritten das Ergebnis des Vorjahresmonats um 14,5 Prozent.

In das Inland wurden im April 2001 Waren im Wert von 2.346 Millionen Mark verkauft. Das waren 2,5 Prozent mehr als im April 2000. Unter Ausschaltung von Saison- und Kalendereinflüssen ergab sich ein Wachstum 2,2 Prozent. Die Verbrauchs- und die Vorleistungsgüterproduzenten setzten für 17,8 bzw. 12,4 Prozent mehr Waren im Inland ab. Die Gebrauchsgüterproduzenten erzielten ein Plus von 5,8 Prozent. Dagegen ging der Inlandsumsatz der Investitionsgüterproduzenten um 21,5 Prozent zurück.

Die Lieferungen in das Ausland stiegen gegenüber April 2000 um 11,2 Prozent auf 673 Millionen Mark. Unter Ausschaltung von Saison- und Kalendereinflüssen ergab sich ein Wachstum von 10,9 Prozent. Die Exportquote lag im April dieses Jahres mit 22,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats (20,9 Prozent). Deutliche Steigerungen gab es für die Verbrauchs- und Vorleistungsgüterproduzenten mit 35,5 bzw. 16,7 Prozent. Die Gebrauchsgüterproduzenten erzielten einen Zuwachs von 5,5 Prozent und die Investitionsgüterproduzenten von 3,7 Prozent.

Ende April 2001 waren in den Thüringer Industriebetrieben 136.805 Personen beschäftigt. Das waren 6.218 Personen mehr als Ende April 2000. In allen vier Hauptgruppen gab es mehr Beschäftigte. Ein Spitzenplatz nahm der Bereich der Vorleistungsgüterproduzenten ein. Hier wurden 3.704 neue Arbeitsplätze geschaffen. Gegenüber April 2000 ging durch die deutlichere Steigerung der Beschäftigtenzahl (+ 4,8 Prozent) im Vergleich zum Umsatz (+ 4,3 Prozent) die Produktivität um 0,5 Prozent zurück. Unter Ausschaltung von Saison- und Kalendereinflüssen ergab sich ein Rückgang von 1,0 Prozent.
Recht differenziert zeigt sich dabei die Entwicklung der Bereiche: Während die Verbrauchs- und die Vorleistungsgüterproduzenten das Vorjahresniveau um 14,4 bzw. 7,1 Prozent übertrafen, meldeten die Gebrauchs- und Investitionsgüterproduzenten einen um 0,4 bzw. 7,3 Prozent geringeren Umsatz je Beschäftigten.

Von Januar bis April 2001 setzten die Thüringer Industriebetriebe Waren im Wert von 12,6 Milliarden Mark ab. Das war rund eine Milliarde Mark (8,9 Prozent) mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs, jedoch prozentual nur rund die Hälfte des Wachstums im Vergleich der ersten vier Monate der Jahre 2000 und 1999. Der Inlandsumsatz erhöhte sich um 530 Millionen Mark bzw. 5,9 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es 13,7 Prozent. Der Auslandsumsatz erhöhte sich um 498 Millionen Mark bzw. 19,8 Prozent. Vor Jahresfrist betrug das Wachstum noch 34,1 Prozent. Die Produktivität stieg um 3,2 Prozent auf 92 596 DM Umsatz je Beschäftigten. Ein Jahr zuvor waren es 10,1 Prozent.
Autor: nnz

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