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Fr, 14:00 Uhr
26.06.2015

Gemeinsam Neuland betreten

Bis Mitte August sollen die Kooperationsverträge zwischen den kommunalen Unternehmen und den freien Trägern der Sport-, Kultur- Jugend- und Sozialarbeit geschlossen sein. Das ist das Ergebnis eines Treffens, zu dem gestern Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh die Geschäftsführer der kommunalen Unternehmen und der freien Träger eingeladen hatte...

Treffen mit den Trägern (Foto: P. Grabe|Stadtverwaltung Nordhausen) Treffen mit den Trägern (Foto: P. Grabe|Stadtverwaltung Nordhausen)
Schon in den kommenden zwei Wochen sollen zum einen die Träger ihre Kooperationsvorschläge melden, zum anderen sollen die kommunalen Gesellschaften ihre Anforderungen konkretisieren. Danach soll geprüft werden, welche Profile am besten zueinander passen.

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Dr. Zeh sagte zur Begrüßung, „Mit dem Kooperationsmodell gehen wir - vorerst für dieses Jahr - einen kreativen Weg, betreten Neuland. Man muss klar sagen: Selbsttäuschungen helfen nicht mehr. Vertröstungen nach der Gefühlslage `Irgendwie geht´s immer weiter` helfen auch niemandem mehr. In der Stadtkasse ist deutlich weniger Geld. Die Ausgaben steigen. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass es Konsens war bei den Geschäftsführern der kommunalen Unternehmen, dass nicht nur die Leistungen der Kommunalen Betriebe der Daseinsfürsorge dienen, sondern auch die Angebote der Vereine“, so der Oberbürgermeister.

„Dass die Unternehmen jetzt konkret Verantwortung übernehmen wollen, ist ein sehr gutes Zeichen. Damit kann man den Trägern im ersten Schritt für dieses Jahr Planungssicherheit geben. Zumindest für den städtischen freiwillig gezahlten Anteil an der Finanzierung.“

Die Moderatorin des Treffens, Stadtratsvorsitzende Inge Klaan, sagte, dass das Kooperationsmodell „Modellcharakter auch für die privaten Unternehmen haben sollte. Die städtischen Unternehmen sind jetzt Vorreiter. Das Projekt sollte schnell auf die Privatwirtschaft ausgedehnt werden. Die Vertreter der freien Träger, also der Sozialwirtschaft, sind durch ihre Nähe zu den jungen Menschen die Experten auch mit Blick auf die berufliche Entwicklung.

Sie kennen die Wünsche und Vorlieben der jungen Leute, können Entwicklungslinien und Trends antizipieren. Auf der anderen Seite steht die Privatwirtschaft. Sie ist zunehmend auf der Suche nach geeignetem Nachwuchs. Dort muss man verzahnen. Deshalb wäre die freie Wirtschaft gut beraten, sich im Sozialbereich zu engagieren. Geht es in diesem Jahr um die Bestandssicherung der Vereine und Verbände, so muss im nächsten Schritt die langfristige Kooperation auf den Weg gebracht werden.“

„Wir fühlen uns in hohem Maße in der Verantwortung. Dieser haben wir uns schon in der Vergangenheit gestellt“, sagte Stadtwerke – Geschäftsführer Olaf Salomon. „Wir wollen keine Schecks ausstellen. Wir wollen von den Fertigkeiten der Träger profitieren. Das beginnt beim der Unterstützung bei Hilfe bei der Nachwuchsgewinnung und kann beim Marketing, zum Beispiel durch die Jugendkunstschule – enden. Doch selbst, wenn aus dem Profil des einen oder anderen Trägers keine übermäßige Gegenleistung zu erwarten ist, werden wir von der Kooperation durch die engere Vernetzung profitieren. Es ist unsere gemeinsame Stadt. Und ob Träger oder Unternehmen: Wir wollen Verantwortung übernehmen und Nordhausen gestalten. Gemeinsam.“

Das wollte auch Frank Tuschy vom Kinder-Kirchenladen betont haben: „Selbst, wenn man nicht unbedingt eine Gegenleistung abholen kann – soziale Arbeit ist ein Wert an sich, den man schätzen sollte.“
Autor: red

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Kommentare
Rainer H.
26.06.2015, 20:38 Uhr
Rettung für Nordhäuser Jugendarbeit und Soziales
Da hat der Oberbürgermeister Dr. Zeh eine sehr gute Idee gehabt. Kommunale Unternehmen investieren nicht irgendwo sondern direkt in die Stadt in die Jugendarbeit. Mit dieser Art von Kooperation scheint für die nächsten Jahre eine Lösung gefunden, welche natürlich ausgebaut werden muß. Klasse Herr Oberbürgermeister! Weiter so!
murmeltier
26.06.2015, 20:49 Uhr
Bitte Klarheit
1. Die Finanzierung der Kinder- und Jugendarbeit ist gesetzlich bei den Landkreisen fixiert. Dafür ist im Kreishaushalt Geld eingestellt. Viel Geld. In Nordhausen hat man in Zeiten sprudelnder Quellen die Kinder- und Jugendarbeit großzügig mit unterstützt. Freiwillig, auch weil so beinahe jeder Träger seine Lobbyisten im Stadtrat platzieren konnte.

2. Nur haben halbseitig oder ganzseitig gesperrte Brücken, marode Straßen oder Gehwege, die mit Platten aus DDR_Produktion ausgestattet sind, keine Lobby in dieser Stadt.

3. Wenn die Kirche zum Beispiel sich einen Kinder-Kirchen-Laden mit eindeutig kirchlicher Ausrichtung in inhaltlicher Gestaltung leisten will, dann muss die den auch voll finanzieren. Warum sollen ich und andere Steuerzahler dafür aufkommen?

Ich habe den Eindruck (und nicht nur ich), dass mit dem Geld der Kommune und nun der kommunalen Unternehmen ausschließlich die Personalkosten der Kinder- und Jugendarbeiter bezahlt werden sollen. Die Kinder und Jugendlichen sind nur das Alibi des monatlichen Gehaltsempfangs.
Eckenblitz
28.06.2015, 15:09 Uhr
Murmeltier
wer sich mit den problemen des kreises und der stadt nordhausen beschäftigt, der kann dem kommentar von murmeltier, seine zustimmung nicht verweigern. besonders der letzte absatz trifft den nagel genau auf den kopf, oder nicht?
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