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Do, 15:25 Uhr
25.06.2015

Ein normaler Tag auf der Polizeiwache

Von Mitternacht bis 14 Uhr gab es für die Streifen des Nordhäuser Inspektionsdienstes 32 Einsätze. In den Nachtstunden wurde Streife gefahren und es blieb auch Zeit für liegengebliebene Schreibarbeiten...


Lediglich um Mitternacht wurde der Fund eines amtlichen Kennzeichens gemeldet, wenig später meldete ein Anwohner in der Altstadt ruhestörenden Lärm. Die Ruhe war schnell hergestellt.

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Um 6.30 Uhr dann die Meldung über zerstochene Autoreifen in der Bleicheröder Förster-Genzel-Straße. Die eingesetzten Beamten sollten bis weit nach Mittag damit zu tun haben. Insgesamt waren an acht Autos neun Reifen zerstochen worden. Die Vandalen waren auch durch die Ölstraße und die Talstraße gezogen.

Zwischendurch wurde noch ein Unfall in der Bach-Straße aufgenommen. Ein 45-Jähriger war mit seinem Auto rückwärts vom Grundstück auf die Straße gefahren und hatte dabei auf der anderen Straßenseite ein parkendes Auto gerammt. Der Schaden wurde auf rund 2.000 Euro geschätzt.

Um 7.30 Uhr meldeten besorgte Autofahrer freilaufende Pferde auf der ehemaligen B 80 in Bielen. Als wenig später die Streife eintraf, war der Pferdehalter bereits alarmiert und unterwegs, um seine Tiere einzufangen.

Anschließend ging es für die Streife auf die B 4. Am Abzweig Hain waren zwei Autos zusammengestoßen. Die Arbeiten an der Unfallstelle dauerten bis 10.30 Uhr.

Es ist 8 Uhr, als der Streifendienst mit Kollegen aus dem Ermittlungsdienst verstärkt werden muss. Aus Ellrich wurde ein Einbruch in eine Firma gemeldet. Dort hatten Unbekannte über Nacht einen Ford Focus gestohlen. Vermutlich, um ihr Diebesgut transportieren zu können. Gestohlen wurden diverse Werkzeuge, Maschinen und Materialien eines Lackierbetriebes. Der Wert der Beute wird auf mehr als 10.000 Euro geschätzt. Hinzu kommt der Wert des Autos.

Der nächste Einsatz ging wieder nach Bleicherode, diesmal in die Gartenstraße. Dort hatten über Nacht Unbekannte die Plane eines Festzeltes auf dem Gelände des Seniorenzentrums zerschnitten.

Wenig später ein Tatort in der Hauptstraße. Eine Rentnerin hatte gemeldet, dass ihr Briefkasten und die Klingel an der Haustür zerstört wurden.

Ein Kollege der Kriminalpolizei erstattete gegen 10 Uhr Anzeige. Er hatte bei einer Internetrecherche auf einem einschlägigen Portal entdeckt, dass ein Nordhäuser streng geschützte Tiere zum Verkauf anbot. Ein klarer Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz.

Die Streife, die am Morgen zum Unfall auf der B 4 eingesetzt war, hatte noch keine Pause gemacht und den Unfall noch nicht büromäßig bearbeitet, als sie 11 Uhr in die Südharzgalerie geschickt wurde. Der Detektiv hatte zwei Ladendiebe erwischt, deren Identität geklärt werden musste. Das Pärchen hatten eine elektrische Zahnbürste, Zahncreme und Mundwasser gestohlen.
Anschließend galt es auf dem Parkplatz am Marktkauf einen Unfall aufzunehmen, bevor bereits der nächste Ladendieb in der Marktpassage wartete.

Andere Kollegen nahmen inzwischen zwei Unfälle auf, bei denen sich die Verursacher aus dem Staub gemacht hatten. In einem Fall hatte eine Frau ihr Auto auf dem Krankenhausparkplatz beschädigt vorgefunden. Im zweiten Fall war ein Taxi auf der Autobahn gerammt worden, der Verursacher flüchtete ebenfalls.

Inzwischen schreiben wir 15 Uhr. Die Streife, die bereits Pferde gejagt und seit dem Morgen Unfälle aufgenommen hat, ist noch immer im Einsatz.
Thomas Soszynski
Autor: red

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Kommentare
Sinz2000
25.06.2015, 16:06 Uhr
Völlig normal ist das nicht
Entschuldigung Herr Soszynski, aber wenn man ihren Bericht so ließt, ich finde es nicht normal. Augenscheinlich wird der gesamte Landkreis von insgesamt 2 Einsatzfahrzeugen der Nordhäuser Polizei abgedeckt. Es sei denn, die Beamten des Ermittlungsdienstes unterstützen mal bei der Anzeigenaufnahme. Das scheint ja so selten zu sein, dass das extra erwähnt werden muss. Wenn ich die Masse an Fahrzeugen vor der Polizei an der Darre sehe, da frage ich mich, ob wirklich nur zwei Fahrzeuge im Einsatz sind. Mal abgesehen von den Fahrzeugen, die augenscheinlich ausschließlich Verkehrsüberwachung und Verkehrskontrollen machen. Das sind augenscheinlich täglich mehr als zwei Fahrzeuge. Wenn selbst die Polizei das schon als normal ansieht, na dann gute Nacht. 2 Einsatzfahrzeuge von Kraja bis Rodishain, ein Ermittlungsdienst der sich sogar mal zum Ermitteln sich auf die Straße und zum Ort des Verbrechens begibt ( ausnahmsweise mal ), Einsatzfahrzeuge mit in Kampfanzügen bekleidete Verkehrsspezialisten, die in jedem Fahrer unter 25 einen Drogenkonsumenten sehen und ein Kriminalist, der eine Anzeige erstattet, alles ganz normal. Insgesamt 4 Polizisten für die normale Polizeiarbeit und dass bei einer Anzahl an Beamten, dass nicht mal der Parkplatz vor der Polizei reicht. Warum stehen sonst die Autos bis in die Gartenanlage Petriblick und parken täglich sogar die ausgeschilderte Feuerwehrzufahrt an der alten Wohnwelt zu. Aber das nur am Rande. Alles halt ganz normal.
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