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Do, 09:41 Uhr
14.06.2001

Zum Einkaufen in die Sparkasse?

Raumschiff „Sparkasse“ Nordhausen (nnz). Kurz nach 8 Uhr war es soweit: Der „S-Shop“ der Nordhäuser Kreissparkasse erlebte im Marktkauf seine Premiere. Für das Nordhäuser Geldinstitut ein Schritt in eine neue Vermarktungs- und Kundenstrategie. In den kommenden Jahren wird sich noch viel verändern. nnz hat sich mit Sparkassendirektor Wolfgang Asche unterhalten.

„Mehr Zeit für unsere Kunden“, so beschreibt Wolfgang Asche die künftige Ausrichtung der Kreissparkasse. Dieses Projekt soll neben dem „Shop“ im Marktkauf in diesem Jahr in einer ersten Phase in den Zweistellen Ilfeld und Ellrich umgesetzt werden. Hier sind bereits oder werden künftig die „Barrieren fallen“. Die Zweigstellen werden sich offener präsentieren, die Schalteratmosphäre wird der Vergangenheit angehören. Noch in diesem Jahr soll die Zweigstelle in Nordhausen-Ost umgebaut werden.

Viel komplexer wird der Ausbau der Geschäftsstelle am Nordhäuser Grimmel im kommenden Jahr ausfallen. Hier stehen vor allem die Architekten vor einer kniffligen Aufgabe. Die Außenfassade soll ihr Gesicht verändern, im Innern sollen tragende Wände versetzt werden oder gänzlich verschwinden. Die Geschäftsstelle in Bleicherode wird sich anschließen. „Mehr Zeit für unsere Kunden“, das bedeutet zum Beispiel auch, die Kunden-, Anlage- und Vermögensberater von lästigen Schreibarbeiten zu entbinden. Die komplette Nachbearbeitung soll in einen sogenannten Back-Office-Bereich ausgegliedert, die beratenden Mitarbeiter durch Assistenten unterstützt werden. So können unter anderem die Geschäftskunden effektiver als bisher betreut werden, die derzeit drei Privatkundencenter werden auf zwei reduziert. Insgesamt soll die Beratung qualitativ und quantitativ ausgebaut werden.

Ab Oktober wird sich die Hauptstelle der Kreissparkasse auch sichtbar räumlich erweitern. Im bisherigen Telekomladen und im benachbarten Optikergeschäft soll ein sogenanntes „Kompetenzzentrum“ etbaliert werden, so der Arbeitstitel. In diesen Räumen wird sich alles rund um die Immobilie drehen. Da wird nicht nur die klassische Maklerarbeit im Mittelpunkt stehen, sondern die gesamte Immobilienpalette: Beratung, Vermittlung, Finanzierung, Versicherung und Bausparen. Erweitert werden hier auch die Öffnungszeiten. Kunden können bis 19 Uhr und auch am Samstag beraten werden.

Ein weiterer Weg, um die Leistungen der Kreissparkasse noch effizienter anzubieten, ist für Wolfgang Asche das Internet. Hier wollen die „Macher“ vom Kornmarkt in diesem Jahr erste Produkte auf der KSK-Plattform offerieren, die vom Kunden direkt über der Internet gekauft werden können. Ein Call-Center soll die Erreichbarkeit des Hauses insgesamt erhöhen.

Fazit: Die Sparkasse setzt auf eine moderne, kundenorientierte Ausrichtung. Die Möglichkeit der Erreichbarkeit soll wesentlich erhöht werden. Dabei soll der Weg der Kunden in die Hauptstelle nicht unterdrückt werden. Im Gegenteil. Dem KSK-Vorstand schwebt ein „Erlebnisbanking“ vor. Nicht nur Geldgeschäfte am Kornmarkt sollen erledigt werden, vielleicht sollte man die immer knappere Zeit gleichzeitig fürs Einkaufen nutzen. Dazu soll der mit der heutigen Shop-Eröffnung eingeschlagenen Weg umgekehrt werden. Nicht in den Supermarkt und nebenbei „banken“, sondern in die Bank zur Beratung, zum Geldausgabeautomaten und zum Shoppen - so die Visionen. Und warum soll der Sparkassenkunde nicht in zwei oder drei Jahren in der Hauptstelle der Kreissparkasse ein Telefon kaufen oder eine Ferienreise buchen können?
Autor: nnz

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