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Fr, 08:50 Uhr
12.06.2015

Zoff bei den Linken

Wenn sich die Linke nicht der politischen Auseinandersetzung mit anderen Parteien widmet, dann beschäftigt sie sich mit sich selbst. Das geht mitunter bis an die Schmerzgrenze. Wie in dieser Woche...


Birgit Keller, Ex-Landtagsabgeordnete, Ex-Landrätin und jetzt Ministerin ist seit Jahrzehnten Mitglied des Kreisvorstandes ihrer Partei.

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Seit dieser Woche nicht mehr. Sie hat - so die Informationen der nnz, ihre Arbeit niedergelegt. Dieser Fakt wird sehr unterschiedlich interpretiert. Da spricht Kreisvorsitzender Alexander Scharff von einem "unspektakulären Schritt", der mit dem ministeriellen Arbeitspensum verbunden sei. Rainer Bachmann spricht sogar von einem gewissen Grad an Verständigung, der während der Sitzung zu verspüren gewesen sei. Allerdings räumt er ein, dass er bei diesem Tagesordnungspunkt der nicht öffentlichen Versammlung nicht mehr anwesend gewesen sei.

Andere Genossen wollen den Keller-Schritt gänzlich anders deuten. "Der Kreisvorsitzende Scharff habe diejenigen Genossen angeprangert, die sich im Stichwahlkampf um den Landratsposten eindeutig für den SPD-Kandidaten Matthias Jendricke ausgesprochen hatten", sagt ein Teilnehmer der Beratung der nnz, der allerdings nicht namentlich genannt werden will. Das waren neben Birgit Keller auch Rainer Bachmann, die Bleicheröder Basisorganisation und Matthias Mitteldorf, alles nachzulesen in dieser Zeitung.

Zur Erinnerung: Der Kreisvorstand hatte sich nach dem ersten Wahlgang keine Empfehlung für einen der beiden Stichwahlkandidaten abringen können. Das aber hatte der Landesvorstand vermutlich anders gesehen und prompt posierte SPD-Kandidat Jendricke gemeinsam mit Birgit Keller und Bodo Ramelow auf diversen Fotos.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
Liane Enzinger
12.06.2015, 09:38 Uhr
Herr Scharff hat richtig gelegen
Herr Scharff dürfte aus meiner Sicht richtig gelegen haben mit seinem konsequenten Abgrenzungskurs zu Jendrike.

Er wird die Demütigungen nicht vergessen haben, die seitens der Nordhäuser SPD den Linken zugefügt wurden. Und die Linken sind nun mal der gefährlichste Gegner der SPD. Das haben aber Keller oder Mitteldorf nicht erkannt, sonst hätten sie sich nicht zu Jendricke Steigbügelhaltern gemacht. Da ist im strategischen Denken und Planen Herr Scharff deutlich weiter.

Und ob sich Herr Ramelow mit dem Foto mit Herrn Jendrike tatsächlich einen Gefallen getan hat, darf bezweifelt werden.

Es wäre nur fair gewesen seitens seiner Berater, ihn vollumfänglich in Kenntnis zu setzen, wer da an seiner Seite steht.

Liane Enzinger, M.A.
Glaskugel
12.06.2015, 11:22 Uhr
Das Hemd sitzt näher als der Rock
Das haben auch Keller und Mitteldorf erkannt. Beide haben persönliche direkte und indirekte Interessen in Erfurt. Wer da im Rudel mitspielen und etwas werden oder bleiben will muss zusammen mit den Sozialdemokraten heulen.

Da sind für die eigene Karriere Beschlüsse und Absprachen in der eigenen Basisorganisation nur hinderlich. Deshalb ignoriert man sie und führt die eigenen Genossen vor. Aber Hauptsache Herr Scharff hat daraus gelernt und manövriert Salon-Kommunisten in die ihnen zustehende Ecke.
Leser X
12.06.2015, 11:30 Uhr
Alles ist eins und links ist nicht mehr links...
... insofern ist für mich diese Nachricht eine völlig unwichtige. Frau Keller wollte schon immer etwas werden, ihr Instrument war die LINKE.

Andere wollten auch was werden, und ihr Instrument waren CDUSPDGRÜNEFDPAFD...

... keiner von all denen vertritt die Interessen des Volkes, sie alle nehmen Teil am täglichen irreführen und belügen des Volkes. Sie alle werden bei der nächsten Wende weggespült wie einst die SED, weil sie nicht einen Deut besser sind...
Altstadtfan
12.06.2015, 12:46 Uhr
Wo bleibt das Gewissen ?
Herr Scharff hat doch vollkommen Recht , vor zwei Jahren war Herr Jendricke für die Linken als Ober- Bürgermeister nicht wählbar . Jetzt ist man Minister in Erfurt und gleich wird die
Arbeit in Nordhausen vergessen , alles zum Machterhalt von rot-rot-grün in Erfurt.
Wolfi65
12.06.2015, 13:01 Uhr
@Leser X
Das mit dem" nicht Deut besser", ist eine Fehleinschätzung.
Die Damaligen haben dem kleinen Mann noch das letzte Kissen gelassen.
Die Heutigen nehmen noch das letzte Kissen weg, wenn sie es dann können.
Und dann kommen wieder die Latrinen Parolen: "Dann zieht doch weg, wenn es Euch nicht passt!"
Und meine Antwort heißt: Wir bleiben hier, denn wir waren schon immer hier!
Viele Grüße in die gebrauchten Altbundesländer.
Danke fürs kommen und danke für gehen.
Thank You for Comming and thank You for going!
Boris Weißtal
13.06.2015, 00:35 Uhr
aaach Wolfi
wer hat dich denn wieder freigelassen? Endlich ging es mal wochenlang um die Sache und nun wieder so ein Wirrwarrkommentar. Mensch begreife es endlich: Die Linken sind eine demokratische Partei und dazu gehört, dass man sich mal öffentlich streiten darf. Haben alle begriffen, außer die SPD. Und dein Ossi-Wessi-Geschwätz interessiert nicht mal mehr den letzten Wendeverlierer. Denke immer daran: Du wärst heute Stammgast im Bauhof. Wenn ich so überlege, war wirklich nicht alles schlecht in der DDR....
Wolfi65
13.06.2015, 09:16 Uhr
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Wolfi65
13.06.2015, 09:26 Uhr
@weistal
Guck mal in den Spiegel!
Wolfi65
13.06.2015, 10:18 Uhr
Muss ich doch noch mal wegen des Weißtal richtigstellen!
Ich habe die Partei der Linken in meinen Kommentar weder angegriffen noch hochgehalten.
Es ging hier einzig und allein um ein Gegenkommentar zu @Leser X.
Also wenn sich "Genosse Weißtal" angegriffen fühlt, möchte ich mich hiermit entschuldigen.
Ich entschuldige aber nicht die schriftlichen Ausfälle des @Weißtal.

Ich bin und wäre zu DDR Zeiten niemals im Bauhof geendet, da ich in Berlin und anderswo in der DDR bei der Streckenelektrifizierung der Deutschen Reichsbahn beschäftig war und das Dreifache eines DDR Fabrikarbeiters im Monat in der Lohntüte hatte.
Ich habe bis zu 90,- DDR Mark im Monat an Parteibeitrag gelöhnt.
Und das über Jahre hinweg.
Also brauch mir hier keiner ein Problembürgerliches Leben andichten wollen.
Auch nicht Genosse Weißtal.
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