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Do, 07:00 Uhr
11.06.2015

Letzte Ruhe für Mensch und Tier

Für die meisten Haustierbesitzer ist ihr kleiner Freund fast so bedeutsam wie ein Mensch. das ist im Leben so, warum nicht auch für die "Zeit danach". In Nordhausen macht man sich Gedanken für eine gemeinsame Bestattung von Mensch und Tier...

Gemeinsames Grab (Foto: Bestattungshaus Nordhausen) Gemeinsames Grab (Foto: Bestattungshaus Nordhausen)

Laut einer repräsentativen Umfrage der Apotheken-Umschau meinen 87,2 Prozent der befragten Tierhalter, dass ihr Haustier ein wichtiges Familienmitglied sei, dessen Bedürfnisse sie sehr ernst nehmen. Das gilt vor allem für die Hundehalter.

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83,7 Prozent aller befragten Haustierbesitzer sagen, dass Tiere unbedingt zu einem erfüllten Leben dazu gehören, 65,0 Prozent haben das Gefühl, dass ihr Tier sie wirklich versteht. Jeder zweite Haustierfreund sieht in seinem Tier den Ersatz für menschliche Nähe, etwa wenn er krank oder traurig ist.

Dem stimmen vor allem weibliche und alleinlebende Haustierbesitzer zu. So sorgt sich dann auch jeder dritte deutsche Haustierhalter sehr darum, wer sich um Hund oder Hamster kümmert, wenn er selbst wegen Krankheit oder Abwesenheit nicht da sein kann. Fast ebenso viele bringen es auf den Punkt: Für sie ist ihr Haustier der wichtigste Bezugspunkt in ihrem Leben.

Was aber wenn der geliebte Begleiter stirbt? In Nordhausen gibt es seit 2013 die Tierbestattung Sternenhimmel die sich um die Bestattung dieser Tiere kümmert. Aber auch an die Humanbestatter werden mehr und mehr Fragen heran getragen ob es denn nicht möglich sei gemeinsam mit dem treusten Freund des Menschen bestattet zu werden.

Dem Tagesspiegel ist Mitte Mai folgendes zu entnehmen: Ab sofort können sich Menschen gemeinsam mit ihrem Haustier bestatten lassen. Dabei werden auf eigenen Friedhöfen die Urnen von beiden im gleichen Grab beigesetzt, teilte die Deutsche Friedhofsgesellschaft am Dienstag in Essen mit. Möglich seien hier nur Urnengräber. Im Juni sollen die ersten dafür ausgewiesenen Friedhöfe in Braubach bei Koblenz und in Essen eingeweiht werden. Weitere Standorte seien in Vorbereitung.

Mit dem neuen Angebot könnten Haustierhalter nun für eine gemeinsame Bestattung vorsorgen. Zudem stünden heute in vielen Haushalten bereits Tierurnen, für deren letzte Ruhestätte es nun einen geeigneten Ort gebe. Auch wenn die Urnen in einem Grab vereint würden, erfolgten Überführung und Einäscherung immer streng getrennt nach Mensch und Tier, unterstrich die Friedhofsgesellschaft.

Seit längerer Zeit arbeitet auch die Friedhofsverwaltung der Stadt Nordhausen an einigen neuen Konzepten, die den Friedhof als Beisetzungsort wieder attraktiver machen soll. Zu überlegen wäre da, ob diese Art der Bestattung eine Akzeptanz in der Nordhäuser Bevölkerung finden würde. Ein gesondertes Grabfeld wäre hier eine Voraussetzung was aber bei den Überhangflächen auf dem Hauptfriedhof wohl kein Problem darstellen würde. Ein mutiger aber richtungsweisender Schritt wäre es allemal, sind sich Thorsten Käferstein von der Tierbestattung "Sternenhimmel" und Frank Meier vom Bestattungshaus Nordhausen einig.

Was Sie, die Leserinnen und Leser von einer Bestattung für Mensch und Tier halten, dazu können Sie auch unsere Umfrage nutzen.
Autor: red

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Kommentare
Aus die Maus
11.06.2015, 20:12 Uhr
Tiere
Tiere sind wie Medizin.
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