Sa, 09:00 Uhr
06.06.2015
Wasser Marsch! in Sundhausen
Ein paar Reden, ein schneller Schnitt und ein dreifaches "Wasser Marsch!" - so wurde heute Nachmittag das neue Gerätehaus der Sundhäuser Feuerwehr offiziell seiner Bestimmung übergeben. Dem fröhlichen Fest war einiger Ärger am Bau vorangegangen. Das tat der Freude heute aber keinen Abbruch. Und eine Extra-Überraschung gab es für die Kameraden auch noch...
Die Kameraden der Sundhäuser Feuerwehr können sich nach langem warten endlich über ihr neues Gerätehaus freuen (Foto: Angelo Glashagel)
"Güte und Schlagkraft" einer Feuerwehr unterlägen heute anderen Anforderungen als früher, sagte Gerd Jung, Leiter der Nordhäuser Berufsfeuerwehr anlässlich der feierlichen Übergabe des neuen Gerätehauses für die Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr Sundhausen. Es ginge heute nicht mehr nur darum Brände zu löschen. Vielmehr habe sich die Feuerwehr zu einer universellen Eingreiftruppe entwickelt, die immer öfter auch zu anderen Einsätzen ausrücken müsse.
Besonders zutreffend ist das für die 48 Sundhäuser Kameraden. Denn ihr Schwerpunkt liegt, durch die Nähe zur Autobahn, auch auf Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, ein sehr herausforderndes und nicht ganz ungefährliches Aufgabengebiet.
Um diese Aufgaben adäquat und vor allem zeitnah erfüllen zu können, braucht es moderne Technik, Menschen die sie bedienen und instandhalten können, aber auch einen Platz zum unterstellen. Und den haben die Sundhäuser nun endlich.
Bereits im Jahr 2012 waren für die Sundhäuser Fördermittelanträge für den Anbau einer Fahrzeughalle und den Umbau der Sozialräume gestellt worden. Diese Anträge wurden im Ende 2013 durch den Freistaat Thüringen in Höhe von 64.000 Euro sowie durch den Landkreis Nordhausen in Höhe von ebenfalls 64.000 Euro genehmigt. Der Landkreis finanzierte dabei einen Einstellplatz für den Landkreiseigenen Katastrophenschutz-Zug.
Da bereits im Mai 2013 die Baugenehmigung beantragt und diese im Juli 2014 erteilt wurde, konnte kurzfristig nach der Fördermittelzusage mit der Ausführungsplanung und der gewerkeweisen Ausschreibung begonnen werden. Des Weiteren mussten bis zum Herbst 2013 diverse Pachtverträge für Nachbargrundstücke gekündigt werden, da diese Flächen für den Neubau der Fahrzeughalle sowie die Außenanlagen benötigt wurden.
Im Frühjahr 2014 konnte nach der Frostperiode mit den Rohbauarbeiten begonnen werden. Nach einem straffen Zeitplan wurde die Baumaßnahme nur wenige Monate später schlüsselfertig zum 31.07. fertiggestellt. Als letzte Bauleistung wurde ein Estrich samt Rüttelbodenverfliesung in der Fahrzeughalle eingebracht. Und hier schließlich, schlichen sich Fehler ein, die eine Übergabe des Baus bis heute verzögerten. Der fehlerhafte Estrich musste entfernt und der Fußboden erneut verlegt werden. Insgesamt waren bei Planung und Errichtung des Gebäudes fünf Planungsbüros und 25 Firmen beteiligt, die größtenteils aus der Nordhäuser Region stammten. Die Baumaßnahme hat insgesamt 382.000,00 € gekostet, wovon 128.000,00 € Fördermittel waren.
Den Sundhäuser Kameraden stehen nunmehr eine moderne Fahrzeughalle sowie ansprechende Sozialräume zur Verfügung. Durch die gewählte Architektur der Fahrzeughalle sowie die gleichzeitige Sanierung der Nebengebäude hat sich auch das Ortsbild in diesem Bereich von Sundhausen positiv entwickelt.
Ein schöner Tag, nicht nur für Sundhausen - zur Eröffnung war auch die Politik erschienen (Foto: Angelo Glashagel)
Zur Eröffnung waren nicht nur die Kameraden der Feuerwehr mitsamt Nachwuchsmannschaft und viele Sundhäuser erschienen, sondern natürlich auch die Politik. Oberbürgermeister Zeh und der frischgebackene Landrat Matthias Jendricke hatten sich eingefunden.
Die zahlreichen Danksagungen übernahm Zeh, es sei ein schöner Tag an dem ein langes Projekt sein Ende gefunden habe. "Die Feuerwehrleute, die sich für das Leben und die Sicherheit der Bürger einsetzen, haben das verdient", sagte Zeh. Für dieses wichtige Thema der Daseinsvorsorge werde man im Stadtrat immer ein offenes Ohr haben.
Matthias Jendricke erinnerte daran, das man das neue Gerätehaus eigentlich schon im Herbst hatte eröffnen wollen und hob die Bedeutung für den Landkreis hervor. Am Knotenpunkt A38 würden die Kameraden seit Jahren verantwortungsvoll ihre Tätigkeit ausüben. Es würde ihn freuen, scherzte Jendricke weiter, wenn man in Zukunft noch öfter Feuerwehrgebäude übergeben könne - die Standortfrage für einen Neubau in Nordhausen selbst hängt immer noch in der Luft, schmunzeln bei den Anwesenden, Lacher aus dem Publikum.
Während der Bauzeit hatten sich die Sundhäuser Kameraden anderweitig beholfen und ihre Fahrzeuge bei der Firma Escher untergestellt. Nur so konnten die Einsatzzeiten auch gewährleistet werden.
Besondere Überraschung: Oliver Wönnmann und Monique van Asten hatten den Kameraden ein großes, rotes Geschenk mitgebracht (Foto: Angelo Glashagel)
Neben der schicken neuen Halle erwartete die Floriansjünger noch zwei weitere Überraschungen. Zum einen wurde der Teil des Katastrophenzug durch Landrat Jendricke geehrt, der eine Urkunde samt Zuwendung von Kreis und Land mitgebracht hatte. Zum anderen hatten sich Oliver Wönnmann, Geschäftsführer der Firma Feuerpowertrain und bekennender Feuerwehrfan, und die Firma van Asten etwas überlegt: ein großes, rotes Geschenk für die Sundhäuser. Mit Blaulicht und Martinshorn fuhren Wönnmann und Monique van Asten in einem neuen Einsatzfahrzeug samt Anhänger vor, den sie den Sundhäuser Kameraden übergaben.
Angelo Glashagel
Autor: red
Die Kameraden der Sundhäuser Feuerwehr können sich nach langem warten endlich über ihr neues Gerätehaus freuen (Foto: Angelo Glashagel)
"Güte und Schlagkraft" einer Feuerwehr unterlägen heute anderen Anforderungen als früher, sagte Gerd Jung, Leiter der Nordhäuser Berufsfeuerwehr anlässlich der feierlichen Übergabe des neuen Gerätehauses für die Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr Sundhausen. Es ginge heute nicht mehr nur darum Brände zu löschen. Vielmehr habe sich die Feuerwehr zu einer universellen Eingreiftruppe entwickelt, die immer öfter auch zu anderen Einsätzen ausrücken müsse.
Besonders zutreffend ist das für die 48 Sundhäuser Kameraden. Denn ihr Schwerpunkt liegt, durch die Nähe zur Autobahn, auch auf Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, ein sehr herausforderndes und nicht ganz ungefährliches Aufgabengebiet.
Um diese Aufgaben adäquat und vor allem zeitnah erfüllen zu können, braucht es moderne Technik, Menschen die sie bedienen und instandhalten können, aber auch einen Platz zum unterstellen. Und den haben die Sundhäuser nun endlich.
Bereits im Jahr 2012 waren für die Sundhäuser Fördermittelanträge für den Anbau einer Fahrzeughalle und den Umbau der Sozialräume gestellt worden. Diese Anträge wurden im Ende 2013 durch den Freistaat Thüringen in Höhe von 64.000 Euro sowie durch den Landkreis Nordhausen in Höhe von ebenfalls 64.000 Euro genehmigt. Der Landkreis finanzierte dabei einen Einstellplatz für den Landkreiseigenen Katastrophenschutz-Zug.
Da bereits im Mai 2013 die Baugenehmigung beantragt und diese im Juli 2014 erteilt wurde, konnte kurzfristig nach der Fördermittelzusage mit der Ausführungsplanung und der gewerkeweisen Ausschreibung begonnen werden. Des Weiteren mussten bis zum Herbst 2013 diverse Pachtverträge für Nachbargrundstücke gekündigt werden, da diese Flächen für den Neubau der Fahrzeughalle sowie die Außenanlagen benötigt wurden.
Im Frühjahr 2014 konnte nach der Frostperiode mit den Rohbauarbeiten begonnen werden. Nach einem straffen Zeitplan wurde die Baumaßnahme nur wenige Monate später schlüsselfertig zum 31.07. fertiggestellt. Als letzte Bauleistung wurde ein Estrich samt Rüttelbodenverfliesung in der Fahrzeughalle eingebracht. Und hier schließlich, schlichen sich Fehler ein, die eine Übergabe des Baus bis heute verzögerten. Der fehlerhafte Estrich musste entfernt und der Fußboden erneut verlegt werden. Insgesamt waren bei Planung und Errichtung des Gebäudes fünf Planungsbüros und 25 Firmen beteiligt, die größtenteils aus der Nordhäuser Region stammten. Die Baumaßnahme hat insgesamt 382.000,00 € gekostet, wovon 128.000,00 € Fördermittel waren.
Den Sundhäuser Kameraden stehen nunmehr eine moderne Fahrzeughalle sowie ansprechende Sozialräume zur Verfügung. Durch die gewählte Architektur der Fahrzeughalle sowie die gleichzeitige Sanierung der Nebengebäude hat sich auch das Ortsbild in diesem Bereich von Sundhausen positiv entwickelt.
Ein schöner Tag, nicht nur für Sundhausen - zur Eröffnung war auch die Politik erschienen (Foto: Angelo Glashagel)
Zur Eröffnung waren nicht nur die Kameraden der Feuerwehr mitsamt Nachwuchsmannschaft und viele Sundhäuser erschienen, sondern natürlich auch die Politik. Oberbürgermeister Zeh und der frischgebackene Landrat Matthias Jendricke hatten sich eingefunden.
Die zahlreichen Danksagungen übernahm Zeh, es sei ein schöner Tag an dem ein langes Projekt sein Ende gefunden habe. "Die Feuerwehrleute, die sich für das Leben und die Sicherheit der Bürger einsetzen, haben das verdient", sagte Zeh. Für dieses wichtige Thema der Daseinsvorsorge werde man im Stadtrat immer ein offenes Ohr haben.
Matthias Jendricke erinnerte daran, das man das neue Gerätehaus eigentlich schon im Herbst hatte eröffnen wollen und hob die Bedeutung für den Landkreis hervor. Am Knotenpunkt A38 würden die Kameraden seit Jahren verantwortungsvoll ihre Tätigkeit ausüben. Es würde ihn freuen, scherzte Jendricke weiter, wenn man in Zukunft noch öfter Feuerwehrgebäude übergeben könne - die Standortfrage für einen Neubau in Nordhausen selbst hängt immer noch in der Luft, schmunzeln bei den Anwesenden, Lacher aus dem Publikum.
Während der Bauzeit hatten sich die Sundhäuser Kameraden anderweitig beholfen und ihre Fahrzeuge bei der Firma Escher untergestellt. Nur so konnten die Einsatzzeiten auch gewährleistet werden.
Besondere Überraschung: Oliver Wönnmann und Monique van Asten hatten den Kameraden ein großes, rotes Geschenk mitgebracht (Foto: Angelo Glashagel)
Neben der schicken neuen Halle erwartete die Floriansjünger noch zwei weitere Überraschungen. Zum einen wurde der Teil des Katastrophenzug durch Landrat Jendricke geehrt, der eine Urkunde samt Zuwendung von Kreis und Land mitgebracht hatte. Zum anderen hatten sich Oliver Wönnmann, Geschäftsführer der Firma Feuerpowertrain und bekennender Feuerwehrfan, und die Firma van Asten etwas überlegt: ein großes, rotes Geschenk für die Sundhäuser. Mit Blaulicht und Martinshorn fuhren Wönnmann und Monique van Asten in einem neuen Einsatzfahrzeug samt Anhänger vor, den sie den Sundhäuser Kameraden übergaben.
Angelo Glashagel









































