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Mi, 12:20 Uhr
26.05.2004

Barbara Rinke für Oberzentrum

Nordhausen (nnz). In die Diskussion zum Landesentwicklungsplan hat sich jetzt auch die Nordhäuser Oberbürgermeisterin eingeschaltet. In einem Brief an Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) plädiert Barbara Rinke für den Status eines Oberzentrums für Rolandstadt...


Nach Aussage von Regierungssprecher Spindeldreier sieht der Entwurf des Landesentwicklungsplanes, der Anfang Juni im Thüringer Kabinett in Erfurt verabschiedet werden soll, die Aufwertung Nordhausens als Mittelzentrum vor, das Teilfunktionen eines Oberzentrums erhalten solle. "Dies stellt für uns keine Aufwertung dar, da wir diesen Status bereits seit 1993 besitzen", sagte die Oberbürgermeisterin. In ihrem Brief an den Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus macht Barbara Rinke jetzt eindringlich darauf aufmerksam, wie wichtig die Entscheidung des Kabinetts für ein Oberzentrum Nordhausen ist, für die Stadt und die Region, ihre Menschen und besonders die Wirtschaft.

"Die Einstufung als Oberzentrum wäre großer Ansporn für alle, welche die Stadt und die Region lebendig halten und gemeinsam weiter entwickeln möchten“, heißt es in ihrem Brief. Vor allem für die Wirtschaft bedeute die Aufwertung Nordhausens Orientierung und Planungssicherheit - sowohl für die bereits hier existierenden Unternehmen, als auch für jene, die Nordhausen als Standort - zum Beispiel auf dem geplanten Industriegebiet - in Betracht ziehen. „Dieser Fakt ist unseres Erachtens nach von größter Bedeutung!", führt sie weiter aus.

Für die Entwicklung der Hochschulstadt Nordhausen zum Oberzentrum spräche u. a., dass Nordhausen bereits das Wissenschafts-, Wirtschafts-, Gesundheits- und Handelszentrum und als Standort von wichtigen Behörden auch Verwaltungszentrum in Nordthüringen ist. Mit der Landesgartenschau und den gewaltigen Investitionen der letzten Jahre habe Nordhausen in punkto Stadtentwicklung einen Riesen-Schritt nach vorn gemacht. Nordhausen sei darüber hinaus Verkehrsknoten für die Region sowie als Theaterstadt auch bedeutender Kulturstandort in Nordthüringen. Als eigenständiger Schulträger, Mitgesellschafter des größten kommunalen Krankenhauses und Träger des öffentlichen Nahverkehrs erfülle die Stadt seit vielen Jahren Aufgaben, die über die städtischen Belange hinaus gingen.

„Der Verzicht auf unser Entwicklungsziel hätte zur Folge, dass wir langfristig diese Aufgaben an den Kreis zurückgeben müssten. Das kann nur zu einer Schwächung der gesamten Region führen", so Barbara Rinke. „Die Orientierung auf den Status eines Oberzentrums ließ uns diese Aufgaben trotz schwieriger finanzieller Haushaltslage mit Unterstützung zahlreicher Partner zuverlässig erfüllen. Angesichts dieser wichtigen Faktoren wäre die Aufwertung Nordhausens der logische und richtige Schritt."
Autor: nnz

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