Sa, 00:01 Uhr
30.05.2015
Forum: Warum so einseitig?
Unter der Überschrift "Thüringen als Wanderland stärken" kam eine Pressemeldung aus der CDU-Landtagsfraktion: Bühl: Konzepte für die Qualität der Wanderwege im Thüringer Wald müssen her. Da fragt sich sicher nicht nur kn, haben wir im Norden Thüringens keine Wanderwege? Warum so einseitig?
Die Wanderwege im Thüringer Wald gehören zu den Filetstücken des Thüringer Tourismus. Dafür muss man sie so pflegen, dass sie für Wanderer begehbar und optimal gekennzeichnet sind. Dafür tragen Land, Kommunen und die Forstwirtschaft eine gemeinsame Verantwortung. Das hat der tourismuspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Andreas Bühl, anlässlich des Thüringer Wandertages 2015 am kommenden Sonntag erklärt. Angesichts der Altersstruktur der Wegewarte sieht Bühl Bedarf an einer vorausschauenden Planung.
Mit Blick auf die aktuellen Tourismuszahlen im Freistaat mahnte Bühl den Erhalt der Qualität von Wanderwegen an. Es sei nötig, über die Quantität die Qualität nicht zu vernachlässigen, so der Abgeordnete. Es kann nicht sein, dass zertifizierte Wanderwege, durch die Forstwirtschaft nicht selten in unbegehbaren Zustand versetzt werden. So verschreckt man Gäste, die durch die gute Werbung von Thüringen Tourismus erst mühsam zur Reise nach Thüringen motiviert wurden. Hier verlange ich von der Landesregierung klare Ansagen und bessere Abstimmung im Forst", betonte Bühl.
Die aktuellen Zahlen der Tourismusstatistik belegen, dass der Thüringer Wald weiter das beliebteste Reiseziel in Thüringen ist. Das macht den Stellenwert des Wandertourismus im Freistaat deutlich. Der CDU-Politiker Bühl mahnte in diesem Zusammenhang die Bedeutung neuer Konzepte und Infrastrukturprojekte für die Kommunen an. Nur wenn wir innovative neue Angebote wie Erlebnis- und Waldwellnesswege anbieten, bleiben wir im Wettbewerb der Mittelgebirge attraktiv, so Bühl.
So weit die Meldung. Es ist schlimm, wenn sich der tourismuspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag nur mit einer Region beschäftigt. Aber es ist ja nicht neu, dass der Norden Thüringens öfter vergessen wird. Man hat offensichtlich vergessen, dass Südharz und Kyffhäuser, Hainich und Hainleite auch hervorragende Wandergebiete haben, in die mal etwas Förderung hineingesteckt werden sollte. Erinnert sei, dass der Kyffhäuserwanderweg zu den ersten Qualitätswanderwegen gehörte.
Und über Radwandern sollte man wahrscheinlich überhaupt nicht reden? Von Erfurt in den Norden Thüringens kommen zu wollen geht nur über abenteuerliche Wege und lebensgefährlich über die B4.
Es wird Zeit, dass die CDU-Landtagsfraktion auch mal in den Norden Thüringens kommt.
Karl-Heinz Herrmann
Autor: khhDie Wanderwege im Thüringer Wald gehören zu den Filetstücken des Thüringer Tourismus. Dafür muss man sie so pflegen, dass sie für Wanderer begehbar und optimal gekennzeichnet sind. Dafür tragen Land, Kommunen und die Forstwirtschaft eine gemeinsame Verantwortung. Das hat der tourismuspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Andreas Bühl, anlässlich des Thüringer Wandertages 2015 am kommenden Sonntag erklärt. Angesichts der Altersstruktur der Wegewarte sieht Bühl Bedarf an einer vorausschauenden Planung.
Mit Blick auf die aktuellen Tourismuszahlen im Freistaat mahnte Bühl den Erhalt der Qualität von Wanderwegen an. Es sei nötig, über die Quantität die Qualität nicht zu vernachlässigen, so der Abgeordnete. Es kann nicht sein, dass zertifizierte Wanderwege, durch die Forstwirtschaft nicht selten in unbegehbaren Zustand versetzt werden. So verschreckt man Gäste, die durch die gute Werbung von Thüringen Tourismus erst mühsam zur Reise nach Thüringen motiviert wurden. Hier verlange ich von der Landesregierung klare Ansagen und bessere Abstimmung im Forst", betonte Bühl.
Die aktuellen Zahlen der Tourismusstatistik belegen, dass der Thüringer Wald weiter das beliebteste Reiseziel in Thüringen ist. Das macht den Stellenwert des Wandertourismus im Freistaat deutlich. Der CDU-Politiker Bühl mahnte in diesem Zusammenhang die Bedeutung neuer Konzepte und Infrastrukturprojekte für die Kommunen an. Nur wenn wir innovative neue Angebote wie Erlebnis- und Waldwellnesswege anbieten, bleiben wir im Wettbewerb der Mittelgebirge attraktiv, so Bühl.
So weit die Meldung. Es ist schlimm, wenn sich der tourismuspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag nur mit einer Region beschäftigt. Aber es ist ja nicht neu, dass der Norden Thüringens öfter vergessen wird. Man hat offensichtlich vergessen, dass Südharz und Kyffhäuser, Hainich und Hainleite auch hervorragende Wandergebiete haben, in die mal etwas Förderung hineingesteckt werden sollte. Erinnert sei, dass der Kyffhäuserwanderweg zu den ersten Qualitätswanderwegen gehörte.
Und über Radwandern sollte man wahrscheinlich überhaupt nicht reden? Von Erfurt in den Norden Thüringens kommen zu wollen geht nur über abenteuerliche Wege und lebensgefährlich über die B4.
Es wird Zeit, dass die CDU-Landtagsfraktion auch mal in den Norden Thüringens kommt.
Karl-Heinz Herrmann

