Fr, 07:17 Uhr
21.05.2004
Durchfahren
Nordhausen (nnz). Wer bislang nach Göttingen zum Einkaufen fahren wollte, der wählte das Auto als die bessere Alternative. Jetzt aber soll es auch mit der Bahn attraktiver werden. Das meint die Initiative Höchste Eisenbahn für den Südharz.
Auf der von zwei niedersächsischen Bundestagsabgeordneten angeregten Besprechung am 19. Mai in Northeim konnte Dr. Wolf Gorka für die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) positive Akzente setzen: Ab Dezember 2004 werden alle von Nordhausen kommenden Züge über Northeim hinaus bis nach Göttingen durchfahren. In der Gegenrichtung gilt dasselbe. Der Südharz erhält damit – als Bestandteil des neuen Konzepts oder im Vorgriff auf das neue Konzept – die lange gewünschte stündliche umsteigefreie Verbindung mit dem Oberzentrum.
Die Anschlüsse an den ICE-Verkehr in Göttingen verbessern sich, und – besonders interessant – es gelten in jedem Fall die VSN-Fahrscheine, mit denen die InterCity nicht benutzt werden dürfen. Für Pendler entfällt ab Dezember der Erwerb der Zusatzkarte für den IC. Das Bahnfahren nach Göttingen wird spürbar preiswerter. Mit Hilfe des Landes Niedersachsen, welches erhebliche Mittel zum Bahnhofsprogramm 2004 beiträgt, können auch die beiden neuen Haltepunkte in Osterode noch in diesem Jahr – unabhängig von den Gleisbauarbeiten - errichtet werden.
Offene Fragen beim Haltepunkt Barbis
Im Fall Barbis sollen die insbesondere aus Scharzfeld vorgetragenen Bedenken und Hinweise noch einmal durch die LNVG überprüft werden. Die in Northeim versammelte Runde war sich darin einig, dass zusätzliche infrastrukturelle Voraussetzungen wie eine Bushaltestelle in unmittelbarer Nähe des Haltepunktes sinnvoll wären und wenn möglich geschaffen werden sollten. Seitens der LNVG wurde auf erhebliche Probleme und Mehrkosten beim behindertengerechten Umbau des Bahnhofs Scharzfeld und auf das geplante stündliche schnelle Busangebot mit mehreren Haltestellen im Ort verwiesen. Dem stehen bessere Parkmöglichkeiten und mehr Platz für Abholer und Zubringer am heutigen Bahnhof entgegen. Die Vertreter der Initiative verwiesen noch einmal auf den nicht unbedeutenden Eckverkehr Nordhausen – Bad Lauterberg, der besser über eine Zug/Bus-Beziehung in Barbis statt in Herzberg abgewickelt werden kann. Entsprechende Busfahrpläne befinden sich in Vorbereitung.
Vermarktungsoffensive für die Süd- und Westharzstrecke geplant
In einem weiteren Gespräch vor wenigen Tagen in Göttingen verständigten sich LNVG, der ZVSN, DB Regio und Vertreter der Initiative auf die Herausgabe einer Broschüre für die Strecken Northeim – Nordhausen, Herzberg – Seesen und Northeim – Ottbergen. Diese soll als Bestandteil einer Vermarktungsoffensive Anfang August 2004 erscheinen und neue Fahrgäste anlocken.
Einige Signale stehen inzwischen trotz schwieriger Haushaltslage in allen Bereichen auf grün. Das begrüßen wir sehr. Der am Ende entscheidende Faktor ist und bleibt jedoch die Sanierung des Streckennetzes. Hier hoffen wir auf den Erfolg der Bemühungen der Herren Fischer und Dr. Faust, aber auch anderer an der Südharzstrecke interessierter Politiker. Die Berliner Blockade muss schnellstmöglich aufgebrochen werden so Michael Reinboth von Höchste Eisenbahn, der zusammen mit Burkhard Breme in den vergangenen zwei Wochen wieder viel in Sachen Südharzstrecke unterwegs war.
Autor: nnzAuf der von zwei niedersächsischen Bundestagsabgeordneten angeregten Besprechung am 19. Mai in Northeim konnte Dr. Wolf Gorka für die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) positive Akzente setzen: Ab Dezember 2004 werden alle von Nordhausen kommenden Züge über Northeim hinaus bis nach Göttingen durchfahren. In der Gegenrichtung gilt dasselbe. Der Südharz erhält damit – als Bestandteil des neuen Konzepts oder im Vorgriff auf das neue Konzept – die lange gewünschte stündliche umsteigefreie Verbindung mit dem Oberzentrum.
Die Anschlüsse an den ICE-Verkehr in Göttingen verbessern sich, und – besonders interessant – es gelten in jedem Fall die VSN-Fahrscheine, mit denen die InterCity nicht benutzt werden dürfen. Für Pendler entfällt ab Dezember der Erwerb der Zusatzkarte für den IC. Das Bahnfahren nach Göttingen wird spürbar preiswerter. Mit Hilfe des Landes Niedersachsen, welches erhebliche Mittel zum Bahnhofsprogramm 2004 beiträgt, können auch die beiden neuen Haltepunkte in Osterode noch in diesem Jahr – unabhängig von den Gleisbauarbeiten - errichtet werden.
Offene Fragen beim Haltepunkt Barbis
Im Fall Barbis sollen die insbesondere aus Scharzfeld vorgetragenen Bedenken und Hinweise noch einmal durch die LNVG überprüft werden. Die in Northeim versammelte Runde war sich darin einig, dass zusätzliche infrastrukturelle Voraussetzungen wie eine Bushaltestelle in unmittelbarer Nähe des Haltepunktes sinnvoll wären und wenn möglich geschaffen werden sollten. Seitens der LNVG wurde auf erhebliche Probleme und Mehrkosten beim behindertengerechten Umbau des Bahnhofs Scharzfeld und auf das geplante stündliche schnelle Busangebot mit mehreren Haltestellen im Ort verwiesen. Dem stehen bessere Parkmöglichkeiten und mehr Platz für Abholer und Zubringer am heutigen Bahnhof entgegen. Die Vertreter der Initiative verwiesen noch einmal auf den nicht unbedeutenden Eckverkehr Nordhausen – Bad Lauterberg, der besser über eine Zug/Bus-Beziehung in Barbis statt in Herzberg abgewickelt werden kann. Entsprechende Busfahrpläne befinden sich in Vorbereitung.
Vermarktungsoffensive für die Süd- und Westharzstrecke geplant
In einem weiteren Gespräch vor wenigen Tagen in Göttingen verständigten sich LNVG, der ZVSN, DB Regio und Vertreter der Initiative auf die Herausgabe einer Broschüre für die Strecken Northeim – Nordhausen, Herzberg – Seesen und Northeim – Ottbergen. Diese soll als Bestandteil einer Vermarktungsoffensive Anfang August 2004 erscheinen und neue Fahrgäste anlocken.
Einige Signale stehen inzwischen trotz schwieriger Haushaltslage in allen Bereichen auf grün. Das begrüßen wir sehr. Der am Ende entscheidende Faktor ist und bleibt jedoch die Sanierung des Streckennetzes. Hier hoffen wir auf den Erfolg der Bemühungen der Herren Fischer und Dr. Faust, aber auch anderer an der Südharzstrecke interessierter Politiker. Die Berliner Blockade muss schnellstmöglich aufgebrochen werden so Michael Reinboth von Höchste Eisenbahn, der zusammen mit Burkhard Breme in den vergangenen zwei Wochen wieder viel in Sachen Südharzstrecke unterwegs war.

