SPD gratuliert Kandidaten
Glückwünsche gab es am Sonntag nach der Landratswahl schon jede Menge, nun gratuliert die Stadt-SPD Matthias Jendricke noch einmal ganz offiziell...
Die SPD – Stadtratsfraktion gratuliert Matthias Jendricke zu dem am Sonntag errungenen klaren Wahlergebnis und wünscht ihm für die vor ihm liegenden verantwortungsvollen Aufgaben die dafür notwendige Energie.
Neben dem zweifelsohne persönlichen Erfolg von Jendricke spreche das Ergebnis in der Stadt von 70,4% und 29,6% zu Gunsten der SPD auch eine eindeutige Sprache im Blick auf die SPD. Es zeige, dass an ihr nicht vorbei regiert werden könne.
Jetzt liege der Ball beim Oberbürgermeister, auf die SPD zuzugehen und um seine Vorstellungen zur inhaltlichen und personellen Zusammenarbeit mit der SPD zu erklären. So der Fraktionsvorstand.
Autor: red
Kommentare
krümel
12.05.2015, 13:09 Uhr
Oder
...wird mit diesem Ergebnis der Wunsch ausgedrückt, endlich weniger Dienstaufsichtsbeschwerden und Zank im Rathaus zu haben?
Vielleicht war dies das Ansinnen von so manchem Wähler, welcher den Kandidaten der SPD gewählt haben?
Darüber sollte die SPD-Fraktion eventuell auch nachdenken.
murmeltier
12.05.2015, 13:32 Uhr
Größenwahn
Von welchem Größenwahn ist denn diese Truppe schon wieder befallen? Da haben viele Menschen Herrn Jendricke gewählt, nur dass er aus dem Rathaus verschwindet und da grollen seien Vasallen schon wieder los. Die können es nicht lassen.
Gebt denen nur keinen neuen Posten im Rathaus, dann lieber Haase - ist viel besser als Müller oder Schelenhaus.
Verdianer
12.05.2015, 16:42 Uhr
Das ist nur ......
............ eine Neiddiskussion !
Der mündige Wähler hat verantwortungsvoll an der Wahl teilgenommen und sich mehrheitlich für einen Kandidaten entschieden. Hätten doch die Nichtwähler gegen die Kandidaten gestimmt, das wär ein Votum!!!! Nur dann hätten sie an der Wahl teilnehmen müssen, wie es sich für einen Bürger gehört. Nicht immer nur die Politiker kritisieren. Auch mal an die eigene Nase fassen und mal drüber nachdenken !
Von um die Ecke
12.05.2015, 18:26 Uhr
die 70% sind nichts
70% für Matthias Jendricke sind bedeutungslos, angesichts der ebenfalls 70 % Nichtwähler und der ca.700 ungültigen Stimmen.
Zu feiern gibt's da wahrlich nichts. Es seih denn, die Politik kommt auch ohne Bürger aus.
Umgekehrt geht das bestimmt einfacher.
Mathias Freudenberg
Verdianer
12.05.2015, 19:35 Uhr
Irrtum, ....
.... bedeutungslos sind leider nur die Nichtwähler. Denn ihre Stimmen bedeuten nichts, sie wurden verschenkt !!!
Wo bitte, kommen denn Menschen ohne Menschen aus? Was ist das für eine Gesellschaftsform?
appel
12.05.2015, 20:03 Uhr
wichtig
Gratulation an Herrn Jendricke.
Macht euch doch nicht so WICHTIG und schart nicht mit den Hufen.
...und fangt endlich an konkrete Aufgaben für die Stadt zu lösen.
Was wird aus dem Vorschlag v . Stadtrat Chour !!!???
Hans Dittmar
12.05.2015, 23:28 Uhr
SPD noch im Wahlrausch
Irgendwie ist den Genossen der Alkohol der Siegesfeier zu Kopf gestiegen, es gab nur eine Wahl zwischen Jendricke und Nüßle und nicht zwischen Parteien. Denn beim Auszählen der Stimmen hätten die Genossen der Steigbügelhalterpartei SPD die Wähler der Linken abziehen müssen. Dann sieht es so aus, dass auch ohne der SPD alles möglich ist! Und in wenigen Jahren fragt man ... SPD ... was ist das? war das eine Musikgruppe?
Gertrude
13.05.2015, 07:45 Uhr
War es nicht die SPD,
die im Jahr 2012 den Posten des 2. Beigeordneten in der Stadt einsparen wollte? Vermutlich wussten Rinke, Jendrike und Co. damals schon, welchen riesigen Schuldenberg sie Herrn Dr. Zeh und der Stadt überlassen werden und welche Kosten die Kulturbibliothek "St. Barbara" in den nächsten Jahren und Jahtzehnten verschlingen wird.
guugäl
13.05.2015, 11:35 Uhr
Versuch einer sachlichen Wahlanalyse
Die Wahl ist gelaufen, viel deutlicher als ich interessierter Bürger es erwartet hätte. Nun finden auch in dieser Kommentarfunktion die Rückzugsgefechte statt. Die einen schieben es auf die Wahlbeteiligung, die anderen unterstellen, alle Nordhäuser Jendrickefeinde hätten ihn gewählt, damit er das Rathaus endlich verlässt.
Alles Quatsch!
Wer nicht gewählt hat, darf nicht meckern. Wer ihn gewählt hat, hat ihn halt gewählt. Natürlich hat Herr Jendricke Defizite, er kann keine Konsenskompromisse einfahren und sich somit vorher mal zurücknehmen. Nun ist er aber der Chef, er muss es nicht mehr, außer um Mehrheiten im Kreistag zu generieren. Im Landratsamt ist er nun der unbestrittene Leader. Dem Laden könnte eine harte Linie gut tun. Ob es Landrat Jendricke gelingt, auch im Kreistag Mehrheiten zu sichern wird davon abhängen, wie gut oder fair er mit dem Beigeordneten Nüßle umgeht.
Im Nordhäuser Rathaus herrscht nun Verunsicherung. Was nun in der Kreisstadt? FDP und Grüne, ohnehin ohne Chance auf einen Beigeordnetenposten, stimmen wieder das alte Lied Brauchen wir nicht an. Frei nach dem Motto was wir nicht kriegen können, soll auch kein anderer haben.
Wenigstens OB Zeh hat mal einen Blick in die Kommunalordnung gewagt. Der erste Beigeordnete ist gesetzlich vorgeschrieben und muss daher neu ausgeschrieben werden. Ein Nachrücken von Frau Haase gilt nicht. Da sieht sich der Oberbürgermeister zu Recht in der Pflicht, auch wenn dies manchem Christdemokraten nicht passt. Sparen könnte ja man am zweiten Beigeordneten. Und so ruft OB Zeh Frau Haase gleich zu einer Bewerbung auf, schließlich kann er die linken Mehrheitsbeschaffer im Stadtrat nicht vergrätzen.
Ob der dies den Linken wirklich schmeckt? Man stelle sich vor, Frau Haase bewirbt sich um den Posten und unterliegt in der Stadtratswahl einem anderen Bewerber. Nicht unwahrscheinlich, schließlich sickerte aus dem Rathaus durch, dass sie sich dort bislang nicht mit Ruhm bekleckert habe. Eine Wiederwahl zu einer zweiten Amtszeit als zweite Beigeordnete wäre nach einer solchen Niederlage in weite Ferne gerückt. Dies ist das aktuelle Dilemma der Linken. Kein Wunder, dass die sich derzeit bedeckt halten.
Und die SPD? Die sieht sich nach dem Wahlerfolg Jendrickes als gestärkt an, zumal sie neben der CDU die stärkste Fraktion im Rathaus stellt. Apropos stellen: Tatsächlich ist die SPD im Rathaus nun eigentlich gänzlich kalt gestellt. Sie verfügt über gar keine Position im Rathaus mehr, größte Fraktion (neben der CDU) hin oder her. Der Bürgermeisterposten ist erst einmal weg, einen ehrenamtlichen Beigeordneten hat die bisherige CDU-Linken-Koalition der SPD auch erfolgreich verwehrt und auch der Stadtratsvorsitz ging entgegen bisherigen Gepflogenheiten an die CDU. Dabei hat letztere Position ohnehin nicht viel zu sagen. Nun rächt sich das Ausgrenzen der SPD, andernfalls hätte die CDU auf einen ehrenamtlichen SPD-Beigeordneten verweisen können. Hierfür ist es nun zu spät.
Was nun alte Tante SPD? Ein Verzicht seitens der SPD käme einem lokalpolitischen Gang in die Bedeutungslosigkeit nahe. Doch wer will nun aus der Deckung kommen? Die SPD spielt den Ball erstmal dem OB zurück. Dieser solle doch zuerst erklären, wie er die SPD zukünftig einbinden will. Dabei stünde der SPD etwas mehr Selbstbewusstsein derzeit zu. Oder ist die neuerliche Geschlossenheit der SPD nur gespielt?
Egal, der Ball liegt nun wieder beim OB. Will er weiterhin alle wichtigen Ressorts selber beackern (vom Gedöns der Kultur für Frau Haase mal abgesehen)? Damit holt er sich nur eine blutige Nase!
Meine Prognose: Nordhausen hat bald wieder einen Bürgermeister.
Babette Klingert
13.05.2015, 12:12 Uhr
Sehr schön, gugäl, ...
... das Erklären dieses political engineerings.
Doch genau diese parteipolitischen Winkelzüge und Taktiken (Strategien entwickelt eh niemand mehr) sind für eine Kleinstadt wie Nordhausen nur eines: kläglich, lächerlich, kafkaesk.
Aber so wird dieses Laientheater weitergehen, zum Amüsement jener, die sehr zu Recht diesem Provinz-Drama der parteipolitischen Possenreißer den Rücken gekehrt haben.
NDHler
13.05.2015, 14:17 Uhr
Gut analysiert @ guugäl
Kurz zusammengefasst kann man sagen, die Situation im Rathaus und im Stadtrat ist so verfahren, dass man getrost alle austauschen könnte ohne dabei etwas falsch zu machen. Beide Seiten spielen für sich die beleidigte Leberworscht! Sollte die Kommunalordnung den Posten des Beigeordneten tatsächlich vorschreiben, so wäre man im Rathaus gut beraten, hier eine neutrale Person zu wählen. Idealerweise wäre eine Person aus der Wirtschaft aber welcher gute Unternehmer tut sich so was an!? Zeh muss jetzt den ersten Schritt wagen und die SPD sollte ihrerseits das Angebot tunlichst annehmen! Es geht hier nicht mehr um persönliche Befindlichkeiten, sondern um das Wohl unserer Stadt Nordhausen. Das hat lange genug unter dem herumgezanke gelitten. Viel mehr hält das Image der Stadt nicht mehr aus. Dessen sollten sich beide Seiten bewusst sein. Durch das Gezerre um den AKS macht man sich sogar schon im Fernsehen über uns lustig.
Gleiches gilt für die Zusammenarbeit zwischen Jendricke und Zeh, soll heißen zwischen Landratsamt und Rathaus. Beide benehmen sich wie kleine Kinder. Echte Männer wären schon lange mal ein Bier trinken gegangen und hätten den Streit beigelegt! Ich habe in der Presse noch nicht einmal eine Gratulation von Seiten des OB zur Landratswahl Jendrickes gelesen. Ich hoffe mal, dass das nur ein Übermittlungsfehler ist oder ich habe es überlesen! Wobei wundern würde mich das auch nicht ….
Flitzpiepe
13.05.2015, 16:01 Uhr
Das glaube ich nicht
Wenn das wirklich so ist, wie gerade geschrieben, dass OB Dr. Zeh nicht in der Lage ist über seinen Schatten zu springen, dann tut er mir noch nicht mal mehr Leid.
Ein erfahrener Mann mit dieser jahrelangen politischen Vergangenheit muss da einfach drüber stehen.
Wenn er es wirklich nicht kann, ist er fehl als OB und sollte in den Ruhestand gehen.
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