Mo, 15:48 Uhr
11.05.2015
Freie Fahrt in Herreden
Neu ausgebaut durch Stadt und Anwohner - die Straße "Vor dem Dorf" in Herreden (Foto: Angelo Glashagel)
Es war einer der "schönen Termine", die man als Stadtoffizieller in diesen Tagen wahrnehmen kann. In Herreden wurde heute die Straße "Vor dem Dorf" nach einem grundhaften Neuausbau wieder geöffnet. Finanziert wurde das Projekt sowohl durch die Stadt wie auch durch die Anwohner...Die Kinder des Kindergartens "Herreder Zeinböckchen" sangen ein paar schöne Ständchen, es gab Getränke und Bratwurst, die Sonne schien, der 6-jährige Finn durfte das Band mit durchschneiden - die Eröffnung der Straße hatte leichten Festcharakter.
Seit November war gebaut worden. 22 Grundstücke konnten an die zentrale Kläranlage in Nordhausen angeschlossen werden, wozu 360 Meter Schmutzwasserkanäle, sowie 75 Meter Regenwasserkanäle gebaut wurden. Auf 160 Meter Länge wurden die Bordsteine erneuert und auf weiteren 165 Metern wurden die Borde gänzlich neu gebaut.
Außerdem wurden drei Bushaltestellen barrierefrei gemacht. "Die Jungs waren spitze", sagte Herredens Ortsteilbürgermeisterin Christiane Winkler-Köhler zu den Bauarbeitern. An Hannelore Haase, zweite Beigeordnete der Stadt gewandt fügte sie hinzu, dass sie hoffe das man sich wiedersehe wenn es in einem Jahr weiter gehe in Herreden. Es war wohl ein nicht ganz ernstgemeinter Scherz.
Die zweite Beigeordnete der Stadt, Hannelore Haase, der 6-jährige Finn und Herredens Ortsteilbürgermeisterin Christiane Winkler-Köhler gaben die Straße offiziell frei (Foto: Angelo Glashagel)
Denn ohne die Zuwilligung des Stadtrates und der Beteiligung der Anwohner an den Kosten, immerhin 50%, wäre nichts geschehen. "Ohne diese Umlagen wäre es nicht möglich gewesen, das Bauvorhaben zu Ende zu bringen", sagte Haase, "das zeigt, dass auch in Zeiten sparsamster Haushaltsführung Vorhaben gelingen können, wenn man gemeinsam arbeitet".
Die Regeln wann die Bürger beim Straßenbau mit zur Kasse gebeten werden können, sind klar: nur bei grundhaftem Ausbau können Anwohner dazu aufgefordert werden, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Ohne Beteiligung, keine Straße. Wie stark man auf diese Regelung in diesen "sparsamsten" Zeiten setzen wird, wird sich zeigen müssen.
Angelo Glashagel


