Fr, 10:08 Uhr
08.05.2015
KaniKanu zum vierten
Praxis und Theorie müssen in der Pflegeausbildung Hand in Hand gehen. Am Südharzkrankenhaus ermöglichte man seinen Auszubildenden heute zum vierten Mal außerhalb des Lehrbetriebes Erfahrungen zu sammeln. Dabei ging es um Alltagspraxis aber auch um sensible Themen, die jeden Pfleger früher oder später beschäftigen werden...
Im Zentrum des Ausbildungstages stand die Wissensvermittlung an die Schüler des Südharzklinikums (SHK), aber über den klassischen, theoretischen Unterricht hinaus. Rund 120 der 150 Auszubildenden des SHK aus den Bereichen Krankenpflege und -hilfe sowie der Altenpflege konnten an verschiedene Workshops teilnehmen und das bereits gelernte an diversen Stationen ausprobieren.
Zum Beispiel wurde geübt wie ein Krankenbett richtig zu bedienen ist, wie Wunden richtig identifiziert und versorgt werden, wie man den hygenischen Standards des Klinikums gerecht wird, ein Elektrokardiogramm (EKG) schreibt oder wie der Transport von Patienten möglichst schonend gestaltet werden kann, sowohl für den Kranken wie für den Rücken des Pflegers.
Geschäftsführer Guido Hage begrüßte seine Auszubildenden zum vierten Kani Kanu (Foto: Angelo Glashagel)
"Sie können sich hier mit Fragen befassen, mit denen man in der Schule nicht konfrontiert wird", sagte der Geschäftsführer des SHK Guido Hage, man wolle so die fachliche Ausbildung vertiefen. Besonderen Wert wurde in diesem Jahr auf den Umgang gelegt, deren Sorgen und Ängste gerade das Pflegepersonal im Arbeitsalltag nicht vergessen dürfe.
Das deutsche Rote Kreuz zeigte wie Reanimationen heute durchgeführt werden. Den Ausführungen wurde aufmerksam gelauscht, nur eine Zuhörerin hatte bereits eine Reanimation mitgemacht. Es sind Erfahrungen die viele der Auszubildenden noch machen werden, Erfahrungen die einen prägen und die verarbeitet werden müssen.
Aus diesem Grund bot man in diesem Jahr auch Workshops zum Thema Tod und Sterben an. Das sensible Thema hatte man auf Wunsch der Auszubildenden in das Tagesprogramm aufgenommen, sagte die Leiterin des SHK Betriebsrates Andrea Schnell. Der Ambulante Hospiz- und Paliativberatungsdienst sprach mit den jungen Azubis über das Lebensende und stellte Möglichkeiten vor, den Menschen ihre letzten Tage ein wenig angenehmer zu gestalten, etwa über Aromatherapie.
Vermittelt wurde nicht nur Wissen aus der Alltagspraxis ihrer Berufe sondern auch sensible Themen wie Sterben und Tod angesprochen (Foto: Angelo Glashagel)
Die Bewerberzahlen in den Pflegebereichen gingen in der Vergangenheit zwar zurück, die Chancen für junge Menschen hier ihre berufliche Zukunft zu finden bleibt aber anhaltend hoch. Immerhin noch 300 Bewerbungen auf gut 40 Stellen verzeichnete man zuletzt. Je nach Stellenlage versucht man möglichst viele der eigenen Azubis im Haus zu halten aber auch außerhalb des SHK gehört der Pflegebereich zu den Berufsfeldern in Nordthüringen, welche die besten Zukunftschancen bieten.
Tage wie der "Kani Kanu", benannt nach einem Wissensspiel, helfen dabei nicht nur den Azubis sich auf die Herausforderung ihrer Profession vorzubereiten, sie unterfüttern auch die Qualität der Ausbildung.
Angelo Glashagel
Autor: redIm Zentrum des Ausbildungstages stand die Wissensvermittlung an die Schüler des Südharzklinikums (SHK), aber über den klassischen, theoretischen Unterricht hinaus. Rund 120 der 150 Auszubildenden des SHK aus den Bereichen Krankenpflege und -hilfe sowie der Altenpflege konnten an verschiedene Workshops teilnehmen und das bereits gelernte an diversen Stationen ausprobieren.
Zum Beispiel wurde geübt wie ein Krankenbett richtig zu bedienen ist, wie Wunden richtig identifiziert und versorgt werden, wie man den hygenischen Standards des Klinikums gerecht wird, ein Elektrokardiogramm (EKG) schreibt oder wie der Transport von Patienten möglichst schonend gestaltet werden kann, sowohl für den Kranken wie für den Rücken des Pflegers.
Geschäftsführer Guido Hage begrüßte seine Auszubildenden zum vierten Kani Kanu (Foto: Angelo Glashagel)
"Sie können sich hier mit Fragen befassen, mit denen man in der Schule nicht konfrontiert wird", sagte der Geschäftsführer des SHK Guido Hage, man wolle so die fachliche Ausbildung vertiefen. Besonderen Wert wurde in diesem Jahr auf den Umgang gelegt, deren Sorgen und Ängste gerade das Pflegepersonal im Arbeitsalltag nicht vergessen dürfe. Das deutsche Rote Kreuz zeigte wie Reanimationen heute durchgeführt werden. Den Ausführungen wurde aufmerksam gelauscht, nur eine Zuhörerin hatte bereits eine Reanimation mitgemacht. Es sind Erfahrungen die viele der Auszubildenden noch machen werden, Erfahrungen die einen prägen und die verarbeitet werden müssen.
Aus diesem Grund bot man in diesem Jahr auch Workshops zum Thema Tod und Sterben an. Das sensible Thema hatte man auf Wunsch der Auszubildenden in das Tagesprogramm aufgenommen, sagte die Leiterin des SHK Betriebsrates Andrea Schnell. Der Ambulante Hospiz- und Paliativberatungsdienst sprach mit den jungen Azubis über das Lebensende und stellte Möglichkeiten vor, den Menschen ihre letzten Tage ein wenig angenehmer zu gestalten, etwa über Aromatherapie.
Vermittelt wurde nicht nur Wissen aus der Alltagspraxis ihrer Berufe sondern auch sensible Themen wie Sterben und Tod angesprochen (Foto: Angelo Glashagel)
Die Bewerberzahlen in den Pflegebereichen gingen in der Vergangenheit zwar zurück, die Chancen für junge Menschen hier ihre berufliche Zukunft zu finden bleibt aber anhaltend hoch. Immerhin noch 300 Bewerbungen auf gut 40 Stellen verzeichnete man zuletzt. Je nach Stellenlage versucht man möglichst viele der eigenen Azubis im Haus zu halten aber auch außerhalb des SHK gehört der Pflegebereich zu den Berufsfeldern in Nordthüringen, welche die besten Zukunftschancen bieten.Tage wie der "Kani Kanu", benannt nach einem Wissensspiel, helfen dabei nicht nur den Azubis sich auf die Herausforderung ihrer Profession vorzubereiten, sie unterfüttern auch die Qualität der Ausbildung.
Angelo Glashagel



