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Mi, 09:24 Uhr
06.05.2015

Beratungen für Blinde

In Nordhausen eröffnet im Mai eine neue Beratungsstelle für Menschen mit einer Sehbehinderung. Die Kreisorganisation Nordhausen des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Thüringen. Hier sollen regelmäßig Beratungen angeboten werden...

Die Beratungen werden im Rahmen des bundesweiten Projekts „Blickpunkt Auge – Rat und Hilfe bei Sehverlust“ jeden 1. und 3. Dienstag im Monat von 9 bis 13 Uhr in den Räumen der Volkssolidarität, Stolberger Straße 4 in Nordhausen stattfinden.

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Die Eröffnung am 19. Mai um 14 Uhr wird gerade vorbereitet, ein Tag der offenen Tür ist am 2. Juni von 9 bis 15 Uhr geplant. „Bei einer Vorstellung des Projekts ‚Blickpunkt Auge‘ in Weimar waren wir gleich begeistert und wollten es auch in Nordhausen etablieren“, sagt Peter Wernecke, der den Blinden- und Sehbehindertenverband im Landkreis betreut. In Vorbereitung des neuen Beratungsangebots hat er sich gemeinsam mit seinen Kollegen aus Jena und Weimar eigens schulen lassen, beispielsweise zu verschiedenen Augenerkrankungen, rechtlichen Fragen und finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten.

Mit dem Beratungsangebot „Blickpunkt Auge“ wendet sich der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband in erster Linie an Menschen, deren Sehvermögen beispielsweise aufgrund einer Erkrankung nachlässt. Ziel ist es, Betroffenen, ihren Angehörigen und weiteren Bezugspersonen eine vielseitige Beratung im Zusammenhang mit der Augenerkrankung zu ermöglichen. Jeder ist willkommen, der Information, Beratung, Orientierung und Unterstützung sucht. Dabei geht die Beratungsstelle auf grundsätzliche Fragen zu verschiedenen Augenerkrankungen ein, gibt Tipps zu Sehhilfen und weiteren Hilfsmitteln im Alltag, zu rechtlichen und finanziellen Ansprüchen, gibt Hinweise zur Alltagsbewältigung und der Berufstätigkeit mit Sehbeeinträchtigung. Da die Berater meist selbst von einer Augenerkrankung betroffen sind, können sie aus einem weiten Erfahrungsschatz schöpfen und sind in Kontakt mit ortsansässigen Fachleuten wie zum Beispiel Augenärzten und Optikern. Die ersten Beratungsstellen im Projekt „Blickpunkt Auge“ hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband 2012 eröffnet, inzwischen gibt es in fast allen Bundesländern Projektpartner.

Die Nordhäuser Kreisorganisation des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Thüringen e. V. begleitet und unterstützt als Selbsthilfegruppe derzeit rund 60 Mitglieder sowie weitere Sehbehinderte und deren Angehörige, ermöglicht neben der Beratung auch einen Erfahrungsaustausch der Betroffenen untereinander und gemeinsame Freizeitaktivitäten. „Ich bin immer wieder begeistert, wie vielfältig das Engagement der Selbsthilfeorganisationen in unserer Region ist“, sagt Amtsärztin Ingrid Francke. „Mit seinem neuen Beratungsangebot leistet der Blinden- und Sehbehindertenverband einen wesentlichen Beitrag, um Betroffenen ganz praktisch dabei zu helfen, mit einer Sehbehinderung im Alltag gut zurecht zu kommen und damit auch die Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen Leben zu ermöglichen.“

Die Beratungsstelle in Nordhausen eröffnet quasi zeitlich zum Angebot in Weimar, eine weitere Beratungseinrichtung gibt es in Thüringen in Jena. Neben den regelmäßigen Sprechzeiten sind in Nordhausen auch Termine nach Vereinbarung möglich. Ansprechpartner ist der Leiter der Kreisorganisation Nordhausen des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Thüringen Peter Wernecke, Telefon 03631 4 79 88 53, E-Mail: p.wernecke@blickpunkt-auge.de.
Autor: red

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