Di, 18:26 Uhr
05.05.2015
nnz-Betrachtung: Prioritäten gesetzt
"Ich bin nicht gewählt, um Wacker zu unterstützen". Das sagte heute Helga Rathnau während der Sitzung des Finanzausschusses. Auch damit wurde das Licht im AKS ausgeschaltet, bevor es zu leuchten begann...
Ich habe es an dieser Stelle schon mehrfach geschrieben: Wacker Nordhausen hatte noch nie und hat auch aktuell keine Lobby im Stadtrat. In diesem Stadtrat kann so ziemlich jeder bestimmen, für was er gewählt wurde:
Helga Rathnau bekam im vergangenen Jahr 252 Stimmen und zog damit in den Stadtrat ein, sitzt im Finanzausschuss und wacht damit über das Geldausgeben. Aber gewählt sei sie nicht für Wacker. Das fetzt. Für wen ist dann Tilly Pape gewählt? Für die Menschen mit Behinderungen? Oder Ursula Burkhardt? Für die Radfahrer?
Die beiden Nein-Stimmen waren zu erwarten, aber die Enthaltungen von Pape, Keller-Hoffmeister und Klaan? Selten hat man in einem Gremium wie dem Nordhäuser Stadtrat erlebt, dass Mitglieder der Fraktion des Oberbürgermeisters sich gegen dessen Vorschlag stellen. Mit Verlaub, bei der Vorgängerin im Amt wäre das nahezu unmöglich gewesen.
Fünf Stadträte versagen einem Verein, der diese Stadt jede Woche ins überregionale Fernsehen bringt, der mehr als 20 Nachwuchsmannschaften unter seinem Dach vereint, womöglich die sportliche Zukunft in der Regionalliga. Das ist - bei aller Liebe - eine Schande für diese Stadt, die sich gerade eine komplett neue Innenausstattung für das Rathaus vom Allerfeinsten für mehrere Hunderttausend Euro geleistet hat.
Nun kann man gespannt sein, wenn morgen im Stadtrat über Zuschüsse für die Jugendkunstschule diskutiert wird. Gespannt bin ich vor allem, ob die Frau Rathnau sich dann auch dagegen ausspricht, denn vermutlich ist sie auch nicht gewählt worden, um die Kunstschule zu unterstützen, sondern eben die Tafel, bei der sie seit Jahren eine Anstellung gefunden hat.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redIch habe es an dieser Stelle schon mehrfach geschrieben: Wacker Nordhausen hatte noch nie und hat auch aktuell keine Lobby im Stadtrat. In diesem Stadtrat kann so ziemlich jeder bestimmen, für was er gewählt wurde:
Helga Rathnau bekam im vergangenen Jahr 252 Stimmen und zog damit in den Stadtrat ein, sitzt im Finanzausschuss und wacht damit über das Geldausgeben. Aber gewählt sei sie nicht für Wacker. Das fetzt. Für wen ist dann Tilly Pape gewählt? Für die Menschen mit Behinderungen? Oder Ursula Burkhardt? Für die Radfahrer?
Die beiden Nein-Stimmen waren zu erwarten, aber die Enthaltungen von Pape, Keller-Hoffmeister und Klaan? Selten hat man in einem Gremium wie dem Nordhäuser Stadtrat erlebt, dass Mitglieder der Fraktion des Oberbürgermeisters sich gegen dessen Vorschlag stellen. Mit Verlaub, bei der Vorgängerin im Amt wäre das nahezu unmöglich gewesen.
Fünf Stadträte versagen einem Verein, der diese Stadt jede Woche ins überregionale Fernsehen bringt, der mehr als 20 Nachwuchsmannschaften unter seinem Dach vereint, womöglich die sportliche Zukunft in der Regionalliga. Das ist - bei aller Liebe - eine Schande für diese Stadt, die sich gerade eine komplett neue Innenausstattung für das Rathaus vom Allerfeinsten für mehrere Hunderttausend Euro geleistet hat.
Nun kann man gespannt sein, wenn morgen im Stadtrat über Zuschüsse für die Jugendkunstschule diskutiert wird. Gespannt bin ich vor allem, ob die Frau Rathnau sich dann auch dagegen ausspricht, denn vermutlich ist sie auch nicht gewählt worden, um die Kunstschule zu unterstützen, sondern eben die Tafel, bei der sie seit Jahren eine Anstellung gefunden hat.
Peter-Stefan Greiner

