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So, 19:26 Uhr
03.05.2015

Diese Regelung ist für uns nicht tragbar

Anfang März gab es einen unerwartet plötzlichen Wechsel an der Spitze der Stadtwerke. Das Geschehen beschäftigte damals auch den Stadtrat, der zur Sondersitzung lud. Ein Unterschied zu regulären Ratssitzungen war das fehlen einer Bürgerfragestunde. Das bemängeln nun die Nordhäuser Grünen, die Beteiligung "muss garantiertes Recht aller Einwohner werden"...

Die Bündnisgrünen setzen sich im Stadtrat für Transparenz und mehr Bürgerbeteiligung im demokratischen Prozess ein. Daher stellte der Fraktionsvorsitzende Holger Richter in der außerordentlichen Stadtratssitzung am 5. März (hier ging es um das plötzliche Ausscheiden des Stadtwerkechefs) die Frage, ob eine Sitzung ohne Einwohnerfragestunde laut Geschäftsordnung überhaupt zulässig sei. Für diese Sitzung war eine solche nämlich nicht vorgesehen.

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Die Antwort aus dem Rechtsamt: „Laut Geschäftsordnung soll in jeder öffentlichen Stadtratssitzung eine Einwohnerfragestunde stattfinden. Das Fehlen einer Fragestunde führe demnach nicht zur Beanstandung des Sitzungsverlaufes“.

Eine regelmäßige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger der Stadt hängt also an einer Soll-Formulierung und einen Anspruch als Einwohner in einer Stadtratssitzung nachzufragen, gibt es nicht.

„Diese Regelung ist für uns nicht tragbar. Wir vertreten die Meinung, dass Fragen Impulse für lokalpolitisches Handeln setzen und immer willkommen sein müssen. Außerdem denke ich, dass gerade in dringenden zusätzlichen Stadtratssitzungen auch erhöhter Informationsbedarf von Einwohnern besteht. Die Stadträte haben diesen ja dann oft auch.“ führt Holger Richter aus. „Ferner geht es nicht an, dass der Oberbürgermeister allein über die Aufnahme einer Fragestunde auf die Tagesordnung entscheidet. Einwohnerbeteiligung darf nicht abhängig von Willkür einzelner sein, sie muss garantiertes Recht aller Einwohner werden!“

Aus diesem Grund hat die Fraktion einen Antrag auf Änderung der Geschäftsordnung formuliert, der eine Einwohnerfragestunde als zwingendes Element jeder Stadtratssitzung vorsieht. Über den Antrag wird im kommenden Stadtrat am 06. Mai 2015 befunden.
Holger Richter
Autor: red

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Kommentare
Hans Dittmar
03.05.2015, 22:45 Uhr
Grüne sollten sich mehr auf den Haushalt konzentrieren
Die Satzung oder Geschäftsordnung wird seit über 20 Jahren verwendet, noch nie gab es Probleme. Ich würde ja verstehen, wenn es Bürger gegeben hätte, die man irgendwann nicht angehört hätte, aber so ist es verpuffte Kraft. Beschließt lieber den Haushalt, damit es bei Wacker weitergeht.
Boris Weißtal
04.05.2015, 00:37 Uhr
Ooooch die Grünen,
irgend ein Haar in der Suppe dürfen die Grünen auch mal zum Friseur schleppen. Fakt ist: Hartung ist weg, Salomon ist vorübergehnder Leiter. Mit diesem Menschen haben wir einen ruhigen, besonnenen Übergangschef. Ach so, die Bürger hatten keine Gelegenheit zur Fragestunde?!? Bei Sondersitzungen gibt es die nunmal nicht.... Das fällt euch Grünen nach nunmehr 5, 6 oder gar 8 Wochen ein?
Hurra wir waren in der Zeitung!!!! Klasse Pressearbeit!
Eckenblitz
04.05.2015, 13:53 Uhr
Fragestunde
„Ferner geht es nicht an, dass der Oberbürgermeister allein über die Aufnahme einer Fragestunde auf die Tagesordnung entscheidet. Einwohnerbeteiligung darf nicht abhängig von Willkür einzelner sein, sie muss garantiertes Recht aller Einwohner werden!“

wenn das so stimmt, dann hat der „CDU-ClAN“ erreicht, was nach ihrem geschmack ist, oder ? keine fragestunde mehr, bei fragwürdigen entscheidungen. endlich hat man mittel, um den normalen bürger aus der politik rauszuhalten. ab sofort sind wir von dr. zeh abhängig. können nun die versager schalten und walten wie sie wollen???

stellen sie sich vor, herr nüßle wird landrat, dann ist der kreis und die stadt in „CDU“ hand. das wäre der sichere untergang beider vereine, oder? sie sollten genau überlegen, wen sie am sonntag wählen, es ist eine schicksalswahl für die bürger des kreises,
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