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Di, 06:44 Uhr
28.04.2015

Zwei Spiele mit Lerneffekt

Die große Überraschung blieb aus: Der C-Jugend-Handballerinnen des NSV mussten sich am Sonntag in der Vorrunde der Mitteldeutschen Meisterschaft in Halle mit Platz drei begnügen und verpasste den Einzug ins Final Four...


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Das Team von Trainer Alfons Jarmuszewski unterlag zunächst dem sächsischen Vizemeister Radeberger SV mit 30:44 (11:24). Noch deutlicher fiel die Niederlage im abschließenden Spiel gegen den Gastgeber, den SV Union Halle-Neustadt, aus. Der NSV verlor mit 9:31 (4:13).

„Die Spiele sind auch zum Lernen da. Ich hoffe, die Mannschaft hat aus den beiden Partien etwas mitgenommen und setzt es nun auch im Training um“, hofft Jarmuszewski auf einen Lerneffekt. Erstmals für die C-Jugend des NSV im Einsatz war Luzy Hattenhauer, die sich gleich im ersten Spiel auszeichnen konnte.

Nordhäuser SV – Radeberger SV 30:44 (11:24)
Zum Auftakt musste sich der Radeberger SV in einer heiß umkämpften Partie dem Gastgeber knapp mit 25:27 geschlagen geben. Beobachtet auch von den Spielerinnen des NSV, die anschließend auf die Sächsinnen trafen. Kein leichtes Unterfangen. Schließlich kam der Radeberger SV nach der Niederlage mit gehörig Wut im Bauch aus der Kabine. Die bekam der NSV in der Anfangsphase zu spüren, als er fast von Radeberg überrollt wurde.

Druckvoll spielte das Team auf und nutzte die Abspiel- und Fangfehler des NSV eiskalt zum Torerfolg aus. In der vierten Minute zeichnete sich dann NSV-Torhüterin Anny-Katharina Samel erstmals durch einen gehaltenen Strafwurf auf. In der fünften Minute gelang dem NSV durch ein schönes Anspiel von Sophia Goetze an den Kreis zu Sonja Zeaiter der erste Treffer zum 1:5. Zu fehlerhaft war die Anfangsphase, zu unkonzentriert die Spielweise des NSV, der immer wieder versuchte mit langen Bällen die gegnerische Abwehr auszuhebeln.

Das misslang, denn Radeberg fing die Bälle durch ihre beiden hochgewachsenen Rückraumspielerinnen – Jasmin Eckart und Isabell Wolff – das eine oder andere Mal ab.

„In der zehnten Minute war alles entschieden. Es schien mir so, als ob meine Mannschaft Radeberg nicht ernst genommen hat“, sagte Jarmuszewski. Zu diesem Zeitpunkt stand es 3:12. Als besonders effektiv sollten sich in seiner Mannschaft die Außenpositionen erweisen. Insbesondere zeichneten sich Sonja Zeaiter über Rechtsaußen und Sophie Schröder über die linke Seite mit sehenswerten Treffern aus. Ihnen gelang es, den Rückstand zum 7:15 etwas zu verkürzen. Doch bis zur Halbzeitpause zog Radeberg das Tempo nochmals an und enteilte zum 11:24.

In der zweiten Hälfte wog der verletzungsbedingte Ausfall von Vanessa Michel schwer. Sie hatte sich in der ersten das Knie verdreht und musste zuschauen, wie das Team die erste Halbzeit vergessen machte. „Die Mannschaft hat dann nicht mehr nur reagiert, sondern auch agiert“, freute sich Jarmuszewski über den Einsatz, der belohnt wurde. Ausgeglichener verliefen die zweiten 25 Minuten, die 19:20 ausgingen. Hervorzuheben ist der Kampfgeist des NSV. Um jeden Ball wurde gekämpft. Radeberg erwies sich über 2x25 Minuten als die etwas clevere und spielstärkere Mannschaft, die am Ende zurecht das Parkett als Sieger verließ.

Nordhäuser SV: Anny-Katharina Samel/Emelie Heise – Vanessa Michel (2), Sophia Goetze (8), Ella Krieß (6), Nele Steinhäuser, Nelly Frank, Sophie Schröder (3), Emma Langner (1), Luzy Hattenhauer (1), Larissa Förster (4), Sonja Zeaiter (5), Lea Ziska Hoche, Melissa Titze

Nordhäuser SV – SV Union Halle-Neustadt 9:31 (4:13)
„Ich bin maßlos enttäuscht. Mich ärgert nicht, dass wir verloren haben, sondern wie wir verloren haben“, resümierte Jarmuszewski nach der zweiten Partie gegen den SV Union Halle-Neustadt. Seine Mannschaft fand zu keinem Zeitpunkt richtig ins Spiel. Der NSV tat sich schwer gegen die sehr offensiv-agierende Deckung des Gastgebers.

Immer wieder rannten sich die Nordhäuserinnen in der extrem schnellen und gut verschiebenden Abwehr fest. Der SV Union kam durch seine starke Deckung zu schnellen Toren. Auch im Spielaufbau zeigte der Gastgeber seine Klasse. Er ließ den Ball schnell durch die eigenen Reihen laufen, der Aufbau wirkte viel dynamischer als beim NSV, und er riss Lücken zum erfolgreichen Torabschluss. Allerdings ließ der Gastgeber auch einige Chancen ungenutzt, so dass sich das Halbzeitergebnis noch in Grenzen hielt – 4:13.

In der zweiten Hälfte das gleiche Bild. Der NSV fand kein Mittel, um den starken Abwehrverbund zu durchbrechen und versuchte aus der zweiten Reihen zum Torabschluss zu kommen – vergeblich. Es fehlte die nötige Durchschlagskraft, um erfolgreich abzuschließen. Auf der anderen Seite hatte der Gastgeber leichtes Spiel, er erkämpfte sich die Bälle durch seine starke Abwehrarbeit und lief Konter, die er erfolgreich abschloss. Der NSV erhielt eine bittere 50-minütige Lehrstunde.

Nordhäuser SV: Anny-Katharina Samel/Emelie Heise – Vanessa Michel, Sophia Goetze (4), Ella Krieß (3), Nele Steinhäuser, Nelly Frank, Sophie Schröder (1), Emma Langner, Luzy Hattenhauer, Larissa Förster, Sonja Zeaiter (1), Lea Ziska Hoche, Melissa Titze

In beiden Partien wurden dem NSV seine Grenzen aufgezeigt. Als größte Baustelle nannte Jarmuszewski die Abwehr: „Das Aushelfen in der Abwehr stimmt nach wie vor nicht.“ Auch der frühe Ausfall von Vanessa Michel machte sich bemerkbar. Was jedoch viel schwerer wog, ist die Tatsache, dass dem NSV gleichwertige Gegner in Thüringen fehlen. „Radeberg und Halle spielen in Ligen, die gleichstark besetzt sind. Dort gibt es bis zu acht gleichwertige Mannschaften, die auf einem hohen und guten Niveau spielen. Das fehlt in Thüringen gänzlich. Wir sind nie gefordert worden“, äußerte sich Jarmuszewski kritisch.
Sandra Arm
Am Ende nur Platz 3 (Foto: Sandra Arm)
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Am Ende nur Platz 3 (Foto: Sandra Arm)
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Am Ende nur Platz 3 (Foto: Sandra Arm)
Am Ende nur Platz 3 (Foto: Sandra Arm)
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Autor: red

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