Mo, 10:50 Uhr
27.04.2015
Die Jungen zieht es in die Städte
Immer mehr Menschen zieht es in die urbanen Zentren des Freistaates. Das haben jetzt wieder Erhebungen des Statistischen Landesamtes gezeigt, die sich mit den Wanderungsbewegungen innerhalb Thüringens befassen. Demnach profitieren vor allem die Universitätsstädte. Auf den unteren Rängen findet sich der Kyffhäuserkreis wieder...
Die Universitätsstädte Jena und Erfurt profitierten im Jahr 2013 unter den Landkreisen und kreisfreien Städten am stärksten von der Zuwanderung bei den unter 30-Jährigen. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik lag der Wanderungsgewinn in dieser Altersgruppe in Erfurt bei 1 319 Personen, was 79 Personen je 1 000 Einwohner dieser Altersgruppe entspricht. In Jena waren es 924 unter 30-Jährige, die in diesem Zeitraum mehr zuzogen als fortzogen bzw. 80 Personen je 1 000 derselben Altersgruppe.
Der Landkreis Greiz, das Altenburger Land und der Kyffhäuserkreis hatten im Verhältnis zu ihrer Bevölkerung die höchsten Verluste bei den unter 30-Jährigen. Der Landkreis Greiz hatte einen Wanderungsverlust von 326 Personen (-82 Personen je 1 000 Personen), das Altenburger Land verlor per Saldo 259 unter 30-Jährige (-62 Personen je 1 000 Personen) und den Kyffhäuserkreis verließen 238 Personen (-65 Personen je 1 000 Personen) mehr, als in der genannten Altersgruppe zuzogen.
In der Altersgruppe der über 30-Jährigen profitieren vor allem die Landkreise Gotha und die Stadt Gera. In Gotha betrug der Wanderungsgewinn 305 Menschen (9 Personen je 1 000 Einwohner) und in Gera 174 (7 Personen je 1 000 Einwohner).
Die größten Verluste im Verhältnis zur Bevölkerung in dieser Altersgruppe weisen Jena mit 287 (-11 Personen je 1 000 Einwohner) und Suhl mit 60 Einwohnern (-7 Personen je 1 000 Einwohner) auf.
Über alle Altersgruppen betrachtet profitierten die kreisfreien Städte Erfurt und Jena. Auf 1 000 Einwohner beträgt der Wanderungsgewinn für Erfurt sieben und für Jena sechs Personen. Die größten Verluste meldeten der Kyffhäuserkreis, das Altenburger Land, der Landkreis Greiz und der Saale- Orla-Kreis mit einem Wanderungsverlust von je vier Personen pro 1 000 Einwohner.
Die Zuzugsgewinne über die Kreisgrenze im Jahr 2013 wurden hauptsächlich durch die Nichtdeutschen getragen. So konnten die kreisfreien Städte Jena, Weimar und Eisenach, aber auch die Land- kreise Schmalkalden-Meiningen, Gotha, Sömmerda und der Saale-Holzland-Kreis die Wanderungsverluste bei den Deutschen durch Wanderungsgewinne bei den Nichtdeutschen mindestens ausgleichen. Nur in der Stadt Erfurt waren die Wanderungsgewinne im Jahr 2013 bei den Deutschen (+835 Personen) größer als bei Nichtdeutschen (+635 Personen).
Der Landkreis Nordhausen muss zwar auch Verluste hinnehmen, steht im Vergleich aber recht gut da. 2013 stellte sich das Wanderungssaldo aus der Gruppe der unter 30-jährigen mit einem Wert von Minus neun dar. Im Bereich der über 30-jährigen ist das Saldo gänzlich ausgeglichen. 1.975 Deutsche zogen in den Landkreis, 2.185 verließen ihn. Im gleichen Zeitraum siedelten sich 762 Nichtdeutsche in Nordhausen an, 561 zogen wieder fort.
EichsfeldDas Eichsfeld verließen deutlich mehr der unter 30-jährigen: insgesamt - 173 Personen weißt das Wanderungssaldo für den Landkreis aus. Bei den über 30-jährigen beläuft sich das Saldo lediglich auf ein Minus von 35. In 2013 zogen 1599 Deutsche in den Landkreis, 2050 verließen ihn. Die Zahl der Nichtdeutschen Zuzügler belief sich auf 535 Menschen, die der Fortzüge auf 292.
KyffhäuserkreisDer Kyffhäuserkreis rangiert im Wanderungsaldo, wie bereits erwähnt, am unteren Ende des Spektrums. Während man sich über 1503 Zuzüge von Deutschen freuen konnte, musste man auch 2050 Fortzüge verkraften. Wesentlich ausgeglichener stellen sich die Zahlen bei der Zu- und Abwanderung von Nichtdeutschen dar: 312 Zuzüge und 226 Fortzüge wurden 2013 registriert.
Unstrut-Hainich-KreisDas Wanderungssaldo in der Gruppe U-30 betrug hier -149, das sind -48 je 1000 Einwohner. Mit einem Wert von 44 fiel hingegen das Saldo im Bereich Ü-30 positiv aus. Insgesamt 2271 Fortzüge von Deutschen wurden registriert. Dem gegenüber stehen nur 2016 Zuzüge, das Saldo also auch hier negativ. Im gleichen Zeitraum zog es 395 Nichtdeutsche in den Kreis, 245 zogen wieder fort.
Autor: redDie Universitätsstädte Jena und Erfurt profitierten im Jahr 2013 unter den Landkreisen und kreisfreien Städten am stärksten von der Zuwanderung bei den unter 30-Jährigen. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik lag der Wanderungsgewinn in dieser Altersgruppe in Erfurt bei 1 319 Personen, was 79 Personen je 1 000 Einwohner dieser Altersgruppe entspricht. In Jena waren es 924 unter 30-Jährige, die in diesem Zeitraum mehr zuzogen als fortzogen bzw. 80 Personen je 1 000 derselben Altersgruppe.
Der Landkreis Greiz, das Altenburger Land und der Kyffhäuserkreis hatten im Verhältnis zu ihrer Bevölkerung die höchsten Verluste bei den unter 30-Jährigen. Der Landkreis Greiz hatte einen Wanderungsverlust von 326 Personen (-82 Personen je 1 000 Personen), das Altenburger Land verlor per Saldo 259 unter 30-Jährige (-62 Personen je 1 000 Personen) und den Kyffhäuserkreis verließen 238 Personen (-65 Personen je 1 000 Personen) mehr, als in der genannten Altersgruppe zuzogen.
In der Altersgruppe der über 30-Jährigen profitieren vor allem die Landkreise Gotha und die Stadt Gera. In Gotha betrug der Wanderungsgewinn 305 Menschen (9 Personen je 1 000 Einwohner) und in Gera 174 (7 Personen je 1 000 Einwohner).
Die größten Verluste im Verhältnis zur Bevölkerung in dieser Altersgruppe weisen Jena mit 287 (-11 Personen je 1 000 Einwohner) und Suhl mit 60 Einwohnern (-7 Personen je 1 000 Einwohner) auf.
Über alle Altersgruppen betrachtet profitierten die kreisfreien Städte Erfurt und Jena. Auf 1 000 Einwohner beträgt der Wanderungsgewinn für Erfurt sieben und für Jena sechs Personen. Die größten Verluste meldeten der Kyffhäuserkreis, das Altenburger Land, der Landkreis Greiz und der Saale- Orla-Kreis mit einem Wanderungsverlust von je vier Personen pro 1 000 Einwohner.
Die Zuzugsgewinne über die Kreisgrenze im Jahr 2013 wurden hauptsächlich durch die Nichtdeutschen getragen. So konnten die kreisfreien Städte Jena, Weimar und Eisenach, aber auch die Land- kreise Schmalkalden-Meiningen, Gotha, Sömmerda und der Saale-Holzland-Kreis die Wanderungsverluste bei den Deutschen durch Wanderungsgewinne bei den Nichtdeutschen mindestens ausgleichen. Nur in der Stadt Erfurt waren die Wanderungsgewinne im Jahr 2013 bei den Deutschen (+835 Personen) größer als bei Nichtdeutschen (+635 Personen).
Die Nordthüringer Kreise
NordhausenDer Landkreis Nordhausen muss zwar auch Verluste hinnehmen, steht im Vergleich aber recht gut da. 2013 stellte sich das Wanderungssaldo aus der Gruppe der unter 30-jährigen mit einem Wert von Minus neun dar. Im Bereich der über 30-jährigen ist das Saldo gänzlich ausgeglichen. 1.975 Deutsche zogen in den Landkreis, 2.185 verließen ihn. Im gleichen Zeitraum siedelten sich 762 Nichtdeutsche in Nordhausen an, 561 zogen wieder fort.
EichsfeldDas Eichsfeld verließen deutlich mehr der unter 30-jährigen: insgesamt - 173 Personen weißt das Wanderungssaldo für den Landkreis aus. Bei den über 30-jährigen beläuft sich das Saldo lediglich auf ein Minus von 35. In 2013 zogen 1599 Deutsche in den Landkreis, 2050 verließen ihn. Die Zahl der Nichtdeutschen Zuzügler belief sich auf 535 Menschen, die der Fortzüge auf 292.
KyffhäuserkreisDer Kyffhäuserkreis rangiert im Wanderungsaldo, wie bereits erwähnt, am unteren Ende des Spektrums. Während man sich über 1503 Zuzüge von Deutschen freuen konnte, musste man auch 2050 Fortzüge verkraften. Wesentlich ausgeglichener stellen sich die Zahlen bei der Zu- und Abwanderung von Nichtdeutschen dar: 312 Zuzüge und 226 Fortzüge wurden 2013 registriert.
Unstrut-Hainich-KreisDas Wanderungssaldo in der Gruppe U-30 betrug hier -149, das sind -48 je 1000 Einwohner. Mit einem Wert von 44 fiel hingegen das Saldo im Bereich Ü-30 positiv aus. Insgesamt 2271 Fortzüge von Deutschen wurden registriert. Dem gegenüber stehen nur 2016 Zuzüge, das Saldo also auch hier negativ. Im gleichen Zeitraum zog es 395 Nichtdeutsche in den Kreis, 245 zogen wieder fort.

