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Mi, 13:36 Uhr
22.04.2015

Ein kleines Stück Wertstoffwende zum Anfassen

Bereits vor der offiziellen Eröffnung des diesjährigen Hochschulinformationstages der Hochschule Nordhausen war im AUGUST-KRAMER-INSTITUT (AKI) die Frage zu hören, wo man denn hier die Elektroaltgeräte abgeben könnte. Hintergrund dieser Frage war der Aufruf zu einer gezielten Sammelaktion für eben diese wertvolle und doch oft unterschätzte Abfallgruppe...

Einfach mal ausgetauscht (Foto: Tina Bergknapp/HSN) Einfach mal ausgetauscht (Foto: Tina Bergknapp/HSN)

Zum wiederholten Mal öffnete die Hochschule Nordhausen ihre Pforten, um das hiesige Studienangebot sowie aktuelle Forschungsarbeiten vorzustellen. Anschauliche Beispiele dafür fanden sich auch im AUGUST-KRAMER-INSITUT (AKI) der Hochschule, welches einen großen Teil experimenteller Forschung beinhaltet. Anhand zahlreicher Maschinen, Modelle sowie Schautafeln wurde ein Einblick in den Lehr- und Forschungsalltag gewährt.

Viel Interesse weckte in diesem Jahr das Projekt „Recycling 2.0 – Die Wertstoffwende“. Ziel dieses Vorhabens ist es, den global zunehmenden Ressourcenhunger zukünftig stärker mit Wertstoffen aus Abfällen zu stillen. Da primäre Rohstofflagerstätten zunehmend knapp werden, muss nun verstärkt auf Recycling gesetzt werden. In Analogie zur Energiewende ist auch für die Wertstoffwende ein Prozess des Umdenkens hin zur Nachhaltigkeit notwendig. Speziell Elektroaltgeräte bieten dabei ein großes Potenzial, um viele seltene Metalle zurückzugewinnen.

Oft in privaten Haushalten vergessen oder falsch entsorgt nutzt selbst die beste Technologie nichts, um die wertvollen Inhaltsstoffe einer erneuten Verwendung zuzuführen. Zu diesem sowie weiteren Lösungsansätzen kooperieren Partner aus dem gesamten Bundesgebiet mit der Hochschule Nordhausen, um das zentrale Problem der Ressourcenverknappung zu lösen. Beteiligt sind u.a. renommierte Hochschulen aus Aachen, Clausthal und Magdeburg.

Auf anschauliche Weise fand dazu in Kooperation mit den Nordthüringer Werkstätten eine Tauschaktion statt, bei der ein Elektroaltgerät gegen eine kleine Überraschung eingetauscht werden konnte. Damit soll demonstriert werden, dass Umweltbewusstsein auch Spaß machen kann. Viele Besucher, die zum Teil extra deswegen den Weg auf sich genommen hatten, nahmen diese Möglichkeit dankend wahr, Ihre Elektroaltgeräte abzugeben.

Es stellt sich generell die Frage, wie es dem Bürger leicht gemacht werden kann, seine Abfälle richtig zu recyceln. Dazu finden ab August im Landkreis Nordhausen Feldstudien statt, im Rahmen derer auch Befragungen durchgeführt werden. An dieser Stelle wird die Bevölkerung um Unterstützung gebeten. Diese Tauschaktion wird mit Sicherheit nicht die Letzte gewesen sein.
Autor: red

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