Sa, 13:40 Uhr
18.04.2015
"Der beste Sender der Welt" feiert Geburtstag
Geburtstagsfeier am August-Bebel Platz - in den Räumen des Offenen Kanal Nordhausen trafen sich heute Radiomacher, Nutzer und solche die es vielleicht einmal werden wollen und erkundeten gemeinsam den Sender. Das Nordhäuser Radio sieht sich nach 15 Jahren einigen Herausforderungen gegenüber...
Seit zehn Uhr sitzen Mario Ruß und Dirk Daniels im Studio hoch über dem August-Bebel-Platz und senden Live. Der Offene Kanal Nordhausen sei "der beste Sender der Welt", sagte Ruß, "weil es unser Sender ist".
Daniels und Ruß sind beide langjährige Nutzer der kleinen Nordhäuser Sendeanstalt. Seit nunmehr 15 Jahren können Bürgerinnen und Bürger hier ihre eigenen Sendungen und Beiträge produzieren und über den Äther schicken. Die Beschränkungen, denen ein normales Radio unterworfen ist, gelten für den OKN nicht, jeder kann nach seiner Fasson Lieder einspielen und Programmbeiträge gestalten.
Dieses "Selber machen" ist es auch, was Dirk Daniels seit Jahren immer wieder vor das Mikro bringt, erzählt er. Zum heutigen Tag der offenen Tür zeigt Daniels den Besuchern wie so eine Live-Sendung funktioniert und jeder der möchte, darf auch selber einmal ans Mikrofon treten.
Aufnehmen, schneiden, Musik unterlegen - nebenan sitzt Anja Eisner, eigentlich Chefdramaturgin des Nordhäuser Theaters, und produziert zusammen mit Freiwilligen einen frischen Jingle für den Sender.
"Der beste Sender der Welt - weil es unserer ist" - Mario Ruß (links) und Dirk Daniels sind langjährige Nutzer des OKN (Foto: Angelo Glashagel)
Die Mitarbeiter des Senders Sandra Witzel, Peter Jentsch und Christel Urban führen derweil durch den Sender, beantworten Fragen und stellen sicher, das die Gäste bestens versorgt sind.
In den vergangenen 15 Jahren, oder rund 5.500 Tagen, haben über 1000 Menschen die Möglichkeiten des Senders genutzt um sich auszuprobieren, erzählt Sandra Witzel, die den Sender derzeit komissarisch leitet. Und manch einer hat über ein Praktikum oder ein freiwilliges Jahr beim Offenen Kanal auch den Einstieg in die Medienwelt gefunden und das Hobby zum Beruf gemacht.
Damit es in Zukunft auch weitergeht, muss der Sender allerdings im kommenden Jahr einige Hürden nehmen. Aus dem Offenen Kanal soll dann ein "Bürgerradio" werden, so der Wille der Thüringer Medienanstalt, über den die verschiedenen OK's des Freistaats finanziert werden.
Für die Nordhäuser heißt das: mehr redaktionelle Inhalte, mehr Wortbeiträge, mehr Information. "Unsere Vision ist es, DER Infokanal für Nordhausen zu werden", sagte der Vorstand des OKN-Fördervereins, Sebastian Gerecke. Der Verein kann heute sogar schon seinen 20. Geburtstag feiern. Und wie fühlt man sich mit 20? - "Jung, dynamisch und voller Tatendrang für das, was kommen wird", sagt Gerecke.
(v.r.) Sandra Witzel, Peter Jentsch und Christel Urban wollen zusammen mit den Nutzern dafür sorgen das der auch in Zukunft auf Sendung bleibt (Foto: Angelo Glashagel)
Wenn der Sender in einem Jahr wieder seinen Tag der offenen Tür begeht, dann hat man vielleicht einen neuen Mitarbeiter in den Reihen, wünscht sich Sandra Witzel, am besten einen Medienpädagogen. Vor allem werden dann Vereine und ehrenamtliche Radiomacher den Sender verstärkt als Informationsquelle nutzen, so die Vorstellung des Teams. Was die Politik zur Unterstützung des Senders tun kann, das haben die Radiomacher heute Oberbürgermeister Klaus Zeh und den 2. Beigeordneten des Landkreises Stefan Nüßle gefragt.
Den Wandel hat man bereits in die Wege geleitet: immer am letzten Dienstag des Monats trifft man sich seit Anfang des Jahres zur Redaltionskonferenz mit Nutzer, Freunden und Unterstützern, um am neuen Konzept und dessen Umsetzung zu feilen.
Erste Ansätze dazu gibt es bereits. Die tragbaren Mikrofone des Senders sind in letzter Zeit immer öfter auf den diversen Pressekonferenzen der Region zu sehen, zuletzt bei der Vorstellung der neuen Spielzeit des Theaters oder bei dem Diskussionsforum "Was geht mich Europa" an der Nordhäuser Hochschule.
Aber über die Zukunft machte man sich zumindest heute nur am Rande Gedanken, schließlich hieß es Geburtstag feiern.
Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum und macht weiter so! wünscht natürlich auch die nnz.
Angelo Glashagel
Autor: redSeit zehn Uhr sitzen Mario Ruß und Dirk Daniels im Studio hoch über dem August-Bebel-Platz und senden Live. Der Offene Kanal Nordhausen sei "der beste Sender der Welt", sagte Ruß, "weil es unser Sender ist".
Daniels und Ruß sind beide langjährige Nutzer der kleinen Nordhäuser Sendeanstalt. Seit nunmehr 15 Jahren können Bürgerinnen und Bürger hier ihre eigenen Sendungen und Beiträge produzieren und über den Äther schicken. Die Beschränkungen, denen ein normales Radio unterworfen ist, gelten für den OKN nicht, jeder kann nach seiner Fasson Lieder einspielen und Programmbeiträge gestalten.
Dieses "Selber machen" ist es auch, was Dirk Daniels seit Jahren immer wieder vor das Mikro bringt, erzählt er. Zum heutigen Tag der offenen Tür zeigt Daniels den Besuchern wie so eine Live-Sendung funktioniert und jeder der möchte, darf auch selber einmal ans Mikrofon treten.
Aufnehmen, schneiden, Musik unterlegen - nebenan sitzt Anja Eisner, eigentlich Chefdramaturgin des Nordhäuser Theaters, und produziert zusammen mit Freiwilligen einen frischen Jingle für den Sender.
"Der beste Sender der Welt - weil es unserer ist" - Mario Ruß (links) und Dirk Daniels sind langjährige Nutzer des OKN (Foto: Angelo Glashagel)
Die Mitarbeiter des Senders Sandra Witzel, Peter Jentsch und Christel Urban führen derweil durch den Sender, beantworten Fragen und stellen sicher, das die Gäste bestens versorgt sind. In den vergangenen 15 Jahren, oder rund 5.500 Tagen, haben über 1000 Menschen die Möglichkeiten des Senders genutzt um sich auszuprobieren, erzählt Sandra Witzel, die den Sender derzeit komissarisch leitet. Und manch einer hat über ein Praktikum oder ein freiwilliges Jahr beim Offenen Kanal auch den Einstieg in die Medienwelt gefunden und das Hobby zum Beruf gemacht.
Damit es in Zukunft auch weitergeht, muss der Sender allerdings im kommenden Jahr einige Hürden nehmen. Aus dem Offenen Kanal soll dann ein "Bürgerradio" werden, so der Wille der Thüringer Medienanstalt, über den die verschiedenen OK's des Freistaats finanziert werden.
Für die Nordhäuser heißt das: mehr redaktionelle Inhalte, mehr Wortbeiträge, mehr Information. "Unsere Vision ist es, DER Infokanal für Nordhausen zu werden", sagte der Vorstand des OKN-Fördervereins, Sebastian Gerecke. Der Verein kann heute sogar schon seinen 20. Geburtstag feiern. Und wie fühlt man sich mit 20? - "Jung, dynamisch und voller Tatendrang für das, was kommen wird", sagt Gerecke.
(v.r.) Sandra Witzel, Peter Jentsch und Christel Urban wollen zusammen mit den Nutzern dafür sorgen das der auch in Zukunft auf Sendung bleibt (Foto: Angelo Glashagel)
Wenn der Sender in einem Jahr wieder seinen Tag der offenen Tür begeht, dann hat man vielleicht einen neuen Mitarbeiter in den Reihen, wünscht sich Sandra Witzel, am besten einen Medienpädagogen. Vor allem werden dann Vereine und ehrenamtliche Radiomacher den Sender verstärkt als Informationsquelle nutzen, so die Vorstellung des Teams. Was die Politik zur Unterstützung des Senders tun kann, das haben die Radiomacher heute Oberbürgermeister Klaus Zeh und den 2. Beigeordneten des Landkreises Stefan Nüßle gefragt.
Den Wandel hat man bereits in die Wege geleitet: immer am letzten Dienstag des Monats trifft man sich seit Anfang des Jahres zur Redaltionskonferenz mit Nutzer, Freunden und Unterstützern, um am neuen Konzept und dessen Umsetzung zu feilen.
Erste Ansätze dazu gibt es bereits. Die tragbaren Mikrofone des Senders sind in letzter Zeit immer öfter auf den diversen Pressekonferenzen der Region zu sehen, zuletzt bei der Vorstellung der neuen Spielzeit des Theaters oder bei dem Diskussionsforum "Was geht mich Europa" an der Nordhäuser Hochschule.
Aber über die Zukunft machte man sich zumindest heute nur am Rande Gedanken, schließlich hieß es Geburtstag feiern.
Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum und macht weiter so! wünscht natürlich auch die nnz.
Angelo Glashagel










