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Fr, 12:27 Uhr
17.04.2015

Nordhausen und die Staatssicherheit

Am Dienstag wird es in der Flohburg eine Premiere geben: die Historikerin Dr. Hanna Labrenz-Weiß stellt die erste wissenschaftliche Arbeit zum wirken der Staatssicherheit in Nordhausen vor. Im Fokus stehen vor allem die konkreten Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse, die durch das MfS in der Region geschaffen wurden...

„Die Kreisdienststelle des MfS in Nordhausen.“ Unter diesem Motto steht am 21. April um 19 Uhr, der Vortrag der Historikerin Dr. Hanna Labrenz-Weiß im Nordhausen-Museum „Flohburg“. Alle Interessierten sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen.

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Der Abend ist ein Gemeinschaftsprojekt des Bundesbeauftragten für die Unterlagen der ehemaligen Staatssicherheit, des Thüringer Landesbeauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“, dem Museum Flohburg sowie des Fördervereins Flohburg Frau Dr. Labrenz-Weiß ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der BStU in Berlin.

„Der Vortrag fasst die wichtigsten Ergebnisse einer umfangreichen Arbeit von Frau Dr. Labrenz Weiß zusammen. Diese Regionalstudie ist die erste wissenschaftliche Arbeit zum Wirken der MfS-Kreisdienststelle in Nordhausen“, sagte Joachim Heise, Koordinator der Thüringer Arbeitsgruppe des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“. Er hatte zugleich bei der Recherche für die Studie der Wissenschaftlerin Unterstützung geleistet.

Dr. Hanna Labrenz-Weiß untersuchte die Geschichte der Staatssicherheit in Nordhausen (Foto: Pressestelle Stadt Nordhausen) Dr. Hanna Labrenz-Weiß untersuchte die Geschichte der Staatssicherheit in Nordhausen (Foto: Pressestelle Stadt Nordhausen) „Vortrag und in der Arbeit bedienen das besondere Aufklärungsinteresse über die konkreten Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse regionaler Herrschaftsformen des MfS. Nordhausen war insofern von wissenschaftlichem Interesse als der Kreis Nordhausen in der DDR eine enorme wirtschaftliche und strategische Bedeutung hatte. Hier befanden sich u.a. mit dem IFA Motorenwerk, der Nobas, Schachtbau, Hochbau und Fernmeldewerk Betriebe mit überregional ausgelegten Produktionskennziffern.

Der Nordhäuser Joachim Heise hat selbst einschlägige Erfahrungen mit dem MfS sammeln müssen und half bei der Recherche (Foto: Pressestelle Stadt Nordhausen) Der Nordhäuser Joachim Heise hat selbst einschlägige Erfahrungen mit dem MfS sammeln müssen und half bei der Recherche (Foto: Pressestelle Stadt Nordhausen) Das spiegelte sich auch in der organisatorischen und personellen Ausstattung der Kreisdienststelle wieder“, so Heise weiter. „Darüber hinaus gibt es einen guten Aktenbestand zur Arbeit der Nordhäuser Kreisdienststelle.“

Die Arbeit zeigt am Beispiel Nordhausen auch, welche wichtige Rolle die jeweilige lokale Staatssicherheit als ein Element des SED-Herrschaftssystems gespielt hat.
Autor: red

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