Fr, 09:07 Uhr
10.04.2015
Rechtacek-Denkmal beschädigt
Wie erst jetzt bekannt wurde, haben Unbekannte in der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag ein Denkmal des Nordhäuser Bildhauers Lothar Rechtacek (1943-2013) beschädigt, das an das Los der Heimatvertriebenen, insbesondere jenes der Mütter und Kinder, erinnert. Erste Empörung zeigt die Landes-CDU...
Der Sprecher der CDU-Fraktion für Migration und Integration, Christian Herrgott hat diesen Akt des Vandalismus verurteilt und eine Verbindung zum Umgang mit Verfolgten und Vertriebenen unserer Tage gezogen.
Hartherzigkeit und Aggressionen gegenüber Flüchtlingen und Fremden in unseren Tagen und die Missachtung gegenüber Stätten der Erinnerung und des Gedenkens Leidtragender des letzten Jahrhunderts sind zwei Seiten ein und derselben Medaille, sagte Herrgott.
Der migrations- und integrationspolitische Sprecher blickt mit Sorge auf die um sich greifende Verrohung. Fremdenfeindliche Parolen, Übergriffe auf Asylbewerberunterkünfte, die Beschädigung von Erinnerungstafeln an die Opfer nationalsozialistischen Terrors und die Zerstörung eines Vertriebenendenkmals wurzeln alle im gleichen Ungeist: dem mangelnden Respekt oder auch Ängsten allem gegenüber, was nicht den eigenen eingeschliffenen Welt- und Selbstbildern entspricht. Doch die Menschenwürde ist unteilbar, sagte Herrgott. Er ist davon überzeugt, dass der Zusammenhalt einer immer vielfältiger werdenden Gesellschaft nur möglich ist, wenn im vorderhand Fremden zunächst nach dem Verbindenden und nicht nach dem Trennenden gesucht wird.
Wie er abschließend hinzufügte, haben wir anlässlich der 70. Wiederkehr der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald Gelegenheit, uns die tiefen Abgründe unserer Geschichte neuerlich zu vergegenwärtigen. Wir sollten sie nutzen, um die Aufmerksamkeit gegenüber allen Gefährdungen der Menschenwürde und Anzeichen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu schärfen. Das schließt dann allerdings auch ein, die Erinnerung der Heimatvertriebenen an ihr Los im öffentlichen Raum zu respektieren.
Autor: redDer Sprecher der CDU-Fraktion für Migration und Integration, Christian Herrgott hat diesen Akt des Vandalismus verurteilt und eine Verbindung zum Umgang mit Verfolgten und Vertriebenen unserer Tage gezogen.
Hartherzigkeit und Aggressionen gegenüber Flüchtlingen und Fremden in unseren Tagen und die Missachtung gegenüber Stätten der Erinnerung und des Gedenkens Leidtragender des letzten Jahrhunderts sind zwei Seiten ein und derselben Medaille, sagte Herrgott.
Der migrations- und integrationspolitische Sprecher blickt mit Sorge auf die um sich greifende Verrohung. Fremdenfeindliche Parolen, Übergriffe auf Asylbewerberunterkünfte, die Beschädigung von Erinnerungstafeln an die Opfer nationalsozialistischen Terrors und die Zerstörung eines Vertriebenendenkmals wurzeln alle im gleichen Ungeist: dem mangelnden Respekt oder auch Ängsten allem gegenüber, was nicht den eigenen eingeschliffenen Welt- und Selbstbildern entspricht. Doch die Menschenwürde ist unteilbar, sagte Herrgott. Er ist davon überzeugt, dass der Zusammenhalt einer immer vielfältiger werdenden Gesellschaft nur möglich ist, wenn im vorderhand Fremden zunächst nach dem Verbindenden und nicht nach dem Trennenden gesucht wird.
Wie er abschließend hinzufügte, haben wir anlässlich der 70. Wiederkehr der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald Gelegenheit, uns die tiefen Abgründe unserer Geschichte neuerlich zu vergegenwärtigen. Wir sollten sie nutzen, um die Aufmerksamkeit gegenüber allen Gefährdungen der Menschenwürde und Anzeichen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu schärfen. Das schließt dann allerdings auch ein, die Erinnerung der Heimatvertriebenen an ihr Los im öffentlichen Raum zu respektieren.


