Mi, 11:51 Uhr
01.04.2015
Fracking: Viel Lärm um nichts
Das von Bundesumweltministerin Hendricks vorgestellte Gesetz stellt eine solide Grundlage dar, um die Risiken des Frackings in Deutschland zu minimieren und festzustellen, dass Fracking in Deutschland in der Zukunft keine Rolle spielen wird. Sagt Claudia Kemfert vom Deutschen Institut der Wirtschaft (DIW)...
Die Umweltverträglichkeitsprüfungen sind umfassend, in risikobehafteten Gebieten darf gar nicht gefrackt werden. Und vor allem kann mit diesem Vorstoß mehr Klarheit kommen, ob die Fracking-Potentiale nicht doch viel niedriger sind als angenommen. Ohnehin sind die Fracking-Potentiale in Europa, anders als in den USA oder Asien, denkbar gering.
Erste Schätzungen in Deutschland gehen davon aus, dass die Potentiale des unkonventionelles Gases, welches mittels Fracking gewonnen werden kann, sehr gering sind. Maximal zehn Jahre könnte der Gasbedarf in Deutschland überhaupt mit Fracking-Gas gedeckt werden, wenn man alle Gasquellen mittels Fracking erschließen würde. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese erschlossen werden, vor allem aus Umwelt– und aus Kostengründen.
Das Fracking-Verfahren ist deutlich teurer als die herkömmliche Förderung. Zudem ist mit massiven Bürgerprotesten zu rechnen. Auch in Polen hat man auf große Mengen unkonventionellen Gases gehofft und nach den ersten Probebohrungen festgestellt, dass die potentiell zu erschließenden Quellen viel zu gering sind; die Fracking-Unternehmen haben sich bereits weitgehend aus dem Land zurückgezogen.
Zudem gibt es ausreichend Gas auf den Märkten, Deutschland ist sehr gut mit den Gas-Lieferländern verbunden und benötigt auch zukünftig kein aus heimischen Quellen gefracktes Gas. Zwar ist Gas wichtig als Brückentechnologie für die Energiewende - Gaskraftwerke sind aufgrund ihrer Flexibilität gut kombinierbar mit erneuerbaren Energien, zudem ist Gas wichtig für die Gebäudeenergie und die Mobilität. Es gibt in den kommenden Jahrzehnten jedoch ausreichend Gas auf den internationalen Märkten, es gibt ein Über-Angebot an Gas. Somit handelt es sich bei der jetzigen Fracking-Diskussion um viel Lärm um nichts.
Autor: redDie Umweltverträglichkeitsprüfungen sind umfassend, in risikobehafteten Gebieten darf gar nicht gefrackt werden. Und vor allem kann mit diesem Vorstoß mehr Klarheit kommen, ob die Fracking-Potentiale nicht doch viel niedriger sind als angenommen. Ohnehin sind die Fracking-Potentiale in Europa, anders als in den USA oder Asien, denkbar gering.
Erste Schätzungen in Deutschland gehen davon aus, dass die Potentiale des unkonventionelles Gases, welches mittels Fracking gewonnen werden kann, sehr gering sind. Maximal zehn Jahre könnte der Gasbedarf in Deutschland überhaupt mit Fracking-Gas gedeckt werden, wenn man alle Gasquellen mittels Fracking erschließen würde. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese erschlossen werden, vor allem aus Umwelt– und aus Kostengründen.
Das Fracking-Verfahren ist deutlich teurer als die herkömmliche Förderung. Zudem ist mit massiven Bürgerprotesten zu rechnen. Auch in Polen hat man auf große Mengen unkonventionellen Gases gehofft und nach den ersten Probebohrungen festgestellt, dass die potentiell zu erschließenden Quellen viel zu gering sind; die Fracking-Unternehmen haben sich bereits weitgehend aus dem Land zurückgezogen.
Zudem gibt es ausreichend Gas auf den Märkten, Deutschland ist sehr gut mit den Gas-Lieferländern verbunden und benötigt auch zukünftig kein aus heimischen Quellen gefracktes Gas. Zwar ist Gas wichtig als Brückentechnologie für die Energiewende - Gaskraftwerke sind aufgrund ihrer Flexibilität gut kombinierbar mit erneuerbaren Energien, zudem ist Gas wichtig für die Gebäudeenergie und die Mobilität. Es gibt in den kommenden Jahrzehnten jedoch ausreichend Gas auf den internationalen Märkten, es gibt ein Über-Angebot an Gas. Somit handelt es sich bei der jetzigen Fracking-Diskussion um viel Lärm um nichts.

