Di, 18:09 Uhr
31.03.2015
Ein Zeichen der Solidarität
Förderprogramme und Maßnahmen gibt es viele im sozialen Netz Deutschlands, dennoch fällt manche Familie durch die Maschen. Um Kinder aus eben solchen Familien aufzufangen und dort zu unterstützen, wo es andere Institutionen nicht mehr können, wurde der Verein Sozialfonds gegründet. Heute verteilte man wieder unbürokratisch Spenden...
Der Chef der Kreissparkasse, Wolfgang Asche, war heute einmal nicht der Überbringer eines Geldsegens, sondern lediglich Gastgeber für den Verein Sozialfonds und die Vertreter der Schulen und Sportvereine, die durch den Sozialfonds in diesem Jahr bedacht wurden.
Die Mitglieder des Vereins haben oder hatten Rang und Namen im Kreis Nordhausen und kennen, auf die eine oder andere Art und Weise, nicht nur das soziale Geflecht des Landes, sondern auch die Stellen, an denen es durchlässig ist. Aus diesem Wissen heraus wurde um 2009 die Idee des Sozialfonds geboren. Sie als Privatpersonen, nicht als Vertreter ihrer Institutionen und Ämter, wollten dort helfen, wo Hilfe nötig ist und kein anderer in der Lage ist diese Unterstützung zu leisten.
Vorsitzender des Vereins ist der Landrat außer Dienst, Joachim Claus. "Das ist privat gesammeltes Geld. Wir sprechen Schulen und Vereine an, den sie wissen wo eine Person ist, die etwas braucht, was nicht aus Fördermitteln zu bekommen ist." Zum Beispiel der Fußballverein dessen Trainer zwei Brüder in der Mannschaft hat, die sich ein paar Fußballschuhe teilen mussten und der erst nicht glauben wollte, das jemand seinem Verein ohne Gegenleistung und viel Papierkram Geld geben will. "Auch das Finanzamt hat das erst einmal nicht verstanden", berichtete Claus mit einem lächeln.
In Zeiten scheinbar erodierender Solidarität will man so ein positives Zeichen setzen. Und zwar nicht unbedingt bei der breiten Öffentlichkeit, sondern bei denen, die der Hilfe bedürfen. Wer wolle, das die junge Generation in der Zukunft Solidarität zeige, der müsse sie auch Solidarität erleben lassen, sagte René Kübler und bat die Anwesenden, den Kindern mitzuteilen, woher der plötzliche Segen kommt. Nicht die Namen der Spender, die seien unwichtig, nur das es Menschen gibt, die einfach nur etwas gutes tun wollen.
Rund 10.000 Euro an unbürokratisch verteilten Spenden sind so in den letzten Jahren zusammengekommen, berichtete Schatzmeister Hans-Georg Müller. Die Beträge werden ohne viel Tamtam in Bar an die Schulen und Vereine überreicht. In diesem Jahr konnten sich sieben Einrichtungen aus dem Landkreis freuen. 500 Euro gab es für die Grundschule in Görsbach, die Regelschulen Bleicherode und Petersberg sowie das Förderzentrum St. Martin. Der Sportverein Ilfeld und der Schützenverein Urbach erhielten 250 Euro. Die Grundschule Niedersachswerfen bekam 350 Euro.
Damit soll die Bewegungs AG "Ran an den Ball" am Leben erhalten werden. Die wurde bisher eigentlich institutionell, in diesem Fall durch das Land Thüringen, gefördert. Diese Unterstützung, und hier würde die AG das Schicksal vieler guter Projekte teilen, ist jedoch befristet und läuft demnächst aus. "Dann müssten wir die Kinder nach Hause schicken, und das wollen wir natürlich nicht", sagte Sozialfondsmitglied Andreas Meyer. Mit der Spende des Vereins kann das Projekt nun bis zur Sommerpause fortgeführt werden um danach andere Fördermittel zu beantragen.
Das einzige was der Verein von den so bedachten verlangt ist, eine Spendenquittung auszustellen und sich von ihrem Förderverein den gemeinnützigen Zweck bescheinigen zu lassen. "Sie müssen uns keine Fragen beantworten, setzen sie es dort ein, wo sie denken, das es gebraucht wird", sagte Müller an die Vertreter der Schulen und Vereine gewandt.
Im Gegensatz zu den Vorjahren könnte es in 2015 eine zweite Spenderunde geben, da sei man sich noch nicht sicher, hieß es aus dem Verein. Immerhin ist man inzwischen auf 12 Mitglieder angewachsen und auch zwei Spender außerhalb des Vereins, darunter die Sparkasse, haben einen Obolus im Spendensäckel hinterlassen. Vielleicht werden sich also dieses Jahr noch ein paar Kinder über eine gute Tat freuen.
Angelo Glashagel
Autor: redDer Chef der Kreissparkasse, Wolfgang Asche, war heute einmal nicht der Überbringer eines Geldsegens, sondern lediglich Gastgeber für den Verein Sozialfonds und die Vertreter der Schulen und Sportvereine, die durch den Sozialfonds in diesem Jahr bedacht wurden.
Die Mitglieder des Vereins haben oder hatten Rang und Namen im Kreis Nordhausen und kennen, auf die eine oder andere Art und Weise, nicht nur das soziale Geflecht des Landes, sondern auch die Stellen, an denen es durchlässig ist. Aus diesem Wissen heraus wurde um 2009 die Idee des Sozialfonds geboren. Sie als Privatpersonen, nicht als Vertreter ihrer Institutionen und Ämter, wollten dort helfen, wo Hilfe nötig ist und kein anderer in der Lage ist diese Unterstützung zu leisten.
Vorsitzender des Vereins ist der Landrat außer Dienst, Joachim Claus. "Das ist privat gesammeltes Geld. Wir sprechen Schulen und Vereine an, den sie wissen wo eine Person ist, die etwas braucht, was nicht aus Fördermitteln zu bekommen ist." Zum Beispiel der Fußballverein dessen Trainer zwei Brüder in der Mannschaft hat, die sich ein paar Fußballschuhe teilen mussten und der erst nicht glauben wollte, das jemand seinem Verein ohne Gegenleistung und viel Papierkram Geld geben will. "Auch das Finanzamt hat das erst einmal nicht verstanden", berichtete Claus mit einem lächeln.
In Zeiten scheinbar erodierender Solidarität will man so ein positives Zeichen setzen. Und zwar nicht unbedingt bei der breiten Öffentlichkeit, sondern bei denen, die der Hilfe bedürfen. Wer wolle, das die junge Generation in der Zukunft Solidarität zeige, der müsse sie auch Solidarität erleben lassen, sagte René Kübler und bat die Anwesenden, den Kindern mitzuteilen, woher der plötzliche Segen kommt. Nicht die Namen der Spender, die seien unwichtig, nur das es Menschen gibt, die einfach nur etwas gutes tun wollen.
Rund 10.000 Euro an unbürokratisch verteilten Spenden sind so in den letzten Jahren zusammengekommen, berichtete Schatzmeister Hans-Georg Müller. Die Beträge werden ohne viel Tamtam in Bar an die Schulen und Vereine überreicht. In diesem Jahr konnten sich sieben Einrichtungen aus dem Landkreis freuen. 500 Euro gab es für die Grundschule in Görsbach, die Regelschulen Bleicherode und Petersberg sowie das Förderzentrum St. Martin. Der Sportverein Ilfeld und der Schützenverein Urbach erhielten 250 Euro. Die Grundschule Niedersachswerfen bekam 350 Euro.
Damit soll die Bewegungs AG "Ran an den Ball" am Leben erhalten werden. Die wurde bisher eigentlich institutionell, in diesem Fall durch das Land Thüringen, gefördert. Diese Unterstützung, und hier würde die AG das Schicksal vieler guter Projekte teilen, ist jedoch befristet und läuft demnächst aus. "Dann müssten wir die Kinder nach Hause schicken, und das wollen wir natürlich nicht", sagte Sozialfondsmitglied Andreas Meyer. Mit der Spende des Vereins kann das Projekt nun bis zur Sommerpause fortgeführt werden um danach andere Fördermittel zu beantragen.
Das einzige was der Verein von den so bedachten verlangt ist, eine Spendenquittung auszustellen und sich von ihrem Förderverein den gemeinnützigen Zweck bescheinigen zu lassen. "Sie müssen uns keine Fragen beantworten, setzen sie es dort ein, wo sie denken, das es gebraucht wird", sagte Müller an die Vertreter der Schulen und Vereine gewandt.
Im Gegensatz zu den Vorjahren könnte es in 2015 eine zweite Spenderunde geben, da sei man sich noch nicht sicher, hieß es aus dem Verein. Immerhin ist man inzwischen auf 12 Mitglieder angewachsen und auch zwei Spender außerhalb des Vereins, darunter die Sparkasse, haben einen Obolus im Spendensäckel hinterlassen. Vielleicht werden sich also dieses Jahr noch ein paar Kinder über eine gute Tat freuen.
Angelo Glashagel



