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Di, 10:23 Uhr
31.03.2015

Arbeitslosigkeit geht erneut zurück

Die überwiegend frühlingshaften Temperaturen haben zum Ende des ersten Quartals für einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit in Nordthüringen gesorgt.
Die Nordhäuser Arbeitsagentur registrierte 12.166 arbeitslose Männer und Frauen im abgelaufenen Monat...

Arbeitslosenquote März 2015 (Foto: wirsinds) Arbeitslosenquote März 2015 (Foto: wirsinds)

Mit einem Minus von 860 Personen (-6,6%) ging die Arbeitslosigkeit zum Februar thüringenweit am stärksten zurück. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen um fast 900 (-6,8%).

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Damit wurden Ende März erstmals seit 25 Jahren weniger als 13.000 Arbeitslose im Agenturbezirk gezählt. Die Arbeitslosenquote aller zivilen Erwerbspersonen sank zum Vormonat um -0,6 und zum Vorjahr um -0,5 Prozentpunkte auf aktuell 8,7 Prozent.
Mit dieser positiven Entwicklung präsentiert Agenturchef Karsten Froböse aktuell die aktuellen Arbeitsmarktzahlen bei der Firma isoplus Fernwärmetechnik in Sondershausen: „Wir haben deutlich weniger Entlassungen. Das Risiko arbeitslos zu werden ist spürbar gesunken.“

Die Zahl der Entlassungen aus einer Beschäftigung des ersten Arbeitsmarktes sei seit Jahresanfang rückläufig. Knapp 3.800 Personen meldeten sich arbeitslos, fast 500 weniger als im Vorjahreszeitraum. So sei beispielsweise die Zahl der Arbeitslosmeldungen aus dem Baugewerbe zum Vorjahresquartal um ein Viertel zurückgegangen, aus dem verarbeitenden Gewerbe meldeten sich rund 16 Prozent Arbeitslose weniger.

Die Quote sinkt überall

„Die Quote im Landkreis Nordhausen ist erstmals im März auf unter zehn Prozent gesunken“, so Froböse. Im Landkreis Eichsfeld habe man im März zum ersten Mal die 6-Prozentmarke unterschritten und im Kyffhäuserkreis gab es mit weniger als zwölf Prozent ebenfalls im März den niedrigsten Wert. Die Arbeitslosenquote beläuft sich damit in Nordhausen aktuell auf 9,6, im Eichsfeld auf 5,7 und im Kyffhäuserkreis auf 11,8 Prozent.a

Personalnachfrage gestiegen

Die milden Temperaturen in den letzten Wochen sorgten vor allem für eine anziehende Arbeitskräftenachfrage in den Außenberufen, insbesondere die Männer profitierten hier von den guten Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Zahl der männlichen Jobsuchenden sank. 6.500 Männer waren Ende März noch arbeitslos, 8,6 Prozent weniger als letztes Jahr.

Insgesamt wurden seit Beginn des Jahres über 1.500 sozialversicherungspflichtige Stellen der Arbeitsagentur gemeldet, rund 10 Prozent mehr als im ersten Quartal 2014. Mehr freie Stellen gab es vor allem aus Produktion und Fertigung. Hier sei seit Januar ein Plus von 13 Prozent zu verzeichnen. Allein aus dem Maschinenbau und der Fahrzeugtechnik ging die Personalnachfrage um über 27 Prozent nach oben. Die Nachfrage in den Metallberufen stieg um fast zwanzig Prozent. „Fachkräfte in den gewerblichen Bereichen haben aktuell sehr gute Perspektiven in Nordthüringen“, bestätigt Karsten Froböse. Mehr als 21.000 Menschen arbeiten derzeit in den verarbeitenden Bereichen. Zum Vorjahr stieg die Beschäftigung um 2,6 Prozent. Wer diese Berufe für sich entdecke, könne schnell Fuß fassen und habe gute Berufs- und Entwicklungsmöglichkeiten, so Froböse.

Weniger arbeitslose Jugendliche

Der positive Trend setzt sich nach Aussage der Arbeitsmarktexperten auch bei den Jugendlichen fort. Die Zahl der unter 25 jährigen Arbeitslosen ging im letzten Monat um über 15 Prozent zum Vorjahr zurück. 730 Jugendliche sind derzeit bei Agentur und Jobcentern noch arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 6,4 Prozent.

Der Blick in die Regionen

Landkreis Nordhausen
Die Arbeitslosigkeit hat sich von Februar auf März um 266 auf 4.234 Personen verringert. Das waren 316 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 9,6%; vor einem Jahr belief sie sich auf 10,2%. Dabei meldeten sich 920 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 101 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.178 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+86). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 3.215 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 179 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 3.030 Abmeldungen von Arbeitslosen (+127).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im März um 34 Stellen auf 341 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 7 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im März 170 neue Arbeitsstellen, 6 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 488 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 53.

Landkreis Eichsfeld
Die Arbeitslosigkeit hat sich von Februar auf März um 351 auf 3.179 Personen verringert. Das waren 334 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 5,7%; vor einem Jahr belief sie sich auf 6,2%. Dabei meldeten sich 711 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 37 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.059 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–41). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 3.064 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 239 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 2.703 Abmeldungen von Arbeitslosen (–146).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im März um 7 Stellen auf 733 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 26 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im März 288 neue Arbeitsstellen, 61 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 756 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 101.

Kyffhäuserkreis
Die Arbeitslosigkeit hat sich von Februar auf März um 243 auf 4.753 Personen verringert. Das waren 243 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 11,8%; vor einem Jahr belief sie sich auf 12,3%. Dabei meldeten sich 952 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 26 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.197 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+11). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 3.210 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 52 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 2.766 Abmeldungen von Arbeitslosen (–150).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im März um 17 Stellen auf 281 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 37 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im März 131 neue Arbeitsstellen, 5 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 321 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 59.
Autor: red

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Kommentare
Wolfi65
31.03.2015, 11:02 Uhr
Das ist die Frühjahrsbelebung
Endlich tut sich wieder etwas im Rechtsstaat.
Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt hat Einzug gehalten.
Auch wenn das Wetter nicht so mitspielt.
Aber die Experten in Nürnberg können wie immer in die Zukunft blicken.
Ein Lichtblick für alle Diejenigen, welche pünktlich vor dem Weihnachtsfest ihre Kündigung erhalten haben, weil es über den Jahreswechsel wieder einmal nicht genug Arbeit gegeben hat.
Dann wollen wir mal alle hoffen, dass die Sommerflaute recht schnell von der Herbstbelebung eingeholt wird.
Eckenblitz
31.03.2015, 11:49 Uhr
Die lieben Arbeitslosenzahlen
hat schon jemand darüber nachgedacht, warum die arbeitslosenzahlen sinken? immer arbeitslose werden an zeitfirmen übergeben und verschwinden somit aus der statistik. nach einer gewissen frist fallen die arbeitslosen dann in hartz IV und sind gleichfalls aus der berechnung verschwunden.
die arbeitsagentur sollte eine vergleichsstatistik herausgeben, damit man die abschiebung zu zeitfirmen und in hartz IV nachvollziehen kann. mal sehen, was dann aus der statistik wird?
H.Buntfuß
31.03.2015, 12:14 Uhr
Was für Beamte??
Man belügt das Volk und denkt nicht einmal darüber nach, sollte man meinen,oder nicht? Falsch, man denkt darüber nach, wie man es noch besser betrügen und belügen kann, meine ich.
Pe_rle
31.03.2015, 13:16 Uhr
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