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Do, 12:49 Uhr
07.06.2001

KMG-Klinik muß sich neu ausrichten

Sülzhayn (nnz). In der Belegschaft der KMG-Klinik in Sülzhayn brodelt es. Bereits zum zweiten Mal haben die Mitarbeiter ihre Löhne und Gehälter verspätet erhalten. nnz hat beim Vorstandsvorsitzenden der KMG Kliniken AG, Dr. Neubert, nachgefragt.

Grundsätzlich bestätigte Dr. Neubert die Verspätung der Zahlung. Die Termine der Lohn- und Gehaltszahlung seien um jeweils sechs Tage nach hinten verschoben worden. Als Grund nannte Neubert strukturbedingte Erscheinungen in der Sülzhayner Klinik. Bedingt durch die geburtenschwachen Jahrgänge sei die Klinik für Schädel-Hirn-Verletzungen bei Kindern nur unzureichend ausgelastet. Der Personalschlüssel sei für eine Auslastung von mehr als 80 Prozent kalkuliert, tatsächlich seien es nur 40 Prozent.

Das KMG-Management habe für den Standort Sülzhayn deshalb eine Phase der Neuprofilierung eingeleitet. Man werde das klassische Segment auf ein vernünftiges, wenn auch niedriges Level zurückfahren, so Neubert gegenüber nnz. Neue Segmente der Behandlung sollen erschlossen werden, dabei sollte das derzeitige Know-how des Standortes auf jeden Fall beibehalten und die Mitarbeiterschaft stabilisiert werden. Positive Effekte erhoffe sich der KMG-Chef auch von der Neanderklinik in Ilfeld, die jetzt zum Konzern gehöre.

Trotzdem werde die Unternehmensleitung Korrekturen an der Personalstruktur vornehmen müssen. Diese sollen nach nnz-Informationen jedoch „einigermaßen sozialverträglich“ vorgenommen werden. Dabei könne man auch durchaus die normale Fluktuation einbeziehen. Insgesamt sehe es in Sülzhayn zwar nicht rosarot aus, die KMG AG könne jedoch auch mit Angeboten in anderen Bundesländern aufwarten. Hier erwarte Dr. Neubert ein größeres Maß an Mobilität unter den Mitarbeitern. Arbeitsplätze gebe es in Mecklenburg-Vorpommern oder Brandenburg.

Insgesamt stehe die Konzernleitung zum Sülzhayner Standort, an seine Aufgabe sei überhaupt nicht zu denken. Allerdings werde sich die Klinik von ihrer bisherigen monopolistischen Therapie-Ausrichtung verabschieden und ein zusätzliches Profil suchen. Nicht aus den Augen verloren hat das KMG-Management die jetzt leerstehende Klinik am Haidberg. So soll es mit den Eigentümern bereits einige Gespräche gegeben haben, die jedoch nicht zu einem Erfolg führten. Eine anstehende Zwangsversteigerung der Immobilie könnte diese Gespräche neu aufleben lassen. Die Chancen, mit einem neuen Besitzer an einen Tisch zu kommen, stünden nicht schlecht, schließlich werde durch ein Engagement am Haidberg auch der Standort Sülzhayn eine deutliche Aufwertung erfahren, so Dr. Neubert abschließend.
Autor: nnz

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