Fr, 14:09 Uhr
06.03.2015
Erinnerungsorte der extremen Rechten
Geschichtspolitik ist für die extreme Rechte von zentraler Bedeutung. Dies zeigt sich vor allem bei ihren regelmäßigen Aufmärschen mit historischen Bezügen in Dresden, Bad Nenndorf, Remagen oder Wunsiedel. In der Flohburg will die Gedenkstätte Mittelbau-Dora ein Buch vorstellen, das sich mit der Mythenbildung rechter Erinnerung beschäftigt...
Dabei ist das kollektive Gedächtnis der extremen Rechten durch Mythen, Bilder und Erzählungen geprägt, die sich nicht nur auf geografische Orte beziehen, sondern auch auf Ereignisse, wie etwa die Bombardierungen deutscher Städte während des Zweiten Weltkriegs. In Nordhausen missbrauchte die extreme Rechte in den vergangenen Jahren den Jahrestag der Luftangriffe auf die Stadt wiederholt für revisionistische Geschichtsbilder.
Erinnerungsorte erfüllen für die extreme Rechte somit eine wichtige gemeinschaftsstiftende Funktion. In dem Sammelband werden einige dieser Erinnerungsorte vorgestellt. Die Autorinnen und Autoren analysieren deren symbolische Aufladung, dekonstruieren die daran geknüpften Mythen und fragen nach der strategischen Bedeutung dieser Erinnerungsorte für extrem rechte Politikkonzepte.
Im Rahmen der Veranstaltung analysieren Michael Sturm und Martin Clemens Winter die zentralen geschichtspolitischen Argumentationsmuster der extremen Rechten vor allem am Beispiel der Erinnerung an den Luftkrieg. Diskutiert werden soll aber auch, wie demokratische Erinnerungskulten gestaltet werden können, um keine Anknüpfungspunkte für rechtsextreme Aneignungs- und Vereinnahmungsversuche zu bieten.
Die Buchvorstellung Erinnerungsorte der extremen Rechten findet am 31. März 2015 um 19.00 Uhr in der Flohburg statt. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Stefan Hördler, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Der Eintritt ist frei.
Autor: redDabei ist das kollektive Gedächtnis der extremen Rechten durch Mythen, Bilder und Erzählungen geprägt, die sich nicht nur auf geografische Orte beziehen, sondern auch auf Ereignisse, wie etwa die Bombardierungen deutscher Städte während des Zweiten Weltkriegs. In Nordhausen missbrauchte die extreme Rechte in den vergangenen Jahren den Jahrestag der Luftangriffe auf die Stadt wiederholt für revisionistische Geschichtsbilder.
Erinnerungsorte erfüllen für die extreme Rechte somit eine wichtige gemeinschaftsstiftende Funktion. In dem Sammelband werden einige dieser Erinnerungsorte vorgestellt. Die Autorinnen und Autoren analysieren deren symbolische Aufladung, dekonstruieren die daran geknüpften Mythen und fragen nach der strategischen Bedeutung dieser Erinnerungsorte für extrem rechte Politikkonzepte.
Im Rahmen der Veranstaltung analysieren Michael Sturm und Martin Clemens Winter die zentralen geschichtspolitischen Argumentationsmuster der extremen Rechten vor allem am Beispiel der Erinnerung an den Luftkrieg. Diskutiert werden soll aber auch, wie demokratische Erinnerungskulten gestaltet werden können, um keine Anknüpfungspunkte für rechtsextreme Aneignungs- und Vereinnahmungsversuche zu bieten.
Die Buchvorstellung Erinnerungsorte der extremen Rechten findet am 31. März 2015 um 19.00 Uhr in der Flohburg statt. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Stefan Hördler, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Der Eintritt ist frei.


