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Do, 13:28 Uhr
05.03.2015

Brunnenfest ohne Wasser?

Sieben Brunnen der Innenstadt werden anlässlich des ersten Nordhäuser Brunnenfestes bis zum Sonntag bunt geschmückt sein. Das Wasser wird dann allerdings nicht sprudeln. Warum, das hat die nnz erfahren...

Der erste der Sieben Brunnen wurde heute von den Schülerinnen und Schülern des Förderzentrums Pestalozzi geschmückt und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nur ob das Meerpferd am Sonntag auch Wasser speien wird, das vermochte keiner das Anwesenden zu sagen.

Die nnz hat bei der Stadtverwaltung nachgehakt. Aus dem Rathaus heißt es, das Wasser würde vorerst nicht angestellt, da immer noch Frostgefahr bestehe. Mindestens bis zum Osterfest würden die Brunnen der Stadt geschlossen bleiben.

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Sämtliche Brunnen werden als "Osterbrunnen" geschmückt, da das Fest am Sonntag die üblichen Feierlichkeiten auf dem Petersberg in diesem Jahr ersetzen soll. Ersetzen deshalb, weil das Osterfest 2015 mit dem Jahrestag der Bombardierung Nordhausens zusammenfällt, heißt es aus der Stadtverwaltung. Ein buntes Fest an einem der am schwersten getroffenen Orte der Stadt passt da nicht ins Bild.

Warum aber dann Osterbrunnen ohne Ostern? Das dass Fest schon einen Monat vor Ostern stattfindet, rührt daher, das es mit dem ersten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres zusammenfällt und vom Nordhäuser Gewerbeverein und dem City-Management organisiert wird. "Ein verkaufsoffener Sonntag ohne kulturelles Rahmenprogramm geht nicht", sagte Manfred Breitrück, Vorsitzender des Gewerbevereins der nnz. "die Termine für die verkaufsoffenen Sonntage haben wir gemeinsam im Januar festgelegt und etwa zur gleichen Zeit kam die Idee der Osterbrunnen auf."

Heute schon geschmückt - der Meerpferdchenbrunnen in Nordhausen (Foto: Angelo Glashagel) Heute schon geschmückt - der Meerpferdchenbrunnen in Nordhausen (Foto: Angelo Glashagel)

Bleibt die Frage wie der bunte Brunnenschmuck einen ganzen Monat überstehen soll. Natürlich werde man die Brunnen in dieser Zeit ein wenig pflegen, sagte Breitrück, er hoffe aber das, wenn der Schmuck den Mitmenschen gefalle, sie diesen auch in Ruhe ließen.

Den jetzigen Termin könne man als Experiment bezeichnen, so Breitrück weiter, von Seiten der Stadt sei siganlisiert worden, das man an einer Verstetigung interessiert sei und das Format auch im kommenden Jahr fortführen wolle. Ob die Brunnen dann ebenfall einen Monat, oder nicht vielleicht doch ein oder zwei Wochen vor Ostern geschmückt werden können, das müsse man dann sehen.
Angelo Glashagel
Autor: red

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