Do, 08:20 Uhr
05.03.2015
Bundesfinale - wir kommen!
Sie ließen sich nicht einschüchtern, zeigten Kampfgeist und Können - in Friedrichsroda trat das Tischtennis-Team des Bleicheröder Schillergymnasiums gegen Unbekannte und Angstgegner an. Am Ende behielten sie die Nerven und wurden belohnt, berichtet Schüler Lars Englert...
Mittwoch, der 25. Februar 2015 - sollte dieser unscheinbare Tag tatsächlich ein unvergessliches Erlebnis für uns bereithalten? Eine Geschichte die wir später noch unseren Kindern erzählen sollten? Als Mannschaft des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Bleicherode hatten wir uns ins Thüringer Landesfinale Tischtennis vorgekämpft. Würde sich das Unfassbare von 2014 wiederholen?
6.25 Uhr wartete der Bus auf uns. Sie erwarten Müdigkeit im Team? Oh nein, diese war keineswegs zu spüren. Wir strahlten vor Freude und Aufregung. Ein bisschen nervös waren wir jedoch alle. Jedes unserer Spiele konnte ja entscheidend sein, niemand wollte verlieren. Als wir in Friedrichsroda ankamen, waren alle heiß aufs Spiel. An den Kabinentüren standen bereits die Namen der Teams. Ein Name nagelte sich in unserem Kopf fest: Sportgymnasium Carls-Zeiss Jena. Die anderen Teams kamen aus: Eisenach, Bad-Berka und Zella-Mehlis.
Unter diesen Teams konnten wir uns noch nichts vorstellen. Doch einen Namen den in Thüringen jeder kennt, hatten wir schließlich auch nicht. Beim Einspielen erkannten wir bereits einige Gesichter. Ihren kämpferischen Blicken standzuhalten, halfen uns unserer Jacken mit dem Aufdruck Landessieger 2014. Das erste Spiel sollte gegen Eisenach stattfinden. Die Doppel verliefen wie in einem Traum und wir gewannen nach einem streckenweise schweren Kampf 5:0.
Unser zweites Spiel wurde gegen den Angstgegner Jena angesetzt. Nun ging es um alles. Jena hatte zuvor Zella-Mehlis 5:4 besiegt. Wir starteten mit Schwierigkeiten in die Doppel. Doch unser Selbstbewusstsein und unser Teamgeist pushten uns immer wieder hoch. Im Endeffekt gewannen wir beide Doppel glücklich. In die anschließende Einzelrunde starteten wir mit einem Punktverlust, den wir jedoch zu verkraften wussten, da bereits ein weiteres Einzel an uns ging.
Der Weg nach Berlin ist frei - in Friedrichsroda dominierte das Tischtennis-Team des Bleicheröder Schillergymnasiums (Foto: Schiller Gymnasium Bleicherode)
Bei einem Stand von 3:1 spürten wir die Siegchance, entfachten ein großes Feuer und gingen bis an unsere Grenzen. Zum Ende stand ein fantastisches 5:1 gegen das Sportgymnasium auf dem Zettel. Unser Lehrer/Trainer Herr Kellner war mehr als stolz auf uns. Minuten später gelang uns wie im Siegesrausch ein 5:0 gegen Bad-Berka. Nun blieb nur noch ein Gegner: Zella-Mehlis. Das Wissen worum es ging, machte uns alle wahnsinnig.
Doch auch hier zeigten sich unsere Stärken im Doppelwettkampf. In diesem Fall war es weder ein klarer, noch einfacher Sieg. Letztlich gingen jedoch beide Doppel an uns. Gerade in der Einzelrunde durfte Herr Kellner beobachten, wie hart wir für unser Ziel Berlin trainiert hatten. Wir gewannen alle drei Einzel zum 5:0 Sieg und verfielen in einen Freudentaumel. Keiner hatte es geglaubt. Ein zweites Mal hatten wir es geschafft. Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin, heißt es nun also auch 2015. Auch dieses Mal wollen wir unser Bundesland wieder mit aller Kraft vertreten und vor allem nicht Letzter werden. Zum Ende möchte ich mich im Namen unseres ganzen Teams für die fantastischen Erlebnisse bei dem Verbund Jugend trainiert für Olympia bedanken.
Lars Englert
Autor: redMittwoch, der 25. Februar 2015 - sollte dieser unscheinbare Tag tatsächlich ein unvergessliches Erlebnis für uns bereithalten? Eine Geschichte die wir später noch unseren Kindern erzählen sollten? Als Mannschaft des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Bleicherode hatten wir uns ins Thüringer Landesfinale Tischtennis vorgekämpft. Würde sich das Unfassbare von 2014 wiederholen?
6.25 Uhr wartete der Bus auf uns. Sie erwarten Müdigkeit im Team? Oh nein, diese war keineswegs zu spüren. Wir strahlten vor Freude und Aufregung. Ein bisschen nervös waren wir jedoch alle. Jedes unserer Spiele konnte ja entscheidend sein, niemand wollte verlieren. Als wir in Friedrichsroda ankamen, waren alle heiß aufs Spiel. An den Kabinentüren standen bereits die Namen der Teams. Ein Name nagelte sich in unserem Kopf fest: Sportgymnasium Carls-Zeiss Jena. Die anderen Teams kamen aus: Eisenach, Bad-Berka und Zella-Mehlis.
Unter diesen Teams konnten wir uns noch nichts vorstellen. Doch einen Namen den in Thüringen jeder kennt, hatten wir schließlich auch nicht. Beim Einspielen erkannten wir bereits einige Gesichter. Ihren kämpferischen Blicken standzuhalten, halfen uns unserer Jacken mit dem Aufdruck Landessieger 2014. Das erste Spiel sollte gegen Eisenach stattfinden. Die Doppel verliefen wie in einem Traum und wir gewannen nach einem streckenweise schweren Kampf 5:0.
Unser zweites Spiel wurde gegen den Angstgegner Jena angesetzt. Nun ging es um alles. Jena hatte zuvor Zella-Mehlis 5:4 besiegt. Wir starteten mit Schwierigkeiten in die Doppel. Doch unser Selbstbewusstsein und unser Teamgeist pushten uns immer wieder hoch. Im Endeffekt gewannen wir beide Doppel glücklich. In die anschließende Einzelrunde starteten wir mit einem Punktverlust, den wir jedoch zu verkraften wussten, da bereits ein weiteres Einzel an uns ging.
Der Weg nach Berlin ist frei - in Friedrichsroda dominierte das Tischtennis-Team des Bleicheröder Schillergymnasiums (Foto: Schiller Gymnasium Bleicherode)
Bei einem Stand von 3:1 spürten wir die Siegchance, entfachten ein großes Feuer und gingen bis an unsere Grenzen. Zum Ende stand ein fantastisches 5:1 gegen das Sportgymnasium auf dem Zettel. Unser Lehrer/Trainer Herr Kellner war mehr als stolz auf uns. Minuten später gelang uns wie im Siegesrausch ein 5:0 gegen Bad-Berka. Nun blieb nur noch ein Gegner: Zella-Mehlis. Das Wissen worum es ging, machte uns alle wahnsinnig.
Doch auch hier zeigten sich unsere Stärken im Doppelwettkampf. In diesem Fall war es weder ein klarer, noch einfacher Sieg. Letztlich gingen jedoch beide Doppel an uns. Gerade in der Einzelrunde durfte Herr Kellner beobachten, wie hart wir für unser Ziel Berlin trainiert hatten. Wir gewannen alle drei Einzel zum 5:0 Sieg und verfielen in einen Freudentaumel. Keiner hatte es geglaubt. Ein zweites Mal hatten wir es geschafft. Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin, heißt es nun also auch 2015. Auch dieses Mal wollen wir unser Bundesland wieder mit aller Kraft vertreten und vor allem nicht Letzter werden. Zum Ende möchte ich mich im Namen unseres ganzen Teams für die fantastischen Erlebnisse bei dem Verbund Jugend trainiert für Olympia bedanken.
Lars Englert


