Do, 18:32 Uhr
26.02.2015
Günter Groh ganz nah
Eine bewegende Stunde im Kunsthaus-Keller
Solch einen Andrang hatte die Reihe Kunst & Kaffee lange nicht erlebt. Die Meldung, dass Groh persönlich diese Veranstaltung besuchen und über sein Leben berichten und auch für Gespräche zur Verfügung stehen würde, sorgte für einen regelrechten Besucherandrang am vergangenen Mittwoch...
Die Räumlichkeiten im Kunsthaus-Keller reichten kaum aus; es mussten Stühle hinzugestellt werden – und da waren Kaffee und Kuchen, wie immer ‚gesponsert‘ vom Kunsthaus Meyenburg Förderverein, fast schon Nebensache.
Mittelpunkt war Günter Groh, der locker und ausführlich von den Stationen seines Lebens berichtete. Die Moderation übernahm gekonnt Susanne Hinsching und so konnten die Besucher bislang unbekannte Seiten und Momente aus der Vergangenheit dieses bekannten und beliebten Künstlers kennenlernen. Wer wusste denn schon, dass Günter Grohs Großvater ein begnadeter Xylograph (Holzstecher) war und sein Vater zu den Fachkräften des RECLAM-Verlages zählte, der nach dem Kriegsende seine Zelte in Stuttgart aufschlagen musste, wohin der Verlag umsiedelte.
Bewegend auch die Antwort seiner Frau auf die Frage, ob er nun Berufschullehrer werden solle… Ja, sicher, denn dann hätte man ein gesichertes Einkommen, denn von dem, was die Arbeit von ihr als selbständige Künstlerin einbrachte, konnte man schlecht leben und eine Familie gründen. Und so war seine erste Station auf dem Weg zu dem bekannten Nordhäuser Lehrer und Künstler Berufsschullehrer, der ganz nebenbei auch die Ausbildung von Friseurinnen – damals Frisöse – in seinem Lehrplan hatte. Und so ging es locker und launig weiter durch die 35 Jahre, die er in Nordhausen und zeitweise auch Bleicherode lehrt - Begegnungen mit Kollegen, Bewertungen der Leistungen seiner Schüler, Antworten auf die Fragen und Einwürfe der Besucher und ehemaliger ‚Humboldtianer‘.
Man konnte allen ansehen: Die Freude und der Genuss dieser Gesprächsrunde lag auf beiden Seiten – bei dem Ehrengast und bei den Teilnehmern. Eine der Besucherinnen mailte noch am selben Abend: Vielen Dank für den schönen Nachmittag mit Herrn Groh! Es war so bewegend, zu sehen, wie er sein liebevolles Wesen und die Begeisterung für Kunst durch all die Jahrzehnte bewahrt hat. Sehr berührend. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Oder vielleicht doch: Es wird im März weitere Veranstaltungen des Kunsthauses und des Kunsthaus Meyenburg Fördervereins zu und um diese ‚Groh-Ausstellung‘ geben. Die Termine werden in der Presse rechtzeitig bekannt gegeben.
Dr. Wolfgang R. Pientka
Autor: redSolch einen Andrang hatte die Reihe Kunst & Kaffee lange nicht erlebt. Die Meldung, dass Groh persönlich diese Veranstaltung besuchen und über sein Leben berichten und auch für Gespräche zur Verfügung stehen würde, sorgte für einen regelrechten Besucherandrang am vergangenen Mittwoch...
Die Räumlichkeiten im Kunsthaus-Keller reichten kaum aus; es mussten Stühle hinzugestellt werden – und da waren Kaffee und Kuchen, wie immer ‚gesponsert‘ vom Kunsthaus Meyenburg Förderverein, fast schon Nebensache.
Mittelpunkt war Günter Groh, der locker und ausführlich von den Stationen seines Lebens berichtete. Die Moderation übernahm gekonnt Susanne Hinsching und so konnten die Besucher bislang unbekannte Seiten und Momente aus der Vergangenheit dieses bekannten und beliebten Künstlers kennenlernen. Wer wusste denn schon, dass Günter Grohs Großvater ein begnadeter Xylograph (Holzstecher) war und sein Vater zu den Fachkräften des RECLAM-Verlages zählte, der nach dem Kriegsende seine Zelte in Stuttgart aufschlagen musste, wohin der Verlag umsiedelte.
Bewegend auch die Antwort seiner Frau auf die Frage, ob er nun Berufschullehrer werden solle… Ja, sicher, denn dann hätte man ein gesichertes Einkommen, denn von dem, was die Arbeit von ihr als selbständige Künstlerin einbrachte, konnte man schlecht leben und eine Familie gründen. Und so war seine erste Station auf dem Weg zu dem bekannten Nordhäuser Lehrer und Künstler Berufsschullehrer, der ganz nebenbei auch die Ausbildung von Friseurinnen – damals Frisöse – in seinem Lehrplan hatte. Und so ging es locker und launig weiter durch die 35 Jahre, die er in Nordhausen und zeitweise auch Bleicherode lehrt - Begegnungen mit Kollegen, Bewertungen der Leistungen seiner Schüler, Antworten auf die Fragen und Einwürfe der Besucher und ehemaliger ‚Humboldtianer‘.
Man konnte allen ansehen: Die Freude und der Genuss dieser Gesprächsrunde lag auf beiden Seiten – bei dem Ehrengast und bei den Teilnehmern. Eine der Besucherinnen mailte noch am selben Abend: Vielen Dank für den schönen Nachmittag mit Herrn Groh! Es war so bewegend, zu sehen, wie er sein liebevolles Wesen und die Begeisterung für Kunst durch all die Jahrzehnte bewahrt hat. Sehr berührend. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Oder vielleicht doch: Es wird im März weitere Veranstaltungen des Kunsthauses und des Kunsthaus Meyenburg Fördervereins zu und um diese ‚Groh-Ausstellung‘ geben. Die Termine werden in der Presse rechtzeitig bekannt gegeben.
Dr. Wolfgang R. Pientka



