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Do, 12:14 Uhr
26.02.2015

Miteinander statt Gegeneinander

In den vergangenen Tagen liefern sich die Stadtratsfraktionen von CDU und SPD eine mediale Schlacht. Dies betrachten die Freien Demokraten in der Rolandstadt mit Sorge. Um die Probleme der Stadt in den Griff zu bekommen bedürfe es des Miteinanders...


„Die Pressemeldungen der Kollegen von SPD und Union sollen dem Bürger glauben machen, dass beide sich nur um die Zukunft der Stadt sorgen, jedoch strotzen diese Meldungen von gegenseitigen Schuldzuweisungen,“ so der Fraktionsvorsitzende der FDP, Martin Höfer.

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Um die Probleme der Stadt in den Griff zu bekommen, bedarf es einem Miteinander aller Stadträte und keiner medialen Schlacht um die Deutungshoheit, heißt es weiter von der FDP.

„Fakt ist doch, dass es schon in der Vergangenheit viele Ideen und Vorschläge gab um die Haushaltslage zu verbessern. Leider werden diese immer wieder von der Mehrheit im Stadtrat abgelehnt. Das mag auch an verletzten Eitelkeiten liegen, da die Anregungen nicht von der eigenen Fraktion kommen. Jedoch ist dies nur zum Schaden unserer Stadt.“ so Höfer weiter.

So haben die Liberalen in der Vergangenheit immer wieder beantragt, sowohl beim Oberbürgermeister, als auch beim ersten Beigeordneten, die niedrigere Besoldungsgruppe anzusetzen und den zweiten Beigeordneten gänzlich zu streichen. Dies wurde immer von CDU, SPD und Linke abgelehnt, mit der Begründung, dass man schon immer die höhere Besoldungsgruppe genommen hätte.

„Am schlimmsten treibt es doch aber die SPD. Auf der einen Seite will man mit der CDU und dem Oberbürgermeister zusammenarbeiten und Gespräche führen. Andererseits macht man zeitgleich die nächste Dienstaufsichtsbeschwerde. Das ist doch schizophren“, sagt der stellvertretende Ortsvorsitzende der FDP, Manuel Thume.

Fakt sei jedoch, dass der Haushalt der Stadt schon seit Jahren in Schieflage ist und die FDP habe immer darauf hingewiesen und bestätigt damit die Aussagen dazu seitens der CDU. Daher habe man auch immer gegen die Prestigeprojekte der Vergangenheit, wie dem Bürgerhaus oder die übermäßige Sanierung der Flohburg gestimmt. „Leider wurden Bedenken seitens der ehemaligen Oberbürgermeisterin immer klein geredet, so dass die drei großen Fraktionen immer wieder alles abgenickt haben. Auch die Einführung der Doppik wurde von unseren Stadträten abgelehnt, da man schon um die kommenden Probleme wusste. Aber eine Abkehr von der doppelten Buchführung will man jetzt auch nicht mehr, obwohl das dem Haushalt gut bekäme.“ erläutert Manuel Thume.

Warum die FDP die Abschaffung der Doppik will, ist durch die notwendigen Abschreibungen begründet. Wie ein Unternehmen muss die Stadt ihr Anlagevermögen abschreiben, was als Aufwand die Einnahmenseite verringert. Eine Wiedereinführung der Kameralistik hätte zur Folge, dass das Haushaltsdefizit nur bei ca. 2,5 Millionen Euro liegen würde. Auch hier stoßen die Liberalen jedoch auf taube Ohren.

Martin Höfer und Manuel Thume weisen nochmals mit aller Deutlichkeit darauf hin, dass die Geschütze, welche die großen Fraktionen im Stadtrat sich zulegen, im Interesse der Bürger abgebaut werden müssen. „Wir müssen wirklich miteinander um die beste Lösung ringen. Uns ist bewusst, dass diese verbale Kriegsführung im Stadtrat an einzelnen Personen liegt. Vielleicht sollten andere dann einfach Gespräche führen und die streitlustigen Fraktionskollegen vor vollendete Tatsachen stellen. Jedenfalls haben wir wohlwollend zur Kenntnis genommen, dass die CDU sich dem Standpunkt der FDP angeschlossen hat, dass die Erhöhung von Grund- und Gewerbesteuer der wohl ungeeignetste Weg ist den Stadthaushalt zu sanieren. Denn warum sollen die Bürger und Kleinunternehmer für Fehler der Mehrheit des Stadtrates und der Stadtspitze immer wieder zu Kasse gebeten werden“, sagen die beiden Liberalen abschließend.
Autor: red

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Kommentare
Zukunft
26.02.2015, 14:22 Uhr
Alles richtig.
Alles richtig. Zusätzlich haette ich noch den Vorschlag, bei Abschluss eines Haustarifvertrages fuer die Beschaeftigten, die kleinen und mittleren Einkommen ausnehmen, nur die höheren in den Haustarifvertrag einbinden. Hoehere Einkommen haben immer was mit Verantwortung zu tun und in einer Verwaltung scheint mir keiner Verantwortung zu tragen, ausser der Oberbuergermeister....Wenn nämlich der Oberbuergermeister seiner Verantwortung nicht gerecht wird, wird er nicht wieder gewaehlt. Die anderen Verantwortungstraeger bleiben ewig...Das kann sich nur eine Verwaltung leisten, ein Unternehmen nicht.
suedharzer3333
26.02.2015, 19:22 Uhr
ein Trauerspiel
Wahre Worte!
Zeit das Trauerspiel zu beenden.
Der Vorschlag die Besoldungsgruppen tiefer anzusetzen und den 2. Beigeordneten einzusparen ist mehr als sinnvoll.
Hoffentlich erinnern sich die Wähler an das Gezerre der beiden Großen zum Nachteil der Bürger!
Stadtbürger
26.02.2015, 20:11 Uhr
fdp bringt es auf den punkt
den worten der fdp kann man sich nur anschließen. sehr treffend und auf den punkt gebracht.

das macht mir klar, dass nicht alle stadträte total verblendet und korrumpiert sind.
Franz Tabak
26.02.2015, 20:30 Uhr
Populismus pur?
Den Artikel, den die beiden Herren hier zum Besten geben, halte ich für sehr gelungen. Wenn ich mir auf der anderen Seite die Umfragewerte der FDP ansehe, komme ich zu der Meinung, dass der Artikel doch nur vor Populismus strotzt!
H.Buntfuß
26.02.2015, 21:41 Uhr
Sehr selten
In der Tat ist es sehr selten, dass ich eine Partei zumindest deren Stadträte lobe. Aber bei diesen beiden Herren möchte ich einmal eine Ausnahme machen, vorausgesetzt das sie das, was sie im Artikel von sich geben auch ehrlich meinen.
Was dort geschrieben steht findet meine Zustimmung, es ist nun aber auch höchste Eisenbahn zu handeln. Will man die Stadt retten oder nur das eigene Ego pflegen?
Eckenblitz
26.02.2015, 22:41 Uhr
Verantwortung
es geschehen noch zeichen und wunder, um es einmal so zu sagen. im leben hätte ich nicht gedacht, dass ich der fdp einmal beifall zollen würde. aber der artikel ist gut geschrieben, aber viel zu spät, dass kind liegt schon im brunnen. das laute aufbegehren der fdp hätte in dieser form schon vor JAHREN kommen müssen, oder war die raffinesse von frau rinke nicht zu durchschauen?

zukunft sie schreiben da : "Wenn nämlich der Oberbuergermeister seiner Verantwortung nicht gerecht wird, wird er nicht wieder gewaehlt.“ dem kann ich so nicht zustimmen,wie offt wurde denn die ex-ob rinke wieder gewählt?
Zonenkind
27.02.2015, 02:00 Uhr
ausserhalb der Norm?!
Geschäftsmänner planen die Zukunft der Stadt mit Geschäftsmännern, welche die Stadt planen und ihr ihren Stempel aufdrücken. Ehrlichkeit, Loyalität, Sozial? Der Traum des kleinen Mannes ...
Luftikus
27.02.2015, 08:22 Uhr
FDP hat Luft geholt
Es ist erst einmal gut, das man die 2 von der FDP aktiv Gedanken machen. Ich gebe der FDP auch völlig recht, den Bürger kotzt es an. Kein Geld stattdessen Klagen. Nur muss ich hier den Aussagen widersprechen die FDP hätte gegen die Baumaßnahmen gestimmt. Ich darf daran erinnern die FDP saß IM Bauausschuss und stellte den Vorsitzenden!
Das die Folgekosten für das Bürgerhaus falsch berechnet sind stellte bzw. Nicht stimmen könnten beanstandete Herr Nüssle mehrfach. Der sitzt aber nicht in der FDP sondern in der Union.
Bei allen Punkten kann man der FDP nur Recht geben. Sollte der Bürgermeister zum Landrat gewählt werden sollte man eine Stelle abschaffen.
denk-mal
27.02.2015, 11:24 Uhr
mein lieber luftikus
was ihr Herr Nüssle sagt oder nicht sagt, ist überhaupt nicht das Thema. hier wurde berichtet über die Meinung der FDP.
Es ist richtig der Vorsitzende des Bau Ausschusses war Herr Rossberg dennoch hat er dort seine Meinung geäußert und diese ist im oben geschriebenen Text inhaltlich wieder zu finden. die FDP hat kein Interesse an Streit, sie hat immer und zu jeder Zeit bedenken geäußert zum Bau Flohburg und dieses Prachtbaus Bibliothek (mit viel zu kleinem Bürgersaal). Die Mehrheiten im Ausschuss und im Stadtrat haben die Musik, die gespielt wurde bestimmt.
Herr Luftikus sie sollten den Umgang mit den Herren Alz und Herrn heimer dringend neu überdenken.
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