Do, 18:04 Uhr
19.02.2015
nnz-Interview: Matthias Jendricke setzt auf Sieg
Das Duell zwischen Matthias Jendricke und Jutta Krauth um die Landratskandidatur fiel eindeutig aus. In der SPD-Mitgliederversammlung (wir berichteten)gab es ein klares Votum für den Bürgermeister. Mit 57 Stimmen für ihn und nur 11 für die Gegenkandidatin tritt er nun für die Sozialdemokraten gegen Kandidaten anderen Partei an. nnz sprach mit Matthias Jendricke...
Karikatur (Foto: Martin Höfer)
nnz: Worauf führen Sie den eindrucksvollen Sieg gegen Jutta Krauth zurück?
Matthias Jendricke: Ich stamme aus der Region, bin hier aufgewachsen und mit ihr sehr vertraut. Das weiß man zu schätzen. Ich versichere, mich für das Wohl der Bürger hierzulande mit aller Kraft einzusetzen. Meine Erfahrungen, die ich in der Kommunalpolitik sammeln konnte, werde ich einbringen. Die Menschen können auf mich zählen – auch im Hinblick auf eine mögliche Kreisreform.
nnz: Sehen Sie als Ursache für den Rücktritt Dagmar Beckers als SPD-Kreisvorsitzende ihre Niederlage der von ihr favorisierten Jutta Krauth?
Matthias Jendricke: Ja. Es überwog ihre tiefe Enttäuschung. Als SPD waren wir froh, dass Dagmar Becker über die Landesliste in den Landtag kam und hofften auf einen Aufwind. Leider kam es nicht so, wie erhofft.
nnz: Was würden Sie anders oder besser machen als Birgit Keller, die Sie seinerzeit auch gewählt haben?
Jendricke in seinem Büro im Rathaus (Foto: Kurt Frank)
Matthias Jendricke: Frau Keller hat den Landkreis positiv verkauft und beeinflusst. Daran würde ich anknüpfen und die Haushaltsprobleme sachlich betrachten. Ich schätze ihr Engagement, Landesmittel aus dem Topf der Bedarfszuweisungen erstritten zu haben, um die finanzielle Notlage des Landkreises besser kompensieren zu können. Das waren im Vorjahr immerhin 1,9 Millionen Euro. Daran würde ich anknüpfen.
nnz: Ihre Kritiker, auch im Rathaus, meinen, als Landrat würden Sie einen Feldzug gegen die Verwaltung, sprich Oberbürgermeister Klaus Zeh, führen. Was sagen Sie ihnen?
Matthias Jendricke: Ich will mich, das sage ich ganz offen, aus der schwierigen Lage des Rathauses verabschieden. Gefragt ist ein Neubeginn. Im Interesse der Menschen. Das ist nur miteinander zu schaffen.
nnz: Stimmt es, dass Sie ein Disziplinarverfahren gegen den Oberbürgermeister anstrengen?
Matthias Jendricke: Nicht ich, der Oberbürgermeister führt ein Disziplinarverfahren gegen mich. Ich kann kein Verfahren erzwingen. Von Amts wegen kann nur die Kommunalaufsicht als Aufsichtsbehörde ein solches einleiten. Aus einer Beschwerde der SPD-Fraktion aus dem Frühjahr des Vorjahres bei der Aufsicht resultierte nach Stand der Dinge kein Disziplinarverfahren.
nnz: Was würde im Falle Ihrer Wahl mit den Dienstaufsichtsverfahren oder -beschwerden gegen Klaus Zeh passieren – niederschlagen oder weiter verfolgen?
Matthias Jendricke: Nochmals: Nur die Kommunalbehörde als Aufsichtsbehörde kann von Amts wegen ein Dienstaufsichtsverfahren einleiten. Rein sachlich geht es da nicht zu. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.
nnz: Sie haben Fehler gemacht, die Sie Sympathien kosteten. Was haben Sie daraus gelernt?
Matthias Jendricke: Wer im Leben keine Fehler macht, werfe den ersten Stein. Ich habe aus meinen Fehlern gelernt. Ich bin ruhiger, sachlicher, überlegter in meinen Handlungen und der Wortwahl geworden. Mehr denn je suche ich das Gespräch mit den Menschen, um das, was sie bewegt, besser beurteilen zu können.
nnz: Wie werden Sie den Wahlkampf führen? Setzen Sie auf Sieg?
Matthias Jendricke. Hart aber fair will ich in den Wahlkampf gehen, die Menschen überzeugen, dass ich den Landkreis voranbringen kann. Ja, ich will Landrat werden.
Das Gespräch mit Bürgermeister Jendricke führte Kurt Frank
Kommentare nur mit Klarnamen
Autor: red
Karikatur (Foto: Martin Höfer)
nnz: Worauf führen Sie den eindrucksvollen Sieg gegen Jutta Krauth zurück?
Matthias Jendricke: Ich stamme aus der Region, bin hier aufgewachsen und mit ihr sehr vertraut. Das weiß man zu schätzen. Ich versichere, mich für das Wohl der Bürger hierzulande mit aller Kraft einzusetzen. Meine Erfahrungen, die ich in der Kommunalpolitik sammeln konnte, werde ich einbringen. Die Menschen können auf mich zählen – auch im Hinblick auf eine mögliche Kreisreform.
nnz: Sehen Sie als Ursache für den Rücktritt Dagmar Beckers als SPD-Kreisvorsitzende ihre Niederlage der von ihr favorisierten Jutta Krauth?
Matthias Jendricke: Ja. Es überwog ihre tiefe Enttäuschung. Als SPD waren wir froh, dass Dagmar Becker über die Landesliste in den Landtag kam und hofften auf einen Aufwind. Leider kam es nicht so, wie erhofft.
nnz: Was würden Sie anders oder besser machen als Birgit Keller, die Sie seinerzeit auch gewählt haben?
Jendricke in seinem Büro im Rathaus (Foto: Kurt Frank)
Matthias Jendricke: Frau Keller hat den Landkreis positiv verkauft und beeinflusst. Daran würde ich anknüpfen und die Haushaltsprobleme sachlich betrachten. Ich schätze ihr Engagement, Landesmittel aus dem Topf der Bedarfszuweisungen erstritten zu haben, um die finanzielle Notlage des Landkreises besser kompensieren zu können. Das waren im Vorjahr immerhin 1,9 Millionen Euro. Daran würde ich anknüpfen.nnz: Ihre Kritiker, auch im Rathaus, meinen, als Landrat würden Sie einen Feldzug gegen die Verwaltung, sprich Oberbürgermeister Klaus Zeh, führen. Was sagen Sie ihnen?
Matthias Jendricke: Ich will mich, das sage ich ganz offen, aus der schwierigen Lage des Rathauses verabschieden. Gefragt ist ein Neubeginn. Im Interesse der Menschen. Das ist nur miteinander zu schaffen.
nnz: Stimmt es, dass Sie ein Disziplinarverfahren gegen den Oberbürgermeister anstrengen?
Matthias Jendricke: Nicht ich, der Oberbürgermeister führt ein Disziplinarverfahren gegen mich. Ich kann kein Verfahren erzwingen. Von Amts wegen kann nur die Kommunalaufsicht als Aufsichtsbehörde ein solches einleiten. Aus einer Beschwerde der SPD-Fraktion aus dem Frühjahr des Vorjahres bei der Aufsicht resultierte nach Stand der Dinge kein Disziplinarverfahren.
nnz: Was würde im Falle Ihrer Wahl mit den Dienstaufsichtsverfahren oder -beschwerden gegen Klaus Zeh passieren – niederschlagen oder weiter verfolgen?
Matthias Jendricke: Nochmals: Nur die Kommunalbehörde als Aufsichtsbehörde kann von Amts wegen ein Dienstaufsichtsverfahren einleiten. Rein sachlich geht es da nicht zu. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.
nnz: Sie haben Fehler gemacht, die Sie Sympathien kosteten. Was haben Sie daraus gelernt?
Matthias Jendricke: Wer im Leben keine Fehler macht, werfe den ersten Stein. Ich habe aus meinen Fehlern gelernt. Ich bin ruhiger, sachlicher, überlegter in meinen Handlungen und der Wortwahl geworden. Mehr denn je suche ich das Gespräch mit den Menschen, um das, was sie bewegt, besser beurteilen zu können.
nnz: Wie werden Sie den Wahlkampf führen? Setzen Sie auf Sieg?
Matthias Jendricke. Hart aber fair will ich in den Wahlkampf gehen, die Menschen überzeugen, dass ich den Landkreis voranbringen kann. Ja, ich will Landrat werden.
Das Gespräch mit Bürgermeister Jendricke führte Kurt Frank
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