Mi, 11:59 Uhr
18.02.2015
Weniger Existenzgründungen in Thüringen
Auch im Jahr 2014 sank das Gründungsinteresse in Thüringen. Vor allem die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt ist nach Ansicht der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt für den Trend ausschlaggebend. Im Gegensatz dazu stieg die Qualität der im vergangenen Jahr eingereichten Geschäftskonzepte aber merklich an...
Die Anzahl der Existenzgründungen in Thüringen sinkt weiterhin. Mit 11.690 Gewerbeanmeldungen von Januar bis November 2014 lagen diese um 10 Prozent unter den Vergleichswerten des Vorjahres.
Hauptgrund ist vor allem die anhaltend gute Lage am Arbeitsmarkt. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels gibt es für Qualifizierte sichere Einkommensperspektiven im Anstellungsverhältnis und geht die Zahl der Gründer aus der Arbeitslosigkeit oder einer unsicheren Beschäftigung weiter zurück, so IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.
Außerdem seien das finanzielle Risiko einer Selbstständigkeit, die fehlende Geschäftsidee, zu hohe Verantwortung oder auch familiäre Belastung wichtige Faktoren, die viele potentielle Gründer abschreckten. Auch die bürokratischen Lasten wären noch immer zu hoch. Deshalb fordere die IHK seit langem eine Vereinfachung von Formularen der Finanzverwaltung, die Erhöhung der steuerlichen Kleinunternehmergrenze und die Möglichkeit einer vierteljährlichen – statt monatlichen – Umsatzsteuervoranmeldung.
Trotz des abflauenden Gründungsinteresses sei aber ein positiver Trend zu beobachten: die Qualität der Geschäftskonzepte von Existenzgründern steige merklich an. Das wäre vor allem auf den höheren Anteil derjenigen zurückzuführen, die ihre eigene innovative Idee umsetzen wollten. Immer mehr unternehmerisch motivierte Gründer legten im vergangenen Jahr den IHKs ihr Geschäftskonzept vor. Diese waren zumeist besser vorbereitet als Gründer, die aus der Arbeitslosigkeit kamen oder aus einer Notsituation starteten, berichtet Grusser.
Autor: redDie Anzahl der Existenzgründungen in Thüringen sinkt weiterhin. Mit 11.690 Gewerbeanmeldungen von Januar bis November 2014 lagen diese um 10 Prozent unter den Vergleichswerten des Vorjahres.
Hauptgrund ist vor allem die anhaltend gute Lage am Arbeitsmarkt. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels gibt es für Qualifizierte sichere Einkommensperspektiven im Anstellungsverhältnis und geht die Zahl der Gründer aus der Arbeitslosigkeit oder einer unsicheren Beschäftigung weiter zurück, so IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.
Außerdem seien das finanzielle Risiko einer Selbstständigkeit, die fehlende Geschäftsidee, zu hohe Verantwortung oder auch familiäre Belastung wichtige Faktoren, die viele potentielle Gründer abschreckten. Auch die bürokratischen Lasten wären noch immer zu hoch. Deshalb fordere die IHK seit langem eine Vereinfachung von Formularen der Finanzverwaltung, die Erhöhung der steuerlichen Kleinunternehmergrenze und die Möglichkeit einer vierteljährlichen – statt monatlichen – Umsatzsteuervoranmeldung.
Trotz des abflauenden Gründungsinteresses sei aber ein positiver Trend zu beobachten: die Qualität der Geschäftskonzepte von Existenzgründern steige merklich an. Das wäre vor allem auf den höheren Anteil derjenigen zurückzuführen, die ihre eigene innovative Idee umsetzen wollten. Immer mehr unternehmerisch motivierte Gründer legten im vergangenen Jahr den IHKs ihr Geschäftskonzept vor. Diese waren zumeist besser vorbereitet als Gründer, die aus der Arbeitslosigkeit kamen oder aus einer Notsituation starteten, berichtet Grusser.


