Mo, 10:03 Uhr
09.02.2015
Treffen der Selbsthilfegruppe
Seit einem Vierteljahrhundert gibt es im Südharz die Selbsthilfegruppe "Eltern behinderter Kinder". Die zog jetzt eine Bilanz ihrer bisherigen Arbeit...
Treffen der Selbsthilfegruppe (Foto: nnz-City Scout Sven Gämkow)
Es ist kaum zu glauben aber wahr, vor 25 Jahren am 8. Februar 1990 gründeten wir in Bleicherode unsere Selbsthilfegruppe. Einige Gründungsmitglieder sind heute noch aktiv in der Gruppe tätig. Die Wende mit den vielen neuen Problemen brachte uns zusammen.
Die richtig große Feier wollen wir im August in der Strandgaststätte an den Kiesteichen in Nordhausen mit kleinen Programm bei Kaffee und Kuchen und Grillen am Lagerfeuer mit vielen Gästen begehen.
Über 30 Familien aus dem Landkreis Nordhausen, Sondershausen und aus der Stadt Erfurt gehören heute zu unserer Selbsthilfegruppe. Unsere Kinder sind im Kleinkind- und Vorschulalter, sie sind Schüler in den
unterschiedlichsten Schulformen, sie sind Mitarbeiter der Nordthüringer Werkstätten der Lebenshilfe als junge Erwachsene oder Dirk und Karsten leben in Wohnheimen, ihre Eltern sind schon verstorben - aber sie gehören mit zu den Urgesteinen unserer Gruppe.
Wir sind ein buntes Völkchen. Die Behinderungen und Krankheitsbilder sind völlig unterschiedlich und stehen für uns auch nicht im Mittelpunkt. Ebenso bunt ist die Zusammensetzung unserer Eltern. Manche sind berufstätig - soweit es möglich ist, manche leben bedingt durch die Pflege ihrer Kinder von Sozialleistungen oder sind auch schon Rentner.
Treffen der Selbsthilfegruppe (Foto: nnz-City Scout Sven Gämkow)
Wie kann das 25 Jahre gehen, all diese Unterschiede? Der gleiche gemeinsame Nenner sind unsere Kinder, ein jedes in seiner unverwechselbaren Einmaligkeit. Jemand der sich den Hut aufsetzt, wenn es darum geht interessante Veranstaltungen zu organisieren, bei notwendigen Behördengängen zu unterstützen oder in der Öffentlichkeit eine Lanze für unsere Kinder zu brechen.
Eine feste Größe in unserer Jahresplanung ist seit vielen Jahren eine Bustour, die zugeschnitten ist auf unsere ganz speziellen Bedürfnisse die Weihnachtsfeier mit Weihnachtsmann und mindestens zwei voll gefüllten Säcken und unserer Sommerfest mit Überraschungen.
Aber auch Arztvorträge, Veranstaltungen zu rechtlichen Fragestellungen, Treffen zu Hilfestellungen aus dem Sanitätshaus, regelmäßig auch Feste und Feiern zu den verschiedensten Anlässen stehen auf dem Programm.
Die Arbeit unserer Selbsthilfegruppe steht unter dem Zeichen "Eltern wollen Eltern helfen", aber auch Hilfe erfahren, wollen eigene Erfahrungen weitergeben,aber auch von dem großen Erfahrungsschatz der Mitbetroffenen profitieren und gemeinsam Kraft tanken, um den Alltag zu meistern.
Bedeutet das Leben mit einem Kind mit Behinderung steten Ausnahmezustand?Gibt es noch einen Alltag? In dieser Situation, in der man Hilfe und Orientierung sucht, kann eine Selbsthilfegruppe von betroffenen Eltern vieles leisten. Unter www.shg-suedharz.de kann man einen kleinen Eindruck von unserer Arbeit gewinnen.
Das Fazit unserer langjährigen Arbeit: Die Mitarbeit in einer Selbsthilfegruppe ist sicher kein Allheilmittel, aber sie hilft ungemein.
Selbsthilfegruppe Südharz Eltern behinderter Kinder"
Autor: sg
Treffen der Selbsthilfegruppe (Foto: nnz-City Scout Sven Gämkow)
Es ist kaum zu glauben aber wahr, vor 25 Jahren am 8. Februar 1990 gründeten wir in Bleicherode unsere Selbsthilfegruppe. Einige Gründungsmitglieder sind heute noch aktiv in der Gruppe tätig. Die Wende mit den vielen neuen Problemen brachte uns zusammen.
Die richtig große Feier wollen wir im August in der Strandgaststätte an den Kiesteichen in Nordhausen mit kleinen Programm bei Kaffee und Kuchen und Grillen am Lagerfeuer mit vielen Gästen begehen.
Über 30 Familien aus dem Landkreis Nordhausen, Sondershausen und aus der Stadt Erfurt gehören heute zu unserer Selbsthilfegruppe. Unsere Kinder sind im Kleinkind- und Vorschulalter, sie sind Schüler in den
unterschiedlichsten Schulformen, sie sind Mitarbeiter der Nordthüringer Werkstätten der Lebenshilfe als junge Erwachsene oder Dirk und Karsten leben in Wohnheimen, ihre Eltern sind schon verstorben - aber sie gehören mit zu den Urgesteinen unserer Gruppe.
Wir sind ein buntes Völkchen. Die Behinderungen und Krankheitsbilder sind völlig unterschiedlich und stehen für uns auch nicht im Mittelpunkt. Ebenso bunt ist die Zusammensetzung unserer Eltern. Manche sind berufstätig - soweit es möglich ist, manche leben bedingt durch die Pflege ihrer Kinder von Sozialleistungen oder sind auch schon Rentner.
Treffen der Selbsthilfegruppe (Foto: nnz-City Scout Sven Gämkow)
Wie kann das 25 Jahre gehen, all diese Unterschiede? Der gleiche gemeinsame Nenner sind unsere Kinder, ein jedes in seiner unverwechselbaren Einmaligkeit. Jemand der sich den Hut aufsetzt, wenn es darum geht interessante Veranstaltungen zu organisieren, bei notwendigen Behördengängen zu unterstützen oder in der Öffentlichkeit eine Lanze für unsere Kinder zu brechen.
Eine feste Größe in unserer Jahresplanung ist seit vielen Jahren eine Bustour, die zugeschnitten ist auf unsere ganz speziellen Bedürfnisse die Weihnachtsfeier mit Weihnachtsmann und mindestens zwei voll gefüllten Säcken und unserer Sommerfest mit Überraschungen.
Aber auch Arztvorträge, Veranstaltungen zu rechtlichen Fragestellungen, Treffen zu Hilfestellungen aus dem Sanitätshaus, regelmäßig auch Feste und Feiern zu den verschiedensten Anlässen stehen auf dem Programm.
Die Arbeit unserer Selbsthilfegruppe steht unter dem Zeichen "Eltern wollen Eltern helfen", aber auch Hilfe erfahren, wollen eigene Erfahrungen weitergeben,aber auch von dem großen Erfahrungsschatz der Mitbetroffenen profitieren und gemeinsam Kraft tanken, um den Alltag zu meistern.
Bedeutet das Leben mit einem Kind mit Behinderung steten Ausnahmezustand?Gibt es noch einen Alltag? In dieser Situation, in der man Hilfe und Orientierung sucht, kann eine Selbsthilfegruppe von betroffenen Eltern vieles leisten. Unter www.shg-suedharz.de kann man einen kleinen Eindruck von unserer Arbeit gewinnen.
Das Fazit unserer langjährigen Arbeit: Die Mitarbeit in einer Selbsthilfegruppe ist sicher kein Allheilmittel, aber sie hilft ungemein.
Selbsthilfegruppe Südharz Eltern behinderter Kinder"

