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Di, 16:14 Uhr
27.01.2015

Gewässerschutz auf gutem Weg

Der NABU Thüringen sieht dem Landesprogramm Hochwasser- und Gewässerschutz 2015-2021 positiv entgegen. Zukünftig soll Wasserrückhalt in der Fläche Vorrang vor technischem Hochwasserschutz haben...


„Dies ist ein Schritt in Richtung eines nachhaltigen Hochwasserschutzes“, sagt Martin Schmidt, der stellvertretende Landesvorsitzende des NABU Thüringen.

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„Wenn Flüsse wieder mehr Platz für ihre eigendynamische Entwicklung erhalten, dient dies auch dem Hochwasserschutz.“ Technische Maßnahmen führen meist nur zu einer Beschleunigung des Wassers, sodass flussabwärts die Wassermassen mit noch größerer Wucht ankommen. „Wasserrückhalt in der Aue wirkt wie ein Schwamm und entschärft somit Hochwasserereignisse.“

Die Förderungen für wasserschonendere Produktionsweisen in der Landwirtschaft sind laut NABU ebenfalls zu begrüßen, die realistisch verfügbaren Gelder reichen aber nicht aus, um dauerhaft die Stoffeinträge auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. „Hier muss die Landwirtschaft dringend einen Beitrag leisten. Aus unserer Sicht muss die Düngemittelverordnung verschärft werden und wir brauchen auch so schnell wie möglich wieder ausreichend Uferrandstreifen, die frei von Ackernutzung sind“, so Schmidt.
Autor: red

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
27.01.2015, 21:40 Uhr
NABU:Nicht Landwirte, Politik ist schuld
Das Stickstoffproblem wird gegenüber dem Kohlendioxidproblem seitens der Politik gern in den Schatten gestellt. Dabei ist Lachgas N2O, dass u.a. auf Grund der Überdünung unserer Felder in die Atmosphäre emittiert wird, viel stärker klimawirksam. Die N-Emissionen haben ganze, auf nährstoffarme Standorte angewiesene Artengarnituren auf dem Gewissen, die biologisch toten Zonen in der Ostsee haben nie dagewesene Rekordwerte erreicht. 40 kg Stickstoff pro ha und Jahr (aus Landwirtschaft und Verbrennungsprozessen), die heute mit den Niederschlägen niedergehen, sind traurige Normalität geworden. Ursächlich aber sind letztlich nicht die Landwirte, sondern eine Politik, die den Massenkonsum und damit die Massenproduktion von N-intensiven Lebensmitteln, vor allem von Fleisch, massiv subventioniert. Dass damit nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit von Millionen leidet, die sich gegen die so erzeugten Niedrigpreise und gegen ausgebuffte Marketingstrategen nicht wehren können, steht auf einem anderen Blatt. Ökonomisch sinnvoll kann das jedenfalls nicht sein.
Letztlich hätte der NABU-Vertreter unser System, also die Wurzeln des Stickstoffübels anprangern müssen, das auf Massenproduktion von immer mehr, genau besehen vollkommen sinnlosen Gütern aus ist, statt sich auf das wirklich Notwendige und ökologisch und Zukunftsverträgliche zu besinnen.
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