Di, 11:43 Uhr
27.01.2015
Vereine in der Pflicht
Ende Januar beginnt die Rückrunde der Fußball-Bundesliga. Bremen hat Ende des letzten Jahres beschlossen, die Kosten für Polizeieinsätze bei Fußballspielen von Werder Bremen, bei denen ein erhöhtes Risiko von Fan-Krawallen besteht, künftig der Deutschen Fußball-Liga (DFL) in Rechnung zu stellen...
Grafik (Foto: IfD Allensbach)
Das Vorgehen Bremens wurde teilweise kontrovers diskutiert. Andere Bundesländer haben sich – auch wegen rechtlicher Bedenken hinsichtlich der Zulässigkeit einer solchen Regelung – bislang nicht angeschlossen.
In der Bevölkerung findet die Kostenbeteiligung von Bundesligavereinen bzw. DFL allerdings breite Zustimmung: 50 Prozent der Bürger sind der Auffassung, dass die Vereine bzw. die DFL die Kosten vollständig übernehmen sollten.
Weitere 33 Prozent sind der Meinung, dass sich Bundesländer sowie Vereine und DFL die Kosten teilen sollten. Lediglich 6 Prozent der Bevölkerung befürworten die bisherige Regelung, dass die Kosten für die Polizeieinsätze vollständig von den Bundesländern getragen werden.
Grafik (Foto: IfD Allensbach)
Die Einstellung ist dabei kaum abhängig davon, ob man selbst schon einmal bei einem Fußballbundesligaspiel war oder nicht. Auch von denjenigen, die bereits öfters bei Bundesligaspielen waren, sprechen sich nur 12 Prozent für die bestehende Regelung aus. 43 Prozent sehen die Vereine bzw. die DFL in der alleinigen Pflicht, 41 Prozent befürworten eine Lösung, in der sowohl Vereine wie auch die öffentliche Hand für die Kosten aufkommen.
Der Besuch von Fußball-Spielen ist nicht nur etwas für eingefleischte Fußball-Fans. Fast die Hälfte der Bevölkerung (45 Prozent) war bereits einmal bei einem Bundesliga-Spiel, darunter 28 Prozent schon öfter. Von den Männern haben 61 Prozent, von den Frauen 29 Prozent die Atmosphäre in einem Fußballstadion schon miterlebt. Unterschiede gibt es auch zwischen den Generationen.
Dass sich die Fußballstadien in den letzten Jahren zu Publikumsmagneten mit Event-Charakter entwickelt haben, spiegelt sich nicht zuletzt im hohen Anteil der 16- bis 29-Jährigen wider, die bereits bei einem Bundesliga-Spiel waren: 55 Prozent der 16- bis 29-Jährigen, aber lediglich 38 Prozent der 60-Jährigen und Älteren waren bereits bei einem Bundesliga-Spiel.
Grafik (Foto: IfD Allensbach)
Allensbach befragte zwischen dem 1. und 12 Dezember vergangenen Jahres 1.564 Personen ab 16 Jahre.
Autor: red
Grafik (Foto: IfD Allensbach)
Das Vorgehen Bremens wurde teilweise kontrovers diskutiert. Andere Bundesländer haben sich – auch wegen rechtlicher Bedenken hinsichtlich der Zulässigkeit einer solchen Regelung – bislang nicht angeschlossen.
In der Bevölkerung findet die Kostenbeteiligung von Bundesligavereinen bzw. DFL allerdings breite Zustimmung: 50 Prozent der Bürger sind der Auffassung, dass die Vereine bzw. die DFL die Kosten vollständig übernehmen sollten.
Weitere 33 Prozent sind der Meinung, dass sich Bundesländer sowie Vereine und DFL die Kosten teilen sollten. Lediglich 6 Prozent der Bevölkerung befürworten die bisherige Regelung, dass die Kosten für die Polizeieinsätze vollständig von den Bundesländern getragen werden.
Grafik (Foto: IfD Allensbach)
Die Einstellung ist dabei kaum abhängig davon, ob man selbst schon einmal bei einem Fußballbundesligaspiel war oder nicht. Auch von denjenigen, die bereits öfters bei Bundesligaspielen waren, sprechen sich nur 12 Prozent für die bestehende Regelung aus. 43 Prozent sehen die Vereine bzw. die DFL in der alleinigen Pflicht, 41 Prozent befürworten eine Lösung, in der sowohl Vereine wie auch die öffentliche Hand für die Kosten aufkommen.
Der Besuch von Fußball-Spielen ist nicht nur etwas für eingefleischte Fußball-Fans. Fast die Hälfte der Bevölkerung (45 Prozent) war bereits einmal bei einem Bundesliga-Spiel, darunter 28 Prozent schon öfter. Von den Männern haben 61 Prozent, von den Frauen 29 Prozent die Atmosphäre in einem Fußballstadion schon miterlebt. Unterschiede gibt es auch zwischen den Generationen.
Dass sich die Fußballstadien in den letzten Jahren zu Publikumsmagneten mit Event-Charakter entwickelt haben, spiegelt sich nicht zuletzt im hohen Anteil der 16- bis 29-Jährigen wider, die bereits bei einem Bundesliga-Spiel waren: 55 Prozent der 16- bis 29-Jährigen, aber lediglich 38 Prozent der 60-Jährigen und Älteren waren bereits bei einem Bundesliga-Spiel.
Grafik (Foto: IfD Allensbach)
Allensbach befragte zwischen dem 1. und 12 Dezember vergangenen Jahres 1.564 Personen ab 16 Jahre.

