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Di, 10:38 Uhr
18.05.2004

Wirtschaft in Diskussion einbeziehen

Nordhausen (nnz). Das Thema „Biosphärenreservat im Südharz“ schwebt über dem Landkreis Nordhausen. Während die Grünen und mehrere Verbände sich vehement dafür aussprechen, sehen das die Vertreter der Wirtschaft mit Zurückhaltung. Gestern verständigte man sich.


In einer gestern vom Verband der Wirtschaft mit der Beteiligung von Vertretern des Industriellen Stammtisches Nordhausen, des Kreisbauernverbandes, des Bundesverbandes der Mittelständischen Wirtschaft, der IHK, des Tourismusverbandes Nordhausen, des Kooperationsverbundes Einheimische Baustoffe sowie als Gäste weitere Vertreter aus Politik und Verwaltung durchgeführten Problemdiskussion wurden Bestrebungen zur Einrichtung eines „Biosphärenreservates Südharz“ einer tiefgründigen Wertung unterzogen.

Die Teilnehmer der Beratung mussten feststellen, dass die gegenwärtigen Bemühungen zur Errichtung des Reservates auf einer bereits aus dem Jahr 1997 stammenden Studie zu „Entwicklungsgrundlagen für die weitere Nutzung der Gipskarstlandschaft Südharz/Kyffhäuser“ basieren. Hierzu hatte die regionale Wirtschaft bereits 1998 gefordert, dass die Konfliktbereiche bzw. Entwicklungschancen für die Industrie, eingeschlossen den Rohstoffabbau, die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft, Handwerk und Gewerbe, Tourismus und Infrastruktur in einer ganzheitlichen Betrachtung unter Mitwirkung aller betroffenen Interessensgruppen herausgearbeitet werden müssen und die Ableitung sachbezogener Ziele gewährleistet werden sollten. Dieser Forderung sei bisher nicht entsprochen worden.

Der gegenwärtige Vorbereitungsstand sei nach Auffassung der Teilnehmer der Beratung keinesfalls geeignet, den notwendigen Konsens zwischen Naturschutz, wirtschaftlichen Interessen und den Menschen in der Region herbeizuführen. Unter Wahrung aller Interessen wurde gestern eine zielorientierte Wirtschaftspolitik auch hier in Nordthüringen gefordert, die die wirtschaftliche Entwicklung mit Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen sicherstellt und den hier lebenden Menschen eine Perspektive vermittele. Schutzgebiete müssen auch den notwendigen Handlungsspielraum für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung gewährleisten. Die vorhandenen Schutzgebiete der Region, die bereits heute rund 35 Prozent der Fläche des Landkreises belegen, dürfen diese notwendige Gestaltung nicht hemmen.

Alle Beratungsteilnehmer sprachen sich dafür aus, an einer sachlichen Diskussion zu dieser bedeutungsvollen Aufgabenstellung teilzunehmen.
Autor: nnz

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